Im Zentrum der Betrachtung stehen neben der eingebauten Anpassrampe der Verladewetterschutz und Puffersysteme. Des weiteren wird auf die zunehmend an Bedeutung gewinnenden Fahrzeugrückhaltesysteme eingegangen.

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Das erste Bindeglied zwischen Fahrzeug und Gebäude stellt der Wetterschutz dar. Er soll gewährleisten, daß weder das Verladepersonal noch die Ladung ungünstigen klimatischen Verhältnissen wie starkem Wind, Regen oder intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Der Wetterschutz trägt also durch das Sicherstellen guter Umgebungsbedingungen zur sicheren Verladung bei.

Als nächstes Element tritt die Pufferung mit dem Fahrzeug in Kontakt. Sie dient nicht nur zur Berührungsdämpfung, sondern kann durch eine optimierte Auslegung ganz erheblich zum Schutz des Personals während des Andockvorgangs beitragen. Wählt man beispielsweise eine Puffertiefe von 400 mm in Kombination mit einer Torbreite von 3500 mm, so ist sichergestellt, daß eine auf der Rampe anwesende Person (etwa ein Mitarbeiter, der den Fahrer einweist) nicht zwischen Gebäude und Fahrzeug eingeklemmt wird. Um aber auch das Gebäude und den Lkw optimal vor Schäden wie Rissen oder Dellen zu schützen, muß man auch bei der Wahl der Pufferart Sorgfalt walten lassen.

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So ist es meist unzureichend, nur einen Gummipuffer zu verwenden, da er weder eine dämpfende Komponente aufweist, noch bei häufigem Gebrauch durch Langlebigkeit überzeugen kann. Hier empfiehlt es sich, für die höhere Lebensdauer einen Polyäthylen-, oder noch besser, einen Federstahlpuffer zu verwenden. Dieser zeichnet sich durch hervorragende Dämpfungseigenschaften, minimalen Verschleiß und Langlebigkeit aus. Er ist daher in besonderem Maße für die Schwerlastverladung empfehlenswert, da er auch die hierbei freiwerdenden hohen Energien dissipieren kann und somit die Gebäudestruktur schützt. Den Puffer gibt es in der Simplex- oder der Dual-Ausführung und zudem alternativ elektrisch höhenverstellbar. Dies ermöglicht unter anderem das Andocken von Lkw mit geschlossenen Türen.

Aufschlussreiche Statistik

Steht das Fahrzeug an der Verladestation, kommt meist eine Anpassrampe zum Einsatz. Diese sollte sowohl möglichst breit als auch lang gewählt werden. Der Vorteil einer langen Rampe liegt in dem daraus resultierendem schwächeren Gefälle. Eine breite Ausführung verhindert zudem, daß zu große „tote Ecken“ entstehen, also Ladeflächen am Rand des Fahrzeugs, auf denen keine Verladerampe aufliegt. Die Verladung wird somit zugleich schneller als auch sicherer. Befolgt man diese Empfehlungen, so kann man bei idealem Betriebsablauf sicher sein, daß die größten Gefahrenquellen vermieden werden. Die Unfallstatistik des Hauptverbandes der Berufsgenossenschaften zeigt allerdings sehr deutlich, daß in der Realität noch weitere Gefahrenpotentiale zu beachten sind.

Hohe Verantwortung

Trotz der Unfallsverhütungsvorschrift „Fahrzeuge“ (BGV D29), die in § 55 ausdrücklich das Verwenden von Unterlegkeilen während der Be- und Entladung fordert, entstehen zahlreiche Unfälle allein durch ungesicherte Fahrzeuge. Um solche, teils schwerwiegenden Unfälle zu vermeiden, ist die Verwendung von Standsicherungen dringend anzuraten. Als einfachster Vertreter dieser Systeme ist der Unterlegkeil anzusehen. Er besitzt keinerlei elektrischen Anschluß, ist manuell anzubringen und verfügt über keine integrierte Kontrollfunktion, weshalb das Verladepersonal immer selbst kontrollieren muß, ob der Keil auch wirklich vorschriftsmäßig verwendet wurde. Sollte sich nach einem Unfall herausstellen, daß der Verlader dies nicht geprüft hat, so trägt er gemeinsam mit dem Fahrer die Verantwortung.

