Mammut-Maschine läuft an

Siegling nimmt den weltweit größten 4-Walzen-Kalander in Betrieb

Mit einer neuen Kalander-Anlage zur Produktion von Transportbändern hat sich Hersteller Siegling für weiteres Wachstum gerüstet.

16. April 2001

Die Anlage mit dem schlichten Namen „Maschine 12“ ging im November nach weniger als einem Jahr Bauzeit an den Start. Rund 70 Millionen Mark investierte Siegling in das System und konnte so die Produktionskapazitäten erheblich erweitern. Damit beginne eine neue Ära in der Firmengeschichte, so das zur Schweizer Forbo International gehörende Unternehmen.

„M 12“ ist eine Spezialanfertigung, mit der die Produktion von Transport- und Prozessbändern bis zu einer Nutzbreite von 4,5 Metern möglich wird. Herzstück der hochmodernen, 65 Meter langen, zehn Meter breiten und etwa acht Meter hohen Anlage ist ein 4-Walzen-Schmelzkalander mit den Abmessungen eines Einfamilienhauses. Die Walzen, mit einem Gesamtgewicht von 110 Tonnen, werden elektronisch mikrometergenau gesteuert und beschichten das Trägermaterial mit der erforderlichen Kunststoffmasse in exakt definierter Dicke.

„Jahrzehntelange Erfahrungen in der Prozess- und Anwendungstechnik haben sich in der neuen Maschine 12 konzentriert“, heißt es bei Siegling. Die Anlage ist eine Eigenentwicklung des führenden Herstellers von Transportbändern und Antriebsriemen aus Kunststoff. Das Ziel war, frühzeitig einer wachsenden Nachfrage von Seiten der Abnehmer in Industrie, Handel und Dienstleistungsbetrieben entgegenzukommen.

„Wir sind wachstumsorientiert“, erklärte Gerd Hundertmark, Vorsitzender der Siegling-Geschäftsführung dazu. Hundertmark rechnet mit einem jährlichen Umsatzzuwachs von bis zu acht Prozent in der nächsten Zeit. In fünf bis sechs Jahren werde der Weltmarktanteil seines Unternehmens voraussichtlich von heute 20 auf dann 25 Prozent wachsen.

Erschienen in Ausgabe: 01/2000