Prozesse optimal bündeln

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IT-Plattformen - Für Logistikanbieter lohnt es sich, Aufträge, die auf der Route liegen, quasi im Vorbeifahren mitzunehmen. Um die komplexer werdenden Vertragsprozesse optimal bündelnzu können, braucht es eine leistungsfähige IT-Plattform. IBM hat das passende Produkt im Programm.

13. November 2012

Der steigende Wettbewerb treibt die Logistikbranche zu höherer Effizienz und optimaler Kapazitätsauslastung. Um sich beim Auftraggeber ein gutes Standing zu sichern, schärfen Logistikunternehmen ihr Profil und heben sich mit Mehrwertdienstleistungen von der Konkurrenz ab. Die Kontraktlogistik bietet ein lukratives Geschäftsmodell, von dem alle Beteiligten, einschließlich der Umwelt, profitieren. Services wie Retouren erledigen die Logistiker schon heute viel effizienter und ressourcenschonender als die Hersteller selbst. Um die immer komplexeren Vertragsprozesse optimal bündeln zu können, ist ein leistungsfähiges Supply-Chain-Management gefragt. Die ideale IT-Plattform sollte nicht nur standardisiert sein, sondern sich flexibel an den schnelllebigen Markt anpassen lassen.

Wachsende Kontraktlogistik

In den ersten Monaten des Jahres 2012 hat sich laut Logistik-Indikator, der vom Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel für die Bundesvereinigung Logistik (BVL) berechnet wird, die Konjunktur im Transportgewerbe deutlich belebt, insbesondere die Kapazitätsauslastung lag über dem Normalniveau. Parallel dazu verzeichnet der Markt der Kontraktlogistik ein stetiges Wachstum. Gemäß einer Untersuchung der TU Berlin steigt die Nachfrage nach attraktiven Dienstleistungen wie Austausch-, Reparatur- oder Product-Finishing-Services um zehn bis 15 Prozent jährlich. Für Logistikanbieter lohnt es sich, Aufträge die auf der Route liegen, mitzunehmen. Dies schafft einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz, der sich mittels leistungsfähiger IT zum langfristigen Wettbewerbsvorteil ausbauen lässt. Folglich steht und fällt das Gelingen der Kontraktlogistik mit dem Einsatz adäquater IT-Plattformen und Supply-Chain-Management-Systeme. Diese müssen in der Lage sein, die immer komplexeren Lieferketten abzubilden. Hierzu zählen die Beziehung zwischen Kunden und Logistikunternehmen ebenso wie die Schnittstellen mit den zahlreichen Subunternehmern. Hinzu kommt der steigende Druck von Seiten der Auftraggeber in Form von Service-Level-Agreements und hohen Vertragsstrafen. Hierdurch werden die Dienstleistungen nicht nur komplexer, sondern müssen immer effizienter und in immer kürzerer Zeit erledigt werden. All dies kann eine gute IT-Lösung abbilden.

Wichtige Schritte beachten

Wenn der Logistiker beim Installieren der IT-Plattform zwei zentrale Punkte beachtet, sind die wichtigsten Schritte bereits getan: Als erstes sollte er die Datenströme der Kunden und Geschäftspartner technisch mit einer einheitlichen Plattform integrieren. Durch die schnelle Anbindung aller Partner entlang der Value Chain wird die Basis für die Applikationen geschaffen, um auch komplexe Geschäftsprozesse mit mehreren Akteuren reibungslos zu bewältigen. Da große Logistikunternehmen häufig über eine eigene IT-Abteilung verfügen, bietet sich hier eine standardisierte B2B2C-Integrationsplattform an. Diese ist so benutzerfreundlich, dass die hauseigenen IT-Experten die Datenströme meist problemlos selbst integrieren können. Der zweite Punkt betrifft die Flexibilität der Lösung: Nach der schnellen Einbindung eines neuen Kunden für Kontraktlogistik müssen die kundenspezifischen Prozesse genauso schnell und einfach in einer standardisierten Applikationsumgebung abgebildet werden.

Obwohl im Grundsatz die Logistikprozesse für jeden neuen Kunden recht ähnlich sind, müssen dennoch alle Kundenspezifika abgebildet werden. Daher haben die Logistikdienstleister für jeden Kunden meist wieder eigenständige IT-Lösungen geschaffen oder gleich die Kundensysteme übernommen. Dadurch werden nicht nur mögliche Synergieeffekte und Einsparpotentiale verhindert, sondern die Wettbewerbsfähigkeit zu anderen Logistik-dienstleistern sinkt beträchtlich. Einerseits kann oft nicht die optimale Balance aus bestmöglicher Servicequalität zu den geringstmöglichen Kosten für die mit den Kunden vereinbarten Service-Levels erreicht werden. Andererseits verliert man an Tempo im Angebotsprozess durch zu individuelle Kostenelemente der Individuallösungen. Auch der Aufbau der Services für Neukunden nimmt häufig zu viel Zeit in Anspruch.

Langwierige Prozesse umgehen

Klassische Projektansätze mit ERP-basierten Supply-Chain-Managment-Systemen dauern oft lange, da das Customizing von Einstellta-bellen, Datenaufbau, Gestaltung der Geschäftsprozesse, Aufbau der Organisationselemente, etc. sehr zeitintensiv ist. Softwarehersteller wie IBM bieten stattdessen eine modulare, SOA (Software-Oriented-Architecture)-basierte Supply-Chain-Lösungs-Plattform an, in der sich das Projekt für die Integration von Neukunden für Kontraktlogistik im Wesentlichen auf die Anpassung der kopierbaren Geschäftsprozesse in einer visuellen Prozess-Flow-Oberfläche beschränkt. Da solche State-of-the-Art Applikationen im Gegensatz zu ERP-basierten Standard-Applikationen ausschließlich auf die Logistik-Prozesse der Supply-Chain fokussiert werden, ist dieser Projektansatz viel weniger aufwendig und im Ergebnis schneller. Es wird kein aufwendiger Datenaufbau benötigt, da nicht die vielen Funktionalitäten eines kompletten ERP-Systems bedient werden müssen.

Diese SOA-Applikation hat bereits eine umfangreiche Bibliothek an Logistik-Prozessen in Form von grafisch leicht anpassbaren Prozessdiagrammen als EPKs (ereignisgesteuerte Prozessketten). Nach dem Kopieren der Geschäftsprozesse und der schnellen Anpassung für die neuen Spezifika eines Neukunden für Kontraktlogistik, ist das Projekt weitgehend fertig, und die Applikationen können ohne aufwendiges Customizing oder Parametrisierung in Betrieb gehen. Daher können die Mitarbeiter des Logistikdienstleisters in der Regel ohne Hilfe eines IT-Beraters oder -Dienstleisters hier im wachsenden Geschäft schnell und einfach neue Kunden für Vertragslogistik in dieser Standard-Applikations-Umgebung aufnehmen. Klassische Projektansätze mit ERP-basierten Lösung brauchen hier oft ein Jahr und länger, bis alle weltweiten Prozesse und Vertragspartner für einen Key-Account in das Supply-Chain-Management integriert sind. Ganz zu schweigen von den Abläufen, die natürlich alles andere als nahtlos sind.

Intensiver Wettbewerb

Will man im harten globalen Wettbewerb bestehen, braucht es ein flexibles, benutzerfreundliches System. Aktuell wichtige Informationen der Lieferkette kann das Logistikunternehmen dann weltweit und in Echtzeit abrufen und hat so die Möglichkeit, zeitnah auf alle Vorgänge zu reagieren. Dies schließt die erweiterte Lieferkette ein. Denn die globalen Prozesse von Supply-Chain-Partnern lassen sich ebenfalls mit Hilfe der Lösung von IBM über verschiedene IT-Landschaften, Applikationen und ERP-System orches-trieren, ohne aufwendige und langwierige Standardisierung der IT-Systeme entlang der Wertschöpfungskette. Ein gutes Supply-Chain-Management-System sollte zur Unternehmensgröße passen und mit den jeweiligen Anforderungen wachsen. Während große Logistikunternehmen zu Lösungen tendieren, die jederzeit problemlos durch die eigene IT erweitert werden können, bietet es sich für kleine und mittlere Dienstleister an, die Pflege und Erweiterung des Systems an einen Dienstleister outzusourcen. Besonders kostengünstig ist die Cloud-basierte Lösung von IBM, die in den USA bereits erfolgreich im Einsatz ist. Sie bietet KMUs die Möglichkeit, sämtliche Daten automatisiert mit ihren Auftraggebern auszutauschen.

Daten & Fakten

IBM gehört mit einem Umsatz von 106,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011 zu den weltweit größten Anbietern im Bereich Informationstechnologie und B2B-Lösungen. Das Unternehmem wurde 1911 gegründet, beschäftigt derzeit über 400.000 Mitarbeiter und ist in über 170 Ländern aktiv. Jährlich invesiert das IT-Unternehmen mehr als sechs Milliarden US-Dollar in den Bereich Forschung und Entwicklung.

Erschienen in Ausgabe: 06/2012