Auch die Containerterminals am rechten Scheldeufer des Hafens Antwerpen bieten ab 3. Juni 2019 Nachtlogistik. Das PSA Europa Terminal und das Noordzee Terminal sind dann werktags täglich 24 Stunden geöffnet. Das MedRepair-Leercontainerdepot wird um 5 Uhr morgens und damit eine Stunde früher öffnen. Ziel ist es, die Verkehrsströme dadurch zeitlich besser zu verteilen und die Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten.

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Die Initiativen sind das Ergebnis einer strukturellen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Partnern im Hafen. Beteiligt sind die Antwerp Port Authority, Alfaport Voka, die Terminals, Vertreter des Transportsektors, Spediteure, Verlader und Branchenverbände. In der ersten Phase von sechs Monaten erfolgt eine genaue Analyse des Nachtbetriebs. In der nächsten Phase sollen mit Unterstützung durch Multimodal.Vlaanderen die Logistikpartner in der gesamten Supply Chain in das Projekt einbezogen werden.

Am Deurganck-Dock am linken Scheldeufer besteht dieser Service bereits seit März 2017 an den Terminals von MPET und Antwerp Gateway. Die Verfügbarkeit der Nachtlogistik an beiden Ufern des Flusses erleichtert Logistikern die Verbindung zwischen den verschiedenen Terminals – die Einbindung von Leercontainerdepots ermöglicht zudem den Einbezug von Leercontainern. Mit dieser Initiative decken PSA Antwerp und MedRepair die Nachfrage aus dem Transportsektor und fördern zugleich effizientere Verkehrsbewegungen im und um den Hafen Antwerpen.

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Die in die Initiative bereits einbezogenen Partner werden den Nachtbetrieb fortlaufend analysieren. Wenn die gewünschten Ergebnisse erzielt sind, folgt auf die sechsmonatige Startphase eine zweijährige Umstellungsphase, an der der gesamte Markt beteiligt wird.

Alfaport-Voka-Direktor Stephan Vanfraechem erklärte: „Die Terminals und Depots im Hafen bieten nun eine Möglichkeit, Staus am Tag zu vermeiden. Dies wird aber nur funktionieren, wenn alle mitmachen – auch die Lager- und Produktionsstätten im Hinterland.«

Die Initiative für Nachtlogistik ist Teil der Mobilitätsstrategie des Hafens Antwerpen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuell beginnenden Arbeiten an der Oosterweel-Verbindung fordert die Hafenbehörde einen „mentalen Wandel«. Gemeinsam mit weiteren Partnern im Hafen ergreift sie zahlreiche Initiativen zur Verbesserung von Alternativen zum Straßenverkehr wie Bahn und Binnenschiff. Dieser Aufruf zum Handeln umfasst auch die Nachtlogistik, wo immer möglich.

„Diese Zusammenarbeit ist das Ergebnis einer erfolgreichen Projektumsetzung durch verschiedene Partner in der Lieferkette. Für einen effizienteren Verkehr wollen wir alle Beteiligten an Bord holen, zum Wohle nicht nur der Unternehmen, sondern auch der einfachen Bürger in und um Antwerpen«, so Hafensenatorin Annick De Ridder.