Paletten

Neuer Rekord: 111 Millionen Paletten

Im Jahr 2018 wurden mehr Paletten als im Vorjahr produziert. Das berichtet der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE).

24. April 2019
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Die Branche blickt auf ein gutes Jahr 2018 zurück. (© Tobias Rauser)

Neue Bestmarken bei der Produktionsmenge: Laut Statistischem Bundesamt konnten die im Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) organisierten Hersteller von Paletten mit mindestens 20 Beschäftigten im vergangenen Jahr die Fertigung von Paletten aus Holz um 0,4 Prozent auf nunmehr fast 111 Millionen Paletten steigern. Der korrespondierende Produktionswert kletterte dabei um 10,9 Prozent. 2016 wurde mit fast 103 Millionen Stück erstmals die 100 Millionen-Grenze überschritten, nun folgten auf 110 Millionen in 2017 noch bessere 111 Millionen Paletten „Made in Germany“.

Auch bei den Kisten ging es mit der Nachfrage stabil nach oben: Hier legte die Menge von 2017 auf 2018 leicht um 0,6 Prozent auf gut 1,65 Millionen Kubikmeter zu, während der Produktionswert bei Kisten im Vergleich zu 2017 um 3,2 Prozent gesteigert werden konnte. Gute Zahlen auch von den Herstellern von Kabeltrommeln: Sie konnten ihre Produktion in 2018 mit gut 181.000 Kubikmetern Kabeltrommeln um knapp 44 Prozent steigern. „Trotz guter konjunktureller Entwicklung, für die der Holzpackmittelsektor ein direkter Indikator ist, zeigen sowohl die mengenmäßigen als auch die den Produktionswert betreffenden Absatzsteigerungen in unserer Branche ein unvollständiges Bild. Die Kostensteigerungen konnten nicht vollständig durch Preiserhöhungen weitergegeben werden. Die Preisbereitschaft der Kunden hält nicht mit den steigenden Mengen sowie den Lohn- und Rohstoffkosten mit. Dies deutet darauf hin, dass die relativen Durchschnittspreise unverändert unter Druck sind“, folgert HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner.

Allerdings wurde das in 2016 begonnene Wachstum nicht linear fortgeschrieben. Das letzte Quartal zeigte eine Abflachung insbesondere des rasanten Anstiegs in 2017. „Bedingt durch den Diesel-Skandal, den Brexit und den zunehmenden Protektionismus bleibt abzuwarten, wie sich das laufende Geschäftsjahr entwickeln wird, wobei wir trotz aller politischen Unsicherheiten auf eine weiterhin stabile Entwicklung hoffen“, sagt Kirschner.