Kurzer Prozeß

Systeme - Wie kann ich meine Prozesse optimieren? Diese Frage treibt Legionen von Logistikern um. So auch den Dienstleister Logosys. Er entschied sich für ein modernes WMS nebst effizientem Zusatzmodul.

10. Mai 2005

Das Modul dient zur beleglosen Kommissionierung und zur Steuerung des Nachschubs. Via Datenfunk und Voice-Terminals kommuniziert das Ware Management System nun mit den Mitarbeitern im Lager. Und das aus gutem Grund:Für die Kunden von Logosys (namhafte Pharmafirmen wie Fresenius Medical Care, Merck KGaA, Herbalife Deutschland oder Procter & Gamble Pharma) zählt die Qualität der Distribution zu den wichtigsten Merkmalen, die der Dienstleiter gewährleisten muß. Um den hohen Ansprüchen gerecht werden zu können, entschied sich die Logosys Logistik GmbH vor einiger Zeit, ihr eigenentwickeltes Lagerführungssystem durch das Warehouse Management System Logstar der Lagerlogistikspezialisten Lunzer + Partner abzulösen. »Ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung«, betont Logosys-Prokurist Jürgen Reinhard rückblickend und ergänzt: »Das WMS garantiert uns höchste Prozeßsicherheit und Transparenz bei allen Warenbewegungen. Es bietet unseren Kunden direkte Schnittstellen, über die sie ihre Auftragsdaten übertragen und den Stand der Bearbeitung verfolgen können.« Die Standardsoftware Logstar läßt sich flexibel an die wechselnden Aufgaben des Logistikdienstleisters anpassen und bei neuen Anforderungen und Organisationsformen problemlos erweitern. So entschied man sich Anfang 2004, das WMS um eine Steuerung zur beleglosen Kommissionierung zu erweitern.

Die sprachgeführte Lösung bietet höchste Flexibilität

Im 22.000 qm großen Distributionszentrum werden im Schnitt 12.000 Kommissionierpositionen pro Tag abgewickelt. Mit dem Ziel, die Arbeitsschritte zu optimieren und dabei die Fehlerquote gegen null zu bringen, wurden verschiedene Technologien geprüft. Jürgen Reinhard: »Wir haben uns verschiedene Systeme der beleglosen Auftragssteuerung angesehen. Weder Datenfunk mit mobilen Scannerterminals noch stationäre Pick-by-Light-Regale erfüllten unsere Anforderungen an Flexibilität und Prozeßsicherheit. Erst die Voice-Technologie erschien uns wirklich geeignet. Mit der sprachgeführten Lösung verfügen wir heute über ein Höchstmaß an Flexibilität.«

Mitte 2004 wurden die Talkman-Terminals des Willicher Voice-Spezialisten IND Mobile Datensysteme in das Logstar-WMS integriert und zur Kommissionierung eingesetzt. Schon nach kurzer Zeit wurde die Nutzung der Talkman-Terminals auf die Nachschubsteuerung ausgedehnt (Move-by-Voice). Mit praktischen Headsets ausgestattet, haben Staplerfahrer und Kommissionierer seither beide Hände für ihre eigentliche Aufgabe frei.

Nach gut einem halben Jahr Erfahrung mit der Voice-Technologie sind falsch kommissionierte Artikel fast ausgeschlossen. Gleichzeitig wurde eine Steigerung der Produktivität um mehr als 15 Prozent erreicht. Bei den nächsten Inventuren wird Logosys die Sprachtechnologie auch bei der Bestandserfassung einsetzen. Aufwendige Kontrollen mit Papierlisten gehören dann der Vergangenheit an.

Erschienen in Ausgabe: 02/2005