Sagen Sie mal ...

Nachgefragt bei Dr. Helmut Limberg, Vorstand des Ressorts Vertrieb der Jungheinrich AG in Hamburg. Nach seiner Promotion zum Doktor-Ingenieur sammelte Helmut Limberg unter anderem langjährige Erfahrungen als Vertriebsleiter und Geschäftsführer der Beumer Maschinen KG in Beckum. Vor seinem Wechsel in den Vorstand des Intralogistikers Jungheinrich im Februar 2007 war Dr. Helmut Limberg als Geschäftsführer bei Liebherr im oberschwäbischen Biberach tätig.

09. April 2010

... Herr Dr. Limberg, wie muss ein Tag beginnen, um Ihr Freund werden zu können?

Nichts ist am Morgen wichtiger, als ausreichend Zeit für ein gutes Frühstück zu haben – und das am liebsten gemeinsam mit meiner Frau in Hamburg.

Mit welcher Einstellung betreten Sie morgens Ihr Büro?

Ich sage immer: Wer Gutes schaffen will, muss fröhlich sein. Alles Übrige ergibt sich aus der straffen Tagesplanung und aus den vielfältigen Begegnungen mit Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern.

Welche Fehlleistungen, von Ihnen selbst wie von anderen, gehen Ihnen am meisten gegen den Strich?

Achtloser Umgang mit der eigenen Zeit und der Zeit anderer sowie mangelnder gegenseitiger

Respekt und mangelnde Wertschätzung der geleisteten Arbeit.

Wissen Sie um 12 Uhr, ob Sie den Tag auf die Habenseite schreiben können?

Das ist höchst selten der Fall. Denn zum einen hat der eigene Tag noch viele, viele Stunden, und zum anderen haben Kunden und Geschäftspartner in den westlichen Zeitzonen noch lange nicht Mittag.

Mahlzeit! Woraus besteht Ihr Mittagessen?

Zumeist aus einem kleinen Imbiss, aber auch aus einem Business-Lunch mit Gästen und Kunden.

Könnten Sie Ihr Essen auch selbst zubereiten?

Ich genieße mehr das Können der Experten in der Küche, als dass ich selber versuchen würde, etwas zu zaubern.

Mit wem würden Sie am liebsten am Tisch sitzen?

Mit aufgeschlossenen und kritischen Mitarbeitern, Kunden und Geschäftsfreunden, denn oft sind diese Gespräche die wichtigsten. Ein wichtiger Gesprächspartner kommt nicht auf den Punkt und gefährdet so den pünktlichen Beginn Ihres nächsten Meetings.

Was tun Sie?

Ich weise ihn – in aller Höflichkeit – auf den zur Verfügung stehenden Zeitrahmen hin und versuche, das Gespräch inhaltlich zu fokussieren. Gegebenenfalls muss ein neuer Termin zum finalen Abschluss vereinbart werden.

Heute mal kein Abendtermin. Sie können den Tag ausklingen lassen, wie es Ihnen gefällt. Wie sieht Ihr Wohlfühl-Programm aus?

Es geht doch nichts über einen entspannten Abend zu Hause. Alternativ: mit Freunden ausgehen. Am Wochenende gehört auch eine Runde Golf zu meinem Wohlfühl-Programm.

Spät am Abend lockt das Fernsehen mit einem interessanten Nachtprogramm. Wofür schalten Sie ein und warum?

Es fällt schwer, sich das beim aktuellen Fernsehprogramm vorzustellen. Sollte es aber doch der Fall sein, wird die Sendung aufgezeichnet und bei passender Gelegenheit angesehen.

Ein Kapitel aus dem Buch auf Ihrem Nachttisch muss es zum Abschluss eines langen Tages noch sein. Welches Werk lesen Sie gerade?

Für mich hat Lesen nicht den