Sagen Sie mal ...

...Herr Philipp Hahn-Woernle

bei Philipp Hahn-Woernle, geschäftsführender Gesellschafter des Intralogistikers Viastore Systems in Stuttgart. Philipp Hahn-Woernle hat an der Uni Würzburg Betriebswirtschaft studiert (Schwerpunkte: Wirtschaftsinformatik und Logistik) und in einem Zusatzstudium in Bosten/USA seinen MBA erworben. Es folgten mehrere Jahre in einer Unternehmensberatung. Bei Viastore (390 Mitarbeiter, 99 Mio. Euro Umsatz) ist Philipp Hahn-Woernle seit 2009 beschäftigt.

14. Februar 2014

... Herr Hahn-Woernle, wie muss ein Tag beginnen, um Ihr Freund werden zu können?

Wenn der Tag nach meinem Geschmack anlaufen soll, brauche ich morgens erst mal meine Ruhe. Ich frühstücke reichhaltig, lese die F.A.Z. und höre die aktuellen Nachrichten auf dem Weg ins Büro. Wenn ich dabei noch die Morgensonne über den Weinbergen von Stuttgart-Untertürkheim aufgehen sehe, steht einem guten Start in den Tag nichts mehr im Weg.

Mit welcher Einstellung betreten Sie morgens Ihr Büro?

Generell bin ich ein gut gelaunter, optimistischer Typ. Und so komme ich auch im Büro an. Na ja, meistens jedenfalls. Wenn’s mal anders ist, handelt sich dabei wirklich um eine Ausnahme – glücklicherweise.

Welche Fehlleistungen, von Ihnen selbst wie von anderen, gehen Ihnen am meisten gegen den Strich?

Niemand ist perfekt. Fehler machen wir alle. Deswegen halte ich nichts davon, jemanden gleich zur Schnecke zu machen, wenn mal etwas falsch gelaufen ist. Was mir besonders am Herzen liegt, ist ein offener, zielgerichteter Dialog darüber, wie künftige Fehler vermieden werden können.

Wissen Sie um 12 Uhr, ob Sie den Tag auf die Habenseite schreiben können?

Ganz ehrlich: Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Jeder Tag hat gute und weniger gute Momente. Aber ich setze mich abends nicht hin und entscheide, ob das ein guter oder schlechter Tag war. Ich freue mich grundsätzlich über jeden Tag.

Mahlzeit! Woraus besteht Ihr Mittagessen?

In den meisten Fällen aus Salat und Gesprächen mit Kollegen und Mitarbeitern.

Könnten Sie Ihr Essen auch selbst zubereiten?

Ja, bei mir ist noch niemand verhungert. Meine Mutter ist eine fantastische Köchin, und ihre Liebe fürs Kochen hat sich auf meine Geschwister und mich übertragen.

Mit wem würden Sie am liebsten am Tisch sitzen?

Ganz ohne Konjunktiv: mit Familie und Freunden.

Ein wichtiger Gesprächspartner kommt nicht auf den Punkt und gefährdet so den pünktlichen Beginn Ihres nächsten Meetings. Was tun Sie?

Ich plane meine Besprechungen so, dass zwischen den Unterredungen Luft zum Durchatmen bleibt oder ausreichend Zeit, um zusätzliche Fragen zu diskutieren. Zudem leben wir bei Viastore eine hohe Besprechungsdisziplin: Alle achten darauf, dass die vorgesehene Besprechungszeit eingehalten wird.

Heute mal kein Abendtermin. Sie können den Tag ausklingen lassen, wie es Ihnen gefällt. Wie sieht Ihr Wohlfühl-Programm aus?

Ich genieße es, Zeit mit Familie und Freunden verbringen zu können. Im Sommer grillen wir gern, und im Winter sitzen wir mit einem Glas Wein vor dem Kamin und reden.

Spät am Abend lockt das Fernsehen mit einem interessanten Nachtprogramm. Wofür schalten Sie ein und warum?

Wenn ich fernsehe, dann hauptsächlich, um Fußball zu schauen. Spiele meines geliebten VfB Stuttgart haben dabei absolute Priorität. Ein Kapitel aus dem Buch auf Ihrem Nachttisch muss es zum Abschluss eines langen Tages noch sein.

Welches Werk lesen Sie gerade?

»Thinking, fast and slow« von Daniel Kahneman, ein faszinierendes Buch darüber, wie unser Denken abläuft und wie wir Entscheidungen treffen.

Weil wir schon dabei sind: Haben Sie ein Lieblingsbuch? Falls ja, warum ist es genau dieses?

»Der alte Mann und das Meer« von Ernest Hemingway. Ich bin leidenschaftlicher Angler und großer Hemingway-Fan.

Erschienen in Ausgabe: 01/2014