Logistiklösungen sollen grüner und ressourcenschonender werden. Der Logistikdienstleister Loxxess arbeitet seit 2012 mit Vodafone Deutschland zusammen und regelt für das Unternehmen die Logistik und Retourenverarbeitung im Kabelgeschäft. Das aktuelle Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die Einführung neuer ressourcenschonender Transportbehälter.

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Loxxess erfüllt verschiedene Logistikfunktionen und Mehrwertdienstleistungen für das Telekommunikationsunternehmen Vodafone Deutschland und realisiert dabei Prozesse, die einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten sollen: Technische Geräte, Smartcards, Zubehör, Kabel und Modems werden über den gesamten Lebenszyklus betreut. Im Mittelpunkt des Dienstleistungsportfolios stehen daher interne Lieferungen, Lagerung, Entsorgungs-, Retouren- und Reparaturtransporte. Rund zwei Millionen Aufträge jährlich erledigt Loxxess für Vodafone und führt Funktionstests an über einer Million Geräte durch, die entweder repariert und wiederverwendet, oder ressourcenschonend entsorgt werden.

Unter der Prämisse steigender Nachhaltigkeit wurde ein neues Transportbehältersystem, das Bindeglied zwischen allen Beteiligten und Standorten, in mehreren Workshops designt. Im Sommer 2019 führte Loxxess das neue ressourcenschonende Mehrwegtransportbehältersystem am Standort Bor nahe der tschechisch-deutschen Grenze ein. Das neue System wurde von der KTP Kunststoff Palettentechnik GmbH, einem Verpackungsspezialisten im Bereich Transport- und Lagerlogistik, entwickelt und von Loxxess gekauft. Das Ergebnis: Loxxess beschaffte 4.000 neue Boxen und investierte rund 500.000 Euro in die nachhaltige Lösung.

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So vielfältig die Einsatzmöglichkeiten der neuen Transportbehälter so komplex waren die Ansprüche an das neue System: Sie tragen bis zu 600 Kilogramm – ohne dabei ihre Form zu verlieren – und können zusammengeklappt verstaut werden. Darüber hinaus können die Behälter für bis zu 60 Transportzyklen und damit für 7 bis 9 Jahre eingesetzt werden. Die Mehrwegbehälter bestehen zudem aus leicht wiederverwertbaren Kunststoffen. Dadurch ist es laut Loxxess möglich, aus eingeschmolzenen, alten Kunststoffbehältern neue anzufertigen, damit Müll zu vermeiden und Ressourceneffizienz zu gewährleisten. Die alten Behälter boten zwar dieselbe Traglast, verloren aber bei Transporten schnell ihre stabile Form und mussten nach fünf Transportzyklen und etwa zwei Monaten Einsatz ausgetauscht werden.

Zukunftspotenziale durch Internet of Things

Als Telekommunikationsunternehmen kommt Vodafone zwangsläufig mit Themen wie Digitalisierung und dem Internet of Things (IoT) in Berührung und entwickelt selbst neue Geschäftsmodelle daraus. Auch für Loxxess und dessen Sparte Medienlogistik ergibt sich eine Schnittmenge mit den genannten Bereichen. In den koordinierten Arbeitsprozessen der beiden Partnerunternehmen findet schon seit Langem eine enge Verflechtung von IT und Software bzw. ein Austausch zwischen dem Loxxess Lagerverwaltungssystem LOS und dem Enterprise-Ressource-Planning-(ERP)-System von Vodafone statt. Es werden deshalb bereits weitere Einsatz- und Geschäftsfelder für die neuen Behälter mit Hilfe von IoT entworfen.

Lars Gutermuth, Mitglied der Geschäftsleitung von Loxxes, sagt: „Wir machen uns Gedanken über die zukünftigen Wertschöpfungspotenziale, die sich z. B. aus dem Einsatz der Mehrwegbehälter in Verbindung mit digitalen Technologien ergeben könnten“. Vodafone denkt aktuell über ein auf IoT-Anwendungen beruhendes Behältermanagementsystem nach und erwägt beispielsweise die Mehrwegbehälter mit Chips für die Narrowband-Kommunikation auszustatten. Denkbar wäre z. B. das Verfolgen von Paketen via Tracking-Software oder die Integration der Behälter in Cyber-Physical-Systems in der Supply Chain. Von den ermittelten Daten würden unter anderem Reparatur-Dienstleister profitieren, die ihre Arbeitsprozesse besser koordinieren könnten. Auch Loxxess hätte dadurch eine bessere Übersicht und Kontrolle über die Kunststoffbehälter sowie deren Einsatz.