Sagen Sie mal ...

... Herr Aberle,

Nachgefragt bei Wilfried Aberle. Der Techniker und Kaufmann gründete 1984 aus seinem Hobbyraum heraus die Aberle Steuerungstechnik GmbH. Zuvor hatte er unter anderem über 20 Jahre lang im Außenbüro Heilbronn die technische Leitung der Firma Klöckner + Möller inne. Heute ist das Haus Aberle ein führender Anbieter von Automatisierungs- und Steuerungstechniklösungen für Industrie- und Logistikanlagen. Seit Juni ist die Aberle Automation GmbH & Co. KG Teil der Körber-Gruppe.

04. September 2012

wie muss ein Tag beginnen, um Ihr Freund werden zu können?

Der optimale Tag beginnt für mich mit einer guten Stunde in der Natur: Ich genieße es, meinen Hunden morgens einen ordentlichen Auslauf zu gönnen und danach gemeinsam mit meiner Frau ein gutes Frühstück einzunehmen – immer mit Obst, gern mit einer reifen Mango.

Mit welcher Einstellung betreten Sie morgens Ihr Büro?

Ich bin grundsätzlich sehr positiv gestimmt und eher optimistisch. Das, denke ich, überzeugt oft auch im Wirtschaftsleben, und es hilft, Ziele zu erreichen – und die habe ich morgens immer vor Augen, wenn ich das Büro betrete.

Welche Fehlleistungen, von Ihnen selbst wie von anderen, gehen Ihnen am meisten gegen den Strich? Wenn Fehler wiederholt statt durch Lösungen behoben werden.

Wissen Sie um 12 Uhr, ob Sie den Tag auf die Habenseite schreiben können?

Zur Mittagszeit eines Arbeitstages? Sicher nicht! Ich bin, wie gesagt, eher optimistisch. Aber 12 Uhr mittags ist im Western »High Noon«, in der Wirtschaftswelt hingegen sind meist noch keine 50 Prozent des Tages vergangen – und es kann sowieso noch vieles passieren.

Mahlzeit! Woraus besteht Ihr Mittagessen?

Je nach Anlass und Angebot aus allem, was der Mensch so braucht: gern Salat und dann ein eher leichtes Fisch- oder Fleischgericht mit Gemüse. Da bin ich nicht festgelegt. Desserts, wenn überhaupt, eher fruchtig.

Könnten Sie Ihr Essen auch selbst zubereiten?

Ja sicher. Ich bin ein leidenschaftlicher Hobbykoch. Wenn ich an Wochenenden zu Hause bin, stehe ich häufig am Herd.

Mit wem würden Sie am liebsten am Tisch sitzen?

Ein Ort der Nahrungsmittelaufnahme und Kommunikation! Da steht für mich die Familie an erster Stelle. Beim gemeinsamen Essen in entspannter Atmosphäre werden die Themen des Tages und auch die familiären Angelegenheiten besprochen.

Ein wichtiger Gesprächspartner kommt nicht auf den Punkt und gefährdet so den pünktlichen Beginn Ihres nächsten Meetings. Was tun Sie?

Ich bitte ihn dann doch, Fakten zu nennen und auf den Punkt zu kommen. Zeit ist Geld. Bei manchen Gesprächen allerdings kann auch etwas Langmut zum Ziel führen – dann gebe ich meinem Gesprächspartner eine Zeitbonus.

Heute mal kein Abendtermin. Sie können den Tag ausklingen lassen, wie es Ihnen gefällt. Wie sieht Ihr Wohlfühl-Programm aus?

Ein langer Spaziergang mit meinen Hunden. Ein gutes Essen mit der Familie oder Freunden und einem guten Glas Wein. Manchmal auch ein bisschen Fitness und Sauna.

Spät am Abend lockt das Fernsehen mit einem interessanten Nachtprogramm. Wofür schalten Sie ein und warum?

Da ich selbst, leider nur an Wochenenden, ein leidenschaftlicher Golfspieler bin, verfolge ich gern Golfübertragungen – die werden oft nur spät in der Nacht von Spartensendern übertragen.

Ein Kapitel aus dem Buch auf Ihrem Nachttisch muss es zum Abschluss eines langen Tages noch sein. Welches Werk lesen Sie gerade?

Auf meinem Nachttisch liegt kein Buch. Ich lese nicht im Bett.

Weil wir schon dabei sind: Haben Sie ein Lieblingsbuch? Falls ja, warum ist es genau dieses?

Ein Lieblingsbuch oder einen Lieblingsautor habe ich nicht. Für Belletristik fehlt mir offen gestanden leider auch ein wenig die Zeit. Meinen Alltag bestimmt die Lektüre von Tagespresse, Fachpresse und Fachbüchern.

Erschienen in Ausgabe: 04/2012