Kraftpaket für harten Einsatz

Yale: Neuer Elektro-Stapler aus der Nacco-Schmiede

Yale führt einen neuen Vierrad-Elektro-Gabelstapler ein, der im Hinblick auf harte und anspruchsvolle Einsätze konzipiert wurde. Mit der Einführung des neuen Produktes erweitert Yale Europe Materials Handling sein Sortiment von leistungsstarken Flurförderzeugen.

03. Juni 2003

Bei der Konzeption seines neuen Yale Elektro-Gabelstaplers, Modell HG getauft, legte die Entwicklungsabteilung der Nacco-Schmiede ein besonderes Augenmerk auf die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit des Fahrzeugs. Durch geräuscharmen Betrieb und robuste Leistungseigenschaften sollte sich der Stapler sowohl für den Einsatz in Innenräumen als auch im Freien eignen. Der HG ist mit Tragfähigkeiten von 3,5 bis 5,5 Tonnen erhältlich und verfügt über kräftige Motorleistungen, gute ergonomische Eigenschaften und Wartungsfreundlichkeit.

Hoher Invest

Mehr als 40 Millionen Dollar hat Yale, Teil des im US-amerikanischen Markt führenden Flurförderzeugherstellers Nacco, in Forschung und die Entwicklung seiner Produkte investiert. Im Ergebnis steht unter anderem die Separately Excited Motor- (SEM-) oder Nebenschlußtechnik, die dem HG harte Einsatzzyklen und hohe Fahrgeschwindigkeiten mit und ohne Last ermöglicht. Ein hohes Anfahrdrehmoment, rasche Beschleunigung sowie die hohe Energieausnutzung im Betrieb und eine hervorragende Geschwindigkeitskontrolle auf Steigungen zählen zu den weiteren Features, die diese Technik verspricht. Ian Bell, Test- und Entwicklungsingenieur bei Yale, ist von dem neuen Gabelstapler überzeugt: ?Der HG ist außergewöhnlich robust und eignet sich besonders für harte Einsätze, wo ein Gerät mit minimaler Schadstoffabgabe im Betrieb verlangt wird. Mit einer ausgewogenen Kombination von Kraft, Wendigkeit und Zuverlässigkeit steht dem Benutzer ein echtes Arbeitspferd zur Verfügung, auf das er sich auch verlassen kann.?

Ergonomisches DesignYale kennt die Bedeutung von Fahrkomfort und Bedienungsfreundlichkeit und versteht, daß die Produktivität ganz entscheidend erhöht werden kann, wenn der Einsatz von Staplern in seiner Gesamtheit sich einfacher und komfortabler gestaltet.

Die Konstruktion des HG bietet dem Fahrer durch die hoch angeordnete Sitzposition eine hervorragende Rundumsicht. Ein großzügig bemessener Fußraum und mühelos zu bedienende Pedale reduzieren die körperliche Belastung. Integrierte Stufen an beiden Seiten des Staplers erleichtern den Ein- und Ausstieg.

Zum als Option verfügbaren Premium-Display gehört ein programmierbarer Wartungsmonitor, Alpha-Beschreibungen, eine Fehlercode-Historie, Paßwortzugriff und eine Start-Checkliste. Mit diesen Funktionen wird die Identifizierung von potentiellen Serviceproblemen erleichtert, die sich somit lösen lassen, bevor es zu kostenträchtigen Schäden kommt.

Die Bodenplatte des Staplers besteht aus einem Stück und kann zum besseren Wartungszugang leicht herausgehoben werden, ohne daß dabei andere Teile entfernt werden müßten. Eine leicht zu öffnende Haube auf dem Kontergewicht gestattet bequemen Zugang zu elektrischen Komponenten.

Alles im Blick

Optional stehen dem Anwender 36- oder 48-Volt-Anlagen zur Verfügung. Mit einer monolithischen Rücksetzfunktion der Neutraleinstellung wird die Möglichkeit einer unbeabsichtigten Staplerbewegung reduziert: Das Starten des Staplers wird verhindert, bis sich die Richtungseinstellung wieder in der neutralen Position befindet.

Die servohydraulischen Bremsen sind zur kraftsparenden Betätigung selbstverstärkend. Die handbediente Feststellbremse kann manuell eingestellt werden und ist mit einer akustischen Warnanzeige versehen. Das Signal löst aus, wenn der Bediener den Stapler verläßt, ohne die Bremse festzustellen.

Die GE Gen II (SX) Transistorsteuerung spart Batterieenergie und ermöglicht ein gleichmäßiges Beschleunigen und proportionales regeneratives Bremsen. Mit in Echtzeit ablaufenden Diagnosefunktionen lassen sich Probleme erkennen, indem numerische Fehlercodes auf dem Display angezeigt werden.

Das links von der Lenksäule montierte Anzeigefeld ist mit sechs LED-Warnlichtern, einer 16-Segment-Batteriezustandsanzeige mit Hubabschaltung und einem Betriebsstundenzähler ausgestattet. Warnlichter für den Sitzgurt, die Feststellbremse und die Betriebsbremsflüssigkeit vervollständigen das Anzeige-Panel.

Die Hydraulikanlage wird durch Zwillings-Hydraulikmotoren gespeist, was den Hub mit zwei Geschwindigkeitseinstellungen und eine verbesserte Energieausnutzung ermöglicht. Die Motoren und Pumpen sind zur Verminderung von Geräuschen und Vibrationen auf Gummi-Isolatoren montiert. Zur Vereinfachung des hydraulischen Leitungssystems werden flexible drahtumflochtene Schläuche und Stahlrohre verwendet. Mit einem in der Rücklaufleitung angeordneten 25-Mikron-Vollfluß-Hydraulikfilter wird das Hydrauliksystem vor Verschmutzung geschützt, was nicht zuletzt auch dessen Langlebigkeit zugute kommt.

Eine Hydrostatische Servolenkung gehört beim neuen HG zur Standardausstattung. Die Hydraulikkonstruktion ermöglicht eine präzise und zuverlässige Steuerung, wobei mechanische Verbindungen und von Bodenunebenheiten herrührende Stöße ausgeschaltet werden. Eine in fünf Positionen verstellbare Lenksäule bietet hohen Bedienkomfort. Mit einem bedarfsgesteuerten Lenksystem - im Lieferumfang von optionalen Premium-Paketen enthalten - wird der Lenkmotor erst dann eingeschaltet, wenn der Schlüssel im Startschloß steckt, der Bediener sich auf seinem Sitz befindet und das Lenkrad auch tatsächlich gedreht wird. Geräuschentwicklung und Energieverbrauch werden so merklich reduziert.

Freie Sicht

Die Hubgerüste bestehen aus langlebigen Mastträgern aus hochfesten Walzstahlprofilen. Selbstausrichtende Hubzylinder mit kleinen Durchmessern sind - weit voneinander positioniert - hinter den Profilträgern angebracht. Die Sichtverhältnisse für den Fahrer konnten so deutlich verbessert werden.

Bei Yale Europe ist man davon überzeugt, daß die Gabelstapler der HG-Reihe zur ersten Wahl von Kunden werden, die ein leistungsfähiges und effektives Gerät unter harten Umgebungsbedingungen einsetzen möchten.

Erschienen in Ausgabe: 01/2003