Sinnvolle Verbindung

Eine bessere Alternative stellt daher der Elektrokeil dar. Dieser wird zwar ebenfalls manuell untergelegt, ist aber mittels eines Spiralkabels mit der Rampensteuerung verbunden. Sein Hauptvorteil besteht darin, daß bei seinem Einsatz der Verladevorgang erst freigegeben wird, wenn der E-Keil fachgerecht unter das Rad gelegt wurde. Des weiteren können beim unerlaubten Entfernen des E-Keils während der Verladung Notsignale ausgelöst werden. Hierfür werden meistens Hupen, Sirenen, Ampeln und Warnlichter eingesetzt.

Stationäre Standsicherung

Um die Sicherung noch effizienter und effektiver zu gestalten, ist der Einsatz eines besonders innovativen Produktes dieser Gruppe zu empfehlen. Gemeint ist das Anti-Roll-System, kurz ARS genannt. Bei diesem System handelt es sich um eine stationäre, in den Boden integrierte Standsicherung. Sie besteht aus acht pneumatisch gesteuerten, schroffen Radkeilen, in die eine mechanische Verriegelung integriert ist. Die Keile fahren nach dem Andocken des Lkw an der Verladestation hoch. Dadurch ist es möglich, dem Trend zur immer stärkeren seitlichen Verspoilerung der Lkw entgegen zu kommen, da jene Lkw ausschließlich von unten festgehalten werden können. Die große Zahl der Keile hat zum einen eine psychologische Wirkung auf den Fahrer, da die Wegfahrsicherung deutlich visualisiert wird. Zum anderen variieren die Achsstände bei den verschiedenen Lkw-Typen sehr stark. Das heißt, die Räder kommen an unterschiedlichen Stellen zum Stehen, weshalb Keile an unterschiedlichen Stellen benötigt werden. Die Tatsache, daß das System in den Boden versenkt wird, besitzt den Vorteil, daß der Rangiervorgang störungsfrei abläuft, weil sich keine Elemente des Systems oberhalb des Straßenniveaus befinden.

Funktioneller Aufbau

Das ARS zeichnet sich zudem durch einen rein funktionellen Aufbau aus. Dieser wurde erreicht, indem auf alle potentiellen Störquellen wie beispielsweise Kugellager oder Kettenförderer verzichtet wurde. Somit ist das Gerät äußerst robust und weitgehend wartungsfrei. Außerdem ist die Anlage feuerverzinkt und insofern witterungsbeständig. Des weiteren ist das System umweltfreundlich, da kein Hydrauliköl zum Einsatz kommt. Als Eingangsenergien benötigt es ausschließlich elektrischen Strom und Druckluft. Der große Vorteil des Produkts besteht nicht zuletzt darin, daß es ausschließlich vom Verladepersonal im Gebäude bedient werden kann. Der Verlader bestimmt also selbst Verladebeginn und Verladeende.

Nützliche Signale

Abschließend noch ein Hinweis auf sinnvolle Zusatzsysteme: Im Zusammenhang mit Standsicherungen bietet es sich an, Lkw-Erfassungssysteme und Lkw-Positionierungssysteme zu verwenden. Mit diesen Systemen kann man beispielsweise durch optische Signale (zum Beispiel über Ampeln) den Verladestatus besser visualisieren. Im Gebäudeinneren wird so ein Hinweis etwa darauf gegeben, daß der LKW angedockt hat und gesichert ist und somit das Verladen nun beginnen kann.

Zusammenfassend kann gesagt werden, daß mit den erwähnten Produkten (die natürlich für jeden Einsatzort speziell zusammengestellt werden müssen) die Unfallgefahr stark reduziert wird.