Digitalisierung

RIO digitalisiert Volkswagen Konzernlogistik

RIO plant, die Konzernlogistik der Volkswagen Gruppe dabei zu unterstützen, ihre Prozesse zu digitalisieren. Ziel der Zusammenarbeit sind signifikante Einsparungen durch transparentere und effizientere Prozesse.

09. Oktober 2019
RIO digitalisiert Volkswagen Konzernlogistik
RIO und Volkswagen Konzernlogistik planen gemeinsam eine digitale Lösung für die Transportlogistik des Volkswagen Konzerns. (© RIO)

Die Volkswagen Konzernlogistik GmbH & Co. OHG koordiniert allein in Europa im Schnitt täglich 18.000 Lkw-Transporte im weit verzweigten Netzwerk aus Lieferanten, Produktionsstätten, Absatzmärken und Händlern. Die Konzernlogistik stellt sich der Herausforderung, den immer weiter steigenden Material- und Warenfluss gemeinsam mit 13 Konzernmarken zu managen und benötigt dafür eine leistungsfähige und zukunftssichere IT-Lösung. Thomas Zernechel, Leiter Volkswagen Konzernlogistik: „Die Komplexität in unserem Geschäft ist enorm. Durch die geplante Kooperation mit RIO treiben wir die Digitalisierung im Transportsektor voran und gewinnen mehr Transparenz. Damit wird es uns möglich, unser Geschäft auch im Detail optimal zu steuern und weiter zu perfektionieren. Die Optimierung der Auslastung durch weitere Reduzierung von Leerfahrten und Standzeiten wird uns auch helfen, unsere Klimaschutzziele zu erreichen.“

Für den Volkswagen Konzern sind mehr als 150 Speditionen aktiv. Jeder Lkw in diesem Verbund soll in Zukunft in derselben digitalen Umgebung erfasst sein. Die Basis dafür soll die TRATON Tochter RIO schaffen. Die Marke entwickelt seit 2016 eine Cloud-basierte Logistikplattform, die alle Parteien der Lieferkette bei der Digitalisierung ihres Geschäfts unterstützt. RIO funktioniert herstellerunabhängig, lässt sich also in Lkw aller Marken nutzen. RIO soll nun maßgeschneiderte Services für die Volkswagen Konzernlogistik entwickeln, die die Versorgung der Standorte des Volkswagen Konzerns mit Teilen (Inboundlogistik) und die Auslieferung der fertig montierten Fahrzeuge (Outboundlogistik) effizienter machen werden. Dazu zählt die Sendungsverfolgung genauso wie die Integration unterschiedlicher Systeme zur effizienteren Datenerhebung und -nutzung – beispielsweise für das Versorgungsmanagement, die Frachtabrechnung und die Behältersteuerung. Matthias Braun, Leiter Digitalisierung der Materiallogistik bei der Konzernlogistik: „Cloud-basierte digitale Lösungen, die an der Schnittstelle zwischen Fracht und Transporteur ansetzen, haben das Potential, unsere Effizienz um ein Vielfaches zu erhöhen. RIO ist mit seiner Digitalkompetenz und dem offenen Ansatz der ideale Partner für uns. Wir gehen mit unserem Volumen auch auf diese Plattform, um ein Signal im Markt zu setzen. Wir hoffen auf Nachahmer, damit die Logistik auf Basis transparenter Prozesse für alle effizienter wird.“

Jan Kaumanns, CEO bei RIO, erläutert: „Die Welt der Versender ist die Königsklasse der Logistik. Für ihre komplexen Lieferketten brauchen sie ein smartes Produkt, das alle Teilnehmer in dieselbe digitale Umgebung holt. Diese Herausforderung nehmen wir bei RIO sehr gerne an. Als Telematik-Erstausrüster der MAN und mit der RIO-Box als markenneutral nachrüstbarer Komponente ist RIO hervorragend positioniert, die Brücke zwischen den Steuerungsaufgaben der Konzernlogistik und der ausführenden Transportlogistik auf der Straße zu schlagen.“ Für RIO öffnet sich mit der Zusammenarbeit der Markt für Lösungen, die im ersten Schritt für den Automotive-Sektor maßgeschneidert sind. Perspektivisch sollen sie aber die Grundlage für alle versenderrelevanten Dienste bilden. Kaumanns: „Wir sind stolz darauf, unsere digitale Kompetenz in die Partnerschaft mit einem so bedeutenden Player am Markt einbringen zu können und freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

Über die technische Kooperation hinaus planen RIO und die Volkswagen Konzernlogistik auch eine dauerhafte Unternehmenspartnerschaft. „Der logische Schritt für uns ist, einen dauerhaften Rahmenvertrag mit der Volkswagen Konzernlogistik zu schließen, der unsere Zusammenarbeit schnellstmöglich auf eine solide Grundlage stellt“, sagt Jan Kaumanns.

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