Perfekt in der Spur

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Cemat - In Hannover zeigt Jungheinrich erneut seine Innovationskraft mit der Navigation von frei verfahrbaren Flurförderzeugen im Breitgang etwa und mit einem fahrerlosen Transportsystem.

01. Februar 2011

Mit dem Einsatz des weltweit neuartigen Moduls »Lagernavigation Breitgang« können die Möglichkeiten der Lagernavigation von Flurförderzeugen erstmals auch in Breitgang und Vorzone genutzt werden. Lagernavigation für den Schmalgang bietet Jungheinrich bereits seit zwei Jahren an. Mit beträchtlichem Erfolg: Die Umschlagleistung der Anwender wurde bis zu 25 Prozent gesteigert. Nun also der Breitgang. Anders als im Schmalgang werden die Flurförderzeuge hier nicht geführt, sondern sind frei verfahrbar. Aus diesem Grund kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz. Während im Schmalganglager der jeweilige Staplerstandort über RFID und in den Hallenboden eingelassene Transponder bestimmt wird, basiert die Positionserkennung im Breitgang und in der Vorzone auf einem optischen Ortungssystem. In beiden Fällen ähnelt die Funktionsweise des Jungheinrich-Navigationssystems der des »Navis« im Pkw. »Mit unserer Neuentwicklung ist es möglich, die Prozesse auch in Breitgang und Vorzone noch effizienter und sicherer zu gestalten«, freut sich Jungheinrich-Vertriebsvorstand Dr. Helmut Limberg.

Basis einer sinnvollen Nutzung der Lagernavigation im Breitgang ist die Einbindung aller sich im Einsatz befindlichen Flurförderzeuge in die Prozesskette des Nutzers – vom Wareneingang bzw. der Lkw-Entladung bis hin zum Versand bzw. der Lkw-Beladung. Die Breitgang-Navigation kann dabei als Modul auf verschiedene Jungheinrich-Fahrzeuge, seien es Schubmaststapler, Kommissionierer oder Elektrostapler, aufgebaut werden.

Mit dem von Jungheinrich für die Navigation im Breitgang verwendeten optischen Ortungssystem ist es möglich, zu jeder Zeit die genaue Position des Staplers zu ermitteln. Grundlagen für die Navigation sind das Datenfunk-Terminal 2475 sowie das Logistik-Interface von Jungheinrich. Letzteres »übersetzt« die Anforderungen des Lagerverwaltungssystems in die Fahrzeugsprache und umgekehrt.

Die neue Lagernavigation von Jungheinrich zeigt dem Fahrer unter anderem Richtung und Route an. Ziel ist, den Gabelstapler auf dem kürzesten bzw. schnellsten Weg an seinen Bestimmungsort zu führen. Die parallel dazu stattfindende Rückmeldung der Ortungsinformationen an das Lagerverwaltungs- bzw. Staplerleitsystem optimiert die Steuerung der gesamten Fahrzeugflotte.

Hohe Effizienz

Sobald der Stapler sein Ziel, etwa eine bestimmte Position im Regalgang, erreicht, ermöglicht die Funktion »Hubhöhenvorwahl« das automatische Ausfahren des Hubgerüsts bis zu dem vom Lagerverwaltungssystem vorgegebenen Palettenplatz. Das Scannen oder Bestätigen des Lagerplatzes entfällt. Jungheinrich-Vertriebsvorstand Dr. Limberg: »Routenführung, Hubhöhenvorwahl und automatische Bestätigung an das WMS führen zu einer erheblichen Entlastung des Staplerfahrers und zu einer deutlich höheren Effizienz der Prozesse. Ein- oder Auslagerungen im falschen Regalgang oder im falschen Fach beispielsweise werden verhindert.«

Für Arbeiten im Schmalgang bietet Jungheinrich unter anderem die hochperformanten Man-down-Fahrzeuge der Baureihe ETX an. Im Zuge eines Faceliftings wurden die Quersitz-/Dreiseitenstapler nun auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Wichtigstes Ziel dabei war, auch die ETX-Geräte navigationskompatibel zu machen.

Intelligentes System

Die ETX-Man-down-Fahrzeuge von Jungheinrich sind überall dort in der Logistik gefragt, wo ganze Paletten ein- und ausgestapelt, aber nicht kommissioniert werden. Jungheinrich-Systemfahrzeug-Experte Sebastian Riedmaier: »Durch das Navigationssystem kennt der ETX exakt die anzufahrenden Positionen. Der Fahrer muss nur noch Gas geben.«

Gas gibt Jungheinrich auch bei einer komplett neuen Fahrzeuglösung, dem Auto Pallet Mover. Beim APM handelt es sich um ein selbstständig fahrendes Flurförderzeug. Haupteinsatzgebiet des fahrerlosen Transportsystems sind regelmäßig auszuführende Transportaufgaben, etwa zwischen Produktion und Lager. Mit dem Auto Pallet Mover, so Jungheinrich, sei eine deutliche Effizienzsteigerung intralogistischer Prozesse zu erreichen. Ein intelligentes Steuerungssystem sorgt nicht nur für die Planung der Fahrwege und die Koordination der APM-Fahrzeuge, sondern auch für die Optimierung des Verkehrsflusses. Umfangreiche Safety-Features gewährleisten einen sicheren, kollisionsfreien Betrieb der APMs in jedem Lagerumfeld. Als Basisfahrzeuge dienen bewährte Jungheinrich-Seriengeräte. Der Auto Pallet Mover kann sowohl als Stand-alone-Lösung als auch in Verbindung mit einem Warehouse-Management-System betrieben werden.

Daten & Fakten

Jungheinrich zählt international zu den führenden Unternehmen in den Bereichen Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik.

Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg bietet ein umfassendes Intralogistikprogramm aus Flurförderzeugen, Regal- u. Automatiksystemen, Lagerverwaltungssoftware und Dienstleistungen an.

Erschienen in Ausgabe: 01/2011