Sagen Sie mal...

...Herr Klinkhammer

Nachgefragt bei Frank Klinkhammer, seit 2000 geschäftsführender Gesellschafter des Intralogistik-Spezialisten Klinkhammer Förderanlagen GmbH. Frank Klinkhammer hat in Nürnberg Verfahrenstechnik studiert. Er begann seine berufliche Laufbahn als Servicemitarbeiter bei der Züblin Umwelttechnik GmbH und startete 1997 als Programmierer bei der IBB Anlagenautomatisierung GmbH. Frank Klinkhammer ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

09. September 2015

Herr Klinkhammer, wie muss ein Tag beginnen, um Ihr Freund werden zu können?

Am liebsten am frühen Morgen mit starkem Kaffee und gutem Frühstück. Wenn dann noch Neuschnee liegt und es draußen sonnig bei klarer kalter Luftist – besser geht es nicht.

Mit welcher Einstellung betreten Sie morgens Ihr Büro?

Ich freue mich jeden Tag auf die Mitarbeiter und Kunden. Wenn der Terminplan prall gefüllt ist, aber noch Zeit für das ein oder andere Gespräch mit meinen Mitarbeitern bleibt, bin ich rundum zufrieden.

Welche Fehlleistungen, von Ihnen selbst wie von anderen, gehen Ihnen am meisten gegen den Strich?

Es hängt davon ab, ob der Fehler vermeidbar gewesen wäre oder ob das Team, mich eingeschlossen, zumindest für die Zukunft daraus lernen kann. Was mich auf die Palme bringt sind Fehler aus Unachtsamkeit, Ungenauigkeit und wiederkehrende Fehler.

Wissen Sie um 12 Uhr, ob Sie den Tag auf die Habenseite schreiben können?

Dazu läuft der Tag nach 12 Uhr noch zu lange. Selbst wenn sich die Bürotür hinter mir schließt, kann danach noch ein Anruf das Tagesergebnis beeinflussen.

Mahlzeit! Woraus besteht Ihr Mittagessen?

Ich esse eigentlich nicht zu Mittag – außer mit Geschäftspartnern und wenn ich mit Kollegen unterwegs bin, denen der Magen knurrt.

Könnten Sie Ihr Essen auch selbst zubereiten?

Ich habe mir das Kochen vor einigen Jahren angeeignet. Meine Aufenthalte in China haben den Stil beeinflusst und die Lust am Kochen geweckt. Aber von einem wirklich guten Koch bin ich natürlich weit entfernt.

Mit wem würden Sie am liebsten am Tisch sitzen?

Ich habe sehr gute, langjährige Freunde und eine tolle Familie – das ist für mich die beste Wahl. Aber ein Gespräch mit Helmut Schmidt, Angela Merkel oder Wolfgang Schäuble wäre eine echte Bereicherung.

Ein wichtiger Gesprächspartner kommt nicht auf den Punkt und gefährdet so den pünktlichen Beginn Ihres nächsten Meetings. Was tun Sie?

Ich versuche bei Gesprächen immer, genügend Reserve einzubauen. Letztendlich ist der Kunde König, und wir benötigen für gute Logistikkonzepte so viele Informationen wie möglich. Falls ein nachfolgender Termin nicht verschiebbar ist, kommuniziere ich das meinem Gesprächspartner rechtzeitig – das hat bisher immer funktioniert. Heute mal kein Abendtermin. Sie können den Tag ausklingen lassen, wie es Ihnen gefällt.

Wie sieht Ihr Wohlfühl-Programm aus?

Da gibt es einige Optionen, der Reihe nach: ein gutes Rockkonzert, Waldlauf, Essen mit Freunden, Motorradtour oder ein gutes Buch lesen.

Spät am Abend lockt das Fernsehen mit einem interessanten Nachtprogramm. Wofür schalten Sie ein und warum?

Eigentlich schalte ich den Fernseher kaum ein. Und wenn, dann interessieren mich Nachrichten, James Bond oder ein guter Krimi. Ein Kapitel aus dem Buch auf Ihrem Nachttisch muss es zum Abschluss eines langen Tages noch sein.

Welches Werk lesen Sie gerade?

Ich bin ein Freund von Romanen, die mögliche, künftige Ereignisse skizzieren. Im Moment lese ich das Buch Silo von Hugh Howey.

Weil wir schon dabei sind: Haben Sie ein Lieblingsbuch? Falls ja, warum ist es genau dieses?

Meine Vorlieben zur Skizzierung möglicher Ereignisse kennen Sie ja jetzt schon. Das liegt wohl an meinem Beruf. Im Moment ist daher mein Lieblingsbuch »Black Out« von Marc Elsberg.

Erschienen in Ausgabe: 04/2015