Komfort für Drehstrom

Die Drehstrom-Technologie (kurz: AC) steht im Mittelpunkt der neuesten Entwicklungen auf dem Markt für Flurförderzeuge. Drehstrom ist zweifellos die nächste Entwicklungstufe der Antriebstechnik. Da mehr und mehr OEM-Kunden den Umstieg auf AC in Betracht ziehen, investieren Zulieferer wie Curtis Instruments, Inc. in die Entwicklung von Produkten, die diese Technologie unterstützen.

15. Januar 2002

Die Wartungs- und Unterhaltungskosten eines Flurförderzeugs sind bekanntermaßen nicht unerheblich. Hersteller stehen deshalb ständig vor der Frage, wie sie diese Kosten reduzieren können. Da die Preise für leistungsfähige Mikroprozessor-Steuerungen stetig fallen und die Entwicklung und der Einsatz von Elektromotoren unaufhaltsam fortschreitet, bietet eine Lösung mit Drehstromantrieben immer größere Vorteile und Kosteneinsparungen.

Die kombinierten Stärken einer solchen Lösung - niedrigerer Wartungsaufwand, höhere Leistung und längere Lebensdauer - können zu Kosteneinsparungen führen. Da mehr und mehr Fahrzeugentwickler die Vorteile und Kosteneinsparungen von wartungsfreien Systemen schätzen, integrieren auch immer mehr OEM& pos;s Drehstromtechnik in ihre neuzuentwickelnden Fahrzeuge.

Curtis hat eine Reihe von Drehstromprodukten entwickelt. Die Produktreihe umfasst drei Modelle von Impulssteuerungen für AC-Induktionsmotoren: Modell 1238 ist eine Hochleistungssteuerung mit vollem Funktionsumfang für größere Fahrzeuge, Staplersysteme und Personentransporter. Daneben gibt es noch eine Steuerung der mittleren Leistungsklasse mit vollem Funktionsumfang für Förder- und Industriefahrzeuge (1236) und eine Variante für kleine Fahrzeuge wie leichte Palettenstapler (Modell 1230).

Die von Curtis entwickelte AC-Produktreihe umfasst zwei wesentliche Zusatzprodukte. Die Fahrzeugsystemsteuerung Modell 1310 kann zur Steuerung des Betriebs eines kompletten Netzes von CAN-Bus-Steuerungen, Anzeige- und Bedienelementen verwendet werden. Das & uot;Spyglass& uot; Modell 840 dient als reine Multifunktions-Anzeige für Steuerungs- und Fahrzeugleistungsdaten.

Diese AC-Steuerungen bieten eine präzise Geschwindigkeitskontrolle, einschließlich Schleichfahrt, Rückrollschutz und programmierbarer Fahrgeberübersetzung. Sie sind darüber hinaus in kompakten und vollständig abgedichteten Gehäusen untergebracht. Leistungsstufen in IMS-Technologie (Insulated Metal Substrate) ermöglichen höhere Motorleistungen. Der Motorsteuerungsalgorithmus & uot;Indirect Field Orientation& uot; (1236/1238) gewährleistet schließlich hohe Dynamik und wirtschaftlichen Betrieb.

VCL und CAN: Effektive Integration komplexer Systeme Eine Kommunikation über den CAN-Bus hat sich in der Praxis bereits als nützlich erwiesen. Durch die Kombination der neuen Vehicle Control Language (VCL) von Curtis mit einem CAN-Netzwerk haben Fahrzeugentwickler nun schnellen und problemlosen Zugang zum gesamten Fahrzeugsystem.

VCL ist ein leistungsstarkes Mittel zum Konfigurieren von Fahrzeugsystemen und zur Durchführung von anwendungsspezifischen Funktionen. Curtis hat diese einfache Programmiersprache speziell für elektrische Industriefahrzeuge entwickelt. VCL bietet einen vollständigen Satz von Standardfunktionen, wie Kennlinienfelder, Fahrschaltertyp, Filter, Verzögerungen sowie Senden und Empfangen von CAN-Signalen. Für Anfänger ist VCL einfach erlernbar und übersichtlich gestaltet; selbst Programmierungslaien können damit schnell anwendungsspezifische Programme entwickeln.

Mit VCL können OEM& pos;s ihre eigene Software entwickeln und von Curtis entwickelte Motorsteuerungsroutinen, Eingaben/Ausgänge, und Funktionsbibliotheken verwenden. Die Impulssteuerungen für AC-Induktionsmotoren Modelle 1236/38 und die Fahrzeugsystemsteuerung Modell 1310 enthalten außerdem einen Hauptbetriebscode, der auf Flash-Speicher heruntergeladen werden kann, um Upgrades am Einsatzort einfacherer und sicherer vornehmen zu können.

Die Kombination von VCL mit Flash-programmierbarem Speicher und verteilter Systemarchitektur ermöglicht eine bisher unerreichte Zugänglichkeit, die es OEM& pos;s erlaubt, Systeme dynamisch zusammenzustellen. Modifikationen können sofort und Aktualisierungen zu jedem beliebigen Zeitpunkt vorgenommen werden; von der Erstkonfiguration des Prototyps bis zur Endmodifikation des Fahrzeugs am Einsatzort. OEM& pos;s erhalten dadurch die Möglichkeit, den Programmcode für individuelle Anwendungen direkt vor Ort zu schreiben. Sie können Funktionen addieren und austauschen, Programmeigenschaften anpassen und eine große Breite von einzigartigen Optionen ohne besondere Programmierungskenntnisse oder komplizierte Software zum Einsatz bringen.

Optimierte Integration

Mit der Curtis-Lösung für Drehstromsysteme können Fahrzeughersteller die Konfiguration von Fahrzeugsystemen wieder selbst in die Hand nehmen und damit die Markteinführungs- und Produktänderungszyklen drastisch verkürzen. Die Verwendung dieser Produkte kann außerdem zu beträchtlichen Kosteneinsparungen führen. Anwendungen, bei denen die Vorteile der Drehstromtechnik genutzt werden, bieten zahlreiche Möglichkeiten für die Integration von verschiedenen Fahrzeugkomponenten. Die Charakteristiken des Fahrzeugsystems, wie Antriebs-, Hub-, Lenkungs- und Bedienungskontrolle, können nahtlos verbunden werden, wodurch eine höhere Integration erreicht wird, die wiederum einen komfortablen, zuverlässigen Betrieb ermöglicht. Dies erlaubt außerdem eine Feinabstimmung etwa eines stärkeren und gleichmäßigerem Bremsvorgangs und einer besseren Beschleunigungsleistung. Darüber hinaus können zusätzliche Wartungspunkte hinzugefügt werden, um das Fahrzeug so zu entwickeln, dass der Fahrer am Armaturenbrett auf Fahrzeugmodule Zugriff hat.

Man ist in der Fahrzeugbranche von den Vorteilen der AC-Technologie überzeugt. Das Know-how und die Erfahrung von Curtis sind nun auch hier durch eine neu entwickelte Reihe von Drehstromprodukten zugänglich, einschließlich Funktionen, Optionen und Programmierbarkeit, die OEM& pos;s einen wirklichen und langfristigen Wettbewerbsvorteil verschaffen werden.

Erschienen in Ausgabe: 08/2001