"Riesiges Entwicklungspotenzial"

Schwaben im Aufschwung

Kurz vor Abschluß des Geschäftsjahres zieht die Geschäftsführung der Stuttgarter Viastore Systems eine durchaus positive Bilanz. Neben kräftigen Gewinnen im europäischen Raum stockt allerdings der amerikanische Markt.

04. Februar 2002

In Zeiten allgemein schwächelnder Konjunktur kann zumindest die Stuttgarter Viastore Systems über fehlende Aufträge nicht klagen. Vielmehr freut sich die Geschäftsleitung nicht nur über ein höchst erfolgreich abgeschlossenes Geschäftsjahr, sondern auch über eine Vielzahl an potentiellen neuen Projekten. „Unsere Auftragsbücher sind voll, unsere Kapazitäten arbeiten an der oberen Auslastungsgrenze“ erklärte denn auch Christoph Hahn-Woernle, geschäftsführender Gesellschafter der Viastore Systems. In der Tat kann das schwäbische Unternehmen durchaus respektable Zahlen vorlegen.

Europa topNach einem Umsatz von 160 Millionen Mark im vergangenem Jahr konnte viastore in 2001 erstmals die 200 Millionen-Mark-Grenze überschreiten. Geschäftsführer Peter W. Hälsig lokalisiert die starke Umsatzzunahme vor allem auf dem deutschen Markt, wo alleine 135 Millionen Mark in die Firmenkassen flossen. Doch auch die junge spanische Firmentochter und die Niederlassung in Frankreich konnten im Vergleich zum Vorjahr zulegen.

Flaute in Amerika

Anders sieht das Geschäft allerdings in den USA aus, wo insgesamt nur ein leichter Zuwachs zu verzeichnen war. Den Grund hierfür sieht Hälsig in der allgemeinen „Flaute in der Wirtschaft, die sich seit der Jahrtausendwende vor allem auch im Softwarebereich bemerkbar macht.“ Eine Flaute, die immerhin bereits einem Drittel der amerilkanischen viastore-Mitarbeiter den Job kostete. Die Belegschaft der viastore-Tochter provia in Grand Rapids schrumpfte von 172 auf 119.Mitarbeiter.

Hohes Potential

Generell sieht Hahn-Woernle jedoch in der Technik der hochauomatisierten Distributionslager noch ein riesiges Entwicklungspotenzial mit ständig neuen Möglichkeiten: „Nie haben wir so viel entwickelt wie im vergangenen Jahr, und noch nie hatten wir so viele neue Aufgaben formuliert wie in dieser Zeit.“ Für seinen Kollegen in der Geschäftsführung konkretisiert sich diese Aussage in mehreren höchst interessanten Projekten auf dem Inlandsmarkt sieht, über die wohl bald eine Entscheidung fallen wird. Wie auch immer diese Entscheidungen ausgehen werden, freut sich Hälsig bereits heute über ein „außergewöhnlich gutes Auftragspolster für das kommende Jahr (...). Und das in Zeiten, in denen viele über rückläufige Wirtschaftsdaten klagen. Zu Pessimismus besteht für uns aus heutiger Sicht kein Anlaß.“

Erschienen in Ausgabe: 11/2001