Sagen Sie mal ...

... Herr Kristiansson

Nachgefragt bei Bengt Kristiansson, Geschäftsführer der UniCarriers Germany GmbH. Kristiansson studierte Maschinenbau in Göteborg und startete nach dem Abschluss 1979 seine Laufbahn in der Fördertechnik-Branche. 1995 stieg er bei der UniCarriers-Ursprungsmarke Atlet ein und bekleidete dort verschiedene Leitungsfunktionen. Seit der Gründung von UniCarriers ist er Vice President Sales and Marketing bei UniCarriers Europe und führt seit März 2015 die deutsche Konzernniederlassung.

15. Juni 2015

Herr Kristiansson, wie muss ein Tag beginnen, um Ihr Freund werden zu können?

Am besten nicht zu früh, ich bin ein Nachtmensch! Da ich viel reise, lässt sich das aber meist nicht realisieren. Ich brauche ein gutes Frühstück, damit ich loslegen kann, und anschließend einen spannenden Terminplan.

Mit welcher Einstellung betreten Sie morgens Ihr Büro?

Ich nehme mir vor, effizient zu arbeiten und mit den Menschen um mich herum zu kommunizieren. Meine Aufgabe ist es, sie zu motivieren und in Projekte einzubeziehen. Wenn die Arbeit am Schreibtisch getan ist, nutze ich die Zeit, um neue Geschäfte zu machen.

Welche Fehlleistungen, von Ihnen selbst wie von anderen, gehen Ihnen am meisten gegen den Strich?

Jeder macht Fehler. Wichtig ist, aus ihnen zu lernen und sich schrittweise zu verbessern. Was mich aber auf die Palme bringt, sind persönliche Befindlichkeiten und unfokussiertes Arbeiten.

Wissen Sie um 12 Uhr, ob Sie den Tag auf die Habenseite schreiben können?

Ganz und gar nicht. Selbst eine schwierige Herausforderung kann sich kurzfristig in einen Erfolg verwandeln. Man sollte außerdem nie etwas für selbstverständlich halten. Das habe ich mit der Zeit gelernt.

Mahlzeit! Woraus besteht Ihr Mittagessen?

Ich esse viel Fisch und liebe italienisches Essen. Pasta mit Meeresfrüchten wäre daher eine gute Wahl.

Könnten Sie Ihr Essen auch selbst zubereiten?

Wenn es nötig ist: ja. Ich koche gerne, bin aber bei Weitem kein Profi.

Mit wem würden Sie am liebsten am Tisch sitzen?

Ich bin 150 Tage im Jahr unterwegs, da liegt die Antwort auf der Hand: mit meiner Familie.

Ein wichtiger Gesprächspartner kommt nicht auf den Punkt und gefährdet so den pünktlichen Beginn Ihres nächsten Meetings. Was tun Sie?

Das ist eine gute Frage, diese Situation kommt nämlich häufig vor. Ich versuche, das Gespräch in die richtige Richtung zu lenken.

Heute mal kein Abendtermin. Sie können den Tag ausklingen lassen, wie es Ihnen gefällt. Wie sieht Ihr Wohlfühl-Programm aus?

Ein Punkt auf meiner Liste ist auf jeden Fall Joggen. Anschließend verbringe ich Zeit mit meinen Enkeln und esse mit meiner Frau zu Abend.

Spät am Abend lockt das Fernsehen mit einem interessanten Nachtprogramm. Wofür schalten Sie ein und warum?

Ich schaue nur sehr wenig fern. Dazu gehören die Nachrichten und ab und zu eine Serie, die mich interessiert, »Homeland« zum Beispiel. Was für einen Vielflieger ungewöhnlich erscheinen mag: Ich liebe »Mayday – Alarm im Cockpit«.

Ein Kapitel aus dem Buch auf Ihrem Nachttisch muss es zum Abschlusseines langen Tages noch sein. Welches Werk lesen Sie gerade?

Mit »Sturz der Titanen« von Ken Follett bin ich fast durch – ein echter Schinken.

Weil wir schon dabei sind: Haben Sie ein Lieblingsbuch? Falls ja, warum ist es genau dieses?

Am meisten liegt mir »Die Möwe Jonathan« von Richard Bach am Herzen. Diese kurze philosophische Geschichte stammt aus den 70er-Jahren und erfasst sehr viel von dem, was ich über unser kurzes Dasein auf der Erde denke.

Erschienen in Ausgabe: 03/2015