Nachhaltigkeit

LKW Walter erhält Nachhaltigkeitspreis

LKW Walter holte sich dieses Jahr den 8. Nachhaltigkeitspreis Logistik 2019 der BVL in Österreich.

14. April 2019
LKW Walter erhält Nachhaltigkeitspreis
LKW Walter wurde mit dem 8. Nachhaltigkeitspreis Logistik 2019 beim 35. Logistik Dialog der BVL Österreich in Wien ausgezeichnet. (© BVL)

„Reduktion der LKW auf der Straße“ ist – kurzgefasst – die Zielsetzung des Projektes, das als Sieger aus dem Wettbewerb hervorging. Dazu ist LKW Walter eine Selbstverpflichtung zur Verlagerung von Straßentransporten auf die Verkehrsträger Bahn und Schiff im Rahmen des Kombinierten Verkehrs eingegangen und investiert in modernstes Kombiverkehrs-Equipment. Das Unternehmen erweitert kontinuierlich sein Netzwerk im Kombinierten Verkehr von Österreich, Deutschland, den Benelux-Staaten, Großbritannien und Skandinavien nach Süd- und Osteuropa in Form von unbegleiteten Trailern auf dem Zug oder Schiff. Hinzu kommen der verstärkte Einsatz umweltfreundlicher Motorenklassen und die Optimierung der Transportplanung.

„Mit dem europaweit anerkannten Nachhaltigkeitspreis Logistik setzen die BVL Österreich und die BVL Deutschland ein starkes Zeichen für eine nachhaltige Logistik. Die Internationalität des Wettbewerbs um die beste Nachhaltigkeitsinitiative unterstreicht die Bedeutung des Awards für den Preisträger und den gesamten Logistiksektor. Die ausgezeichneten Projekte und Lösungen – wie das von LKW Walter für den Kombinierten Verkehr – geben Impulse und zeigen neue Wege auf“, so Roman Stiftner, Präsident der BVL Österreich.

Den Nachhaltigkeitspreis Logistik nahmen LKW Walter Vorstand Helmut Eder, verantwortlich für den strategischen Ausbau des Kombinierten Verkehres, und Direktor Jordi Jovè-Farrando in Wien entgegen. Überreicht wurden Urkunde und Preisplastik von Marco Hennis, Botschafter Königreich Niederlande, und EU-Parlamentsabgeordneten Lukas Mandl.

Das Kerngeschäft von LKW Walter ist die Organisation von Komplettladungstransporten auf der Straße und im Kombinierten Verkehr in ganz Europa sowie von und nach Russland, Zentralasien, Nordafrika und in den Nahen Osten. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.750 Mitarbeiter, die täglich mehr als 6.000 Transporte organisieren. Ein Drittel der Transporte wird im Kombinierten Verkehr abgewickelt, wofür das Unternehmen mehr als 10.000 eigene Trailer vorhält.

„Mit seiner konsequenten Strategie leistet LKW Walter wegweisende Arbeit. Die Optimierungen sind sowohl von betriebswirtschaftlichem als auch volkswirtschaftlichem Nutzen“, so der Vorsitzender der Jury, DI Dr. Christian Plas, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der Denkstatt GmbH, Wien, in seiner Laudatio.

Der Nachhaltigkeitspreis Logistik der beiden Logistikorganisationen geht das Thema, das oft auf ökologische Aspekte verkürzt wird, ganz lösungsorientiert und praxisnah an und hat auch in diesem Jahr gefragt: „Ist Ihre Logistik nachhaltig?“ – und zwar in allen drei Themenfeldern: Ökologie, Ökonomie und Soziales.

„Der Gedanke, dass logistische Effizienz zu nachhaltigen Lösungen führt, ist bestechend – und unser diesjähriges Preisträgerprojekt wieder ein herausragendes Beispiel dafür, wie die Umsetzung aussehen kann“, sagte Plas.

Die Jury würdigt insbesondere folgende Wirkungen des langfristig angelegten Projekts:

Ökologie: Reduktion der CO2-Emissionen um 60 bis 80 Prozent. In den vergangenen vier Jahren hat LKW Walter mehr als 1,5 Millionen Straßentransporte auf die Bahn und den Kurzstrecken-Seeverkehr verlagert und so den Ausstoß an CO2 um rund 1,2 Millionen Tonnen verringert, also 300.000 Tonnen im Jahr.

Ökonomie: Die Auslastung der intermodalen Terminals sowie der Zug- und Schiffskapazitäten wird gesteigert und die Straßen werden entlastet.

Soziales: Hier ist ein Ergebnis der Organisation im Kombinierten Verkehr, dass viele lokale Fahrer in der „Last Mile Distribution“ arbeiten und zuhause übernachten können.

Die speziell für den Nachhaltigkeitspreis geschaffene Preisskulptur „open end“, die zusammen mit der Urkunde überreicht wurde, ist ein Werk des Cuxhavener Künstlers Andreas Green. Die Skulptur besteht aus den Naturmaterialien Holz, Leim, Sand und Pigment – ganz im Sinne des Gedankens der Nachhaltigkeit.