Mitteldeutsche Eisenbahngesellschaft setzt Hybridloks im Güterverkehr ein

DB Schenker Rail und Alstom zeichnen Vertrag über erste europäische Testflotte von Rangierlokomotiven mit Hybridantrieb

30. September 2010

Die Mitteldeutsche Eisenbahngesellschaft (MEG) mietet im Rahmen einer Langzeiterprobung fünf Hybrid-Rangierlokomotiven von Alstom zum Einsatz bei der Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau und Böhlen. Einen entsprechenden Vertrag – mit Option auf einen späteren Kauf – haben DB Schenker Rail, deren Tochter-Gesellschaft MEG und Alstom auf der InnoTrans in Berlin abgeschlossen. MEG legt mit der Anschaffung der fünf Lokomotiven den Grundstein für die erste Hybrid-Fahrzeugflotte im Schienengüterverkehr in Europa.

Die Lokomotive besitzt bei einer Spitzenleistung von 600 kW einen kleinen 250 kW-Dieselgenerator. Die zusätzliche Leistung bezieht sie aus großen Batterien, die vom Generator in Phasen mit geringerer Last wieder aufgeladen werden. Im reinen Batteriebetrieb ist die Lok besonders geräusch- und vibrationsarm. Der Prototyp der Hybridlok ist seit Juli 2010 im Dauertest. Bis Ende 2011 kommen die weiteren Loks hinzu. Die Hybrid-Technologie ist in allen Rangierdienstbereichen einsetzbar. Sie zielt auf einen Markt von mehreren tausend älteren Lokomotiven, die einen mindestens doppelt so großen Kraftstoffverbrauch haben.

„Wer viel transportiert, hat Verantwortung für die Umwelt. Wir unterstützen die umweltfreundliche Antriebstechnik aktiv, weil wir im DB–Konzern vielfältige Einsatzmöglichkeiten für die verbrauchsarme Hybrid-Rangierlokomotive sehen“, so Otto Niederhofer, Vorstand von DB Schenker Rail.