Förderanlagen kommen meist dann zum Stillstand, wenn bewegte Teile wie die Antriebseinheit ausfallen. Dabei ist es unerheblich, ob das Getriebe, die Bremse, die Transmission, das Förderband, die Traglager oder der Elektromotor die Ursache für den Stillstand ist. Wird ein Teil beschädigt, oder befindet es sich am Ende seines Lebenszyklus& pos;, kann der gesamte Antrieb ausfallen. Unter dem gebotenen Zeitdruck wird bei konventioneller Fördertechnik (bestehend aus Motor, Aufsteckgetriebe oder Kette, Bremse und Fördertrommel) zumeist nur das schadhafte Teil ausgetauscht und anschließend der Produktionsbetrieb wieder aufgenommen. Da aber die anderen Teile in aller Regel eine ähnlich lange Betriebszeit wie die ausgetauschte Komponente hinter sich haben, ist der Ausfall eines weiteren Antriebsteils zunehmend wahrscheinlich. Insofern verkürzt sich mit jeder Reparatur eines Teils des Antriebs automatisch die Mean Time Between Failures (MTBF) des gesamten Antriebs. Mit steigender Laufzeit erhöhen sich die Intervalle und werden im ungünstigsten Fall zur Dauerbeschäftigung der Instandsetzer.

All-in-One-Komponente

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Anders beim Trommelmotor: Diese All-in-One-Komponente beinhaltet alle Teilkomponenten, die für einen Förderbandantrieb notwendig sind (Elektromotor, Getriebe, Bremse, Drehgeber, Lager). Das bedeutet: Wenn ein Trommelmotor aufgrund eines Ausfalls ausgetauscht wurde, sind alle Verschleißteile der Antriebsstation erneuert. Auf den ersten Blick sind die Kosten für den Austausch eines kompletten Trommelmotors höher als jene, die für den Austausch einer einzelnen Schadkomponente entstehen. Aber ein Vergleich der Anschaffungs- und Instandsetzungskosten mit den Gesamtkosten eines Ausfalls zeigt in aller Regel, daß die Produktionsausfallkosten meist um ein Vielfaches höher liegen. Die Vergleichsrechnung unterstreicht in den meisten Fällen die Wertigkeit des Trommelmotors. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, daß bei geeigneter Konstruktion der Trommelmotor in einem Bruchteil jener Zeit gewechselt werden kann, die nötig wäre, um einen konventionellen Antrieb auszutauschen.

Zwei Varianten

Generell kommen zwei Möglichkeiten in Frage: Der Fördertisch wird entweder mit einem abwinkelbaren oder mit einem teleskopierbaren Antriebskopf ausgestattet. In beiden Fällen kann der Trommelmotor einfach aus der Verlagerung genommen werden. Es müssen keine Schrauben gelöst werden. Damit ist der Austausch eines Trommelmotors innerhalb kürzester möglich, was die Ausfallzeiten eines Förderbandes auf ein Minimum reduziert.

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Einige Anwender von Trommelmotoren haben schon präventive Instandsetzungsarbeiten eingeleitet: Sie messen produktionsbegleitend die Schwingungskurven der Trommelmotoren und können so erkennen, ob sich die Werte der Antriebseinheit im tolerierten Rahmen befinden oder ob sie ausgetauscht werden muß. Damit erreichte beispielsweise ein in Deutschland führender Hersteller von Milch- und Käseprodukten eine Förderanlagenverfügbarkeit von 99 Prozent. Die hohe Ausfallsicherheit ist hier besonders wichtig, da Ausfälle von wenigen Minuten zur Vernichtung einer gesamten Charge führen können.

Umfassender Service

Damit die Kosten eines möglichen Ausfalls beim Kunden möglichst begrenzt werden, unterstützt BDL die Anwender mit einer Hotline, die nicht nur an Werktagen, sondern auch am Wochenende und an Feiertagen rund um die Uhr erreichbar ist. Damit bietet das Unternehmen einen umfassenden Service an, der auch die Möglichkeit beinhaltet, Standard-Trommelmotoren innerhalb von 24 Stunden zu liefern.

Daß das Thema Instandsetzung der Fördertechnik oftmals vernachlässigt wird, zeigt sich auch im täglichen Betrieb bei BDL. Täglich gehen bei der Auftragsannahme eilige Anforderungen ein, die sich mit etwas Weitsicht erübrigen würden. So müssen bisweilen in Eilmaßnahmen Motoren ausgetauscht werden, die ohne Wartung weit über ihre zulässige Betriebszeit hinaus gefahren wurden. Auch aus diesem Grund bietet BDL den Rundum-die-Uhr-Service an. Zusätzlich wird für Betriebe mit eigener Betriebsmittelinstandsetzung die Schulung der dafür zuständigen Mitarbeiter angeboten. Entweder bei BDL im Werk oder in den Betrieben vor Ort werden die Instandsetzer zu Fachpersonal für Trommelmotoren ausgebildet. Die Seminare befähigen zu allen Instandsetzungsmaßnahmen an den Trommelmotoren und zur qualitativen und quantitativen Lagerhaltung der erforderlichen Ersatzteile.