Royal Mail rüstet Briefsortiermaschinen auf

Auftrag für Siemens in Höhe von 55 Millionen Euro

17. Januar 2007

Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I& ) hat vom britischen Postdienstleister Royal Mail einen Auftrag in Höhe von 55 Millionen Euro für Upgrade-Maßnahmen von Standardbriefsortiersystemen vom Typ Integrated Mail Prozessor (IMP) erhalten. Die Systeme werden mit neuer Brieflauf- und Lesetechnik ausgestattet, um die Durchsatzraten um bis zu 20 Prozent zu steigern. Die komplette Umstellung soll bis Oktober 2008 erfolgen.

Die IMP-Sortiersysteme des I& -Geschäftsgebiets Postal Automation wurden zwischen 1996 und 2002 in Betrieb genommen und bilden den Stützpfeiler der automatischen Briefverarbeitung bei Royal Mail. Die Systeme können alle klassischen Funktionen der Briefverarbeitung wie Vorverarbeiten, Lesen und Codieren sowie Sortieren in einem Arbeitsgang umsetzen. Mit dem Einbau des Advanced Color Recognizer Systems werden neue Funktionen in der Lesetechnik ermöglicht. So können mehr Briefsendungen aus der manuellen in die automatisierte Vorverarbeitung geleitet werden, der Bearbeitungsprozess des Briefaufstellens und -lesens wird weiter verbessert. Die Trennung in Briefe vom Typ First Class und Second Class erfolgt nun einfacher und effizienter. Darüber hinaus ist die Erkennung von Postwertzeichen, Freistempelaufdrucken, Barcodes und elektronischen Briefmarken (electronic stamps) zur automatisierten Entgeltsicherung gewährleistet.

Der Brieflauf wird durch den Einbau von neuen Kanalweichen und durch ein Lückenkontrollmodul, das eine möglichst dichte Folge der Sendungen sicherstellt, optimiert. Die Durchsatzraten lassen sich damit um bis zu 20 Prozent steigern. Durch die Modernisierungsmaßnahmen wird die Anzahl der manuell zu bearbeiteten Sendungen minimiert, gleichzeitig werden die Bearbeitungskosten gesenkt.