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Matthias Remmert:Die Unternehmen Remmert und Kaltenbach arbeiten schon viele Jahre erfolgreich zusammen. Aufgrund der guten Ergebnisse haben wir die bestehende Kooperation nun intensiviert. In den letzten drei bis vier Jahren haben wir einige Großprojekte gemeinsam realisiert. Die Kunden entscheiden sich für die Produkte unserer Häuser, weil wir durch unsere langjährige Zusammenarbeit und Erfahrung optimal aufeinander abgestimmte Lösungen bieten. Diese Erfolge sowie die strategische Ausrichtung beider Unternehmen, das Systemgeschäft weiter auszubauen, gaben den Anstoß für die nun begonnene, sehr enge Zusammenarbeit.

Valentin Kaltenbach: Mit diesem Schritt ist uns eine europaweit einzigartige Kooperation gelungen. Einer der marktführenden Anbieter auf dem Gebiet der Lagertechnik verbindet sich mit einem der weltweit führenden Hersteller von Sägemaschinen. Die Kooperation schafft gewaltige Synergieeffekte, von denen unsere Kunden auf unterschiedlichste Art und Weise profitieren.

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FJ: Welche konkreten Vorteile ergeben sich für die Kunden?

MR: Gemeinsam mit Kaltenbach sind wir in der Lage, unseren Kunden innovative Gesamtlösungen aus einer Hand zu bieten. Unsere Anlagen sind bereits jetzt schon aufgrund unserer langjährigen Zusammenarbeit und Erfahrung optimal aufeinander abgestimmt. Unseren Kunden erschließen sich dadurch Vorteile, die deutlich über das Leistungsspektrum eines Komplettanbieters hinausgehen. Komplettanbieter sind zu 50 Prozent im Bereich Lager- und zu 50 Prozent im Bereich Sägetechnik tätig. Bei Remmert und Kaltenbach konzentriert sich jeder zu 100 Prozent auf sein jeweiliges Spezialgebiet. Wir können unseren Kunden dementsprechend das Know-how von zwei marktführenden Experten bieten.

VK: Darüber hinaus bietet die Zusammenarbeit zweier unabhängiger Anbieter noch einen weiteren Vorteil für die Kunden. Bei vielen Projekten spielt es eine große Rolle, auch vorhandene Sägemaschinen anderer Hersteller in die Logistiksysteme einzubinden. Unsere strategische Allianz beinhaltet diese Möglichkeit.

FJ: Wie sieht Ihre verstärkte Zusammenarbeit genau aus?

VK: Zum Jahresbeginn 2004 haben wir eine Vertriebskooperation für den europäischen Raum vereinbart. In technischer Hinsicht konzentriert sich die Zusammenarbeit auf die Integration der Sägeanlagen in die Lagertechnik. MR: Durch die enge Zusammenarbeit schaffen wir eine exzellente flächendeckende Vertriebs- und Servicestruktur. So gewährleisten wir besonders kurze Kommunikations- und Umsetzungswege zwischen Kunden, Service- und Vertriebsmitarbeitern, Beratern und unseren Unternehmen. Das kontinuierliche Gespräch mit den Kunden ist schließlich eine notwendige Voraussetzung, um optimale Lösungen zu erzielen.

FJ: Schränkt die Kooperation die Unabhängigkeit Ihrer Unternehmen nicht erheblich ein? Und welche Auswirkungen hat die Zusammenarbeit von Remmert mit Kaltenbach für bestehende Kunden?

MR: Es steht für beide Unternehmen außer Frage, daß der Kunde und seine Wünsche an erster Stelle stehen. Sollte von Kundenseite die Anforderung bestehen, bereits existierende Sägetechnik eines anderen Anbieters in eine neue Lösung zu integrieren, ist dies möglich. Unsere erfolgreiche Zusammenarbeit der vergangenen Jahre hat gezeigt, daß unsere Produkte in Qualität, Leistung und insbesondere in Bezug auf die Schnittstellen so gut harmonieren, daß sich die Kunden bei neuen Systemen gezielt für Kaltenbach und Remmert entscheiden, um eine optimale Lager- und Sägelösung zu erhalten. Außerdem haben auch der Kundendienst und die Wartung von bestehenden Systemen keinen Einfluß auf die neue Kooperation. Wir behalten den Service für bestehende Anlagen selbstverständlich bei.

FJ: Können Sie schon nachweisbare Erfolge Ihrer Kooperation nennen?

VK: Allerdings. Ein interessantes Beispiel für den guten Erfolg unserer engen Zusammenarbeit ist das Projekt Günther + Schramm. Wir realisierten für den Stahlhändler sowohl eine innovative technische Lösung im Bereich Sägetechnik als auch eine optimale Lagerlösung. Das Beispiel belegt eindeutig, daß wir den Auftrag durch unser Gesamtkonzept für uns entscheiden konnten. Günther + Schramm überzeugte sowohl die innovative Kaltenbach-Sägetechnik als auch die optimale Remmert-Lagerlösung. Der Kunde entschied sich daher aufgrund unseres optimal abgestimmten Gesamtkonzeptes für eine Zusammenarbeit. Solche Erfolge lassen sich nur durch eine sehr gut abgestimmte und enge Kooperation von Spezialisten erzielen.

FJ: Wie Sie schon ausführten, bauen Sie mit der engeren Zusammenarbeit zunächst Ihre Vertriebs- und Servicestruktur aus. Sind darüber hinausgehende gemeinsame Entwicklungen geplant?

MR: Unser Bestreben liegt und lag immer darin, die optimale Lösung für unseren Kunden zu erarbeiten. Die Firma Kaltenbach verfährt nach demselben Prinzip. Innovative Entwicklungen stehen daher bei uns beiden auf der Tagesordnung. Die neue Kooperation bietet uns die Möglichkeit, die bestehenden Schnittstellen zwischen den Systemen auf verschiedenen Ebenen, insbesondere im Bereich der vollen CNC-Integration zwischen beiden Systemen, weiterzuentwickeln. Wir werden also künftig weitere innovative Softwarelösungen beziehungsweise -module speziell in der Schnittstellentechnik erarbeiten.

FJ:Gibt es einen wesentlichen Trend im Bereich der Lager- und Sägelösungen für die nächsten Jahre?

VK: Aus unserer Sicht geht der derzeitige Trend dahin, daß das Sägen immer stärker in Richtung Zellentechnologie auf- und ausgebaut wird. Es wird nicht mehr das Lager gesehen und die davor platzierte Bearbeitungsmaschine. Die Kunden betrachten die Gesamtbearbeitungszelle immer stärker als effiziente Produktivzelle. Selbstverständlich gewinnt dadurch die Kombination aus Lager- und Sägetechnik zunehmend an Bedeutung. Kurze Durchlaufzeiten und eine hohe Flexibilität können nur durch eine optimale Logistik und leistungsfähige Sägen mit moderner Software erreicht werden.

MR: Diesem Trend begegnen wir durch unsere Kooperation absolut positiv. Gemeinsam bieten wir schon heute Lösungen für die Anforderungen von morgen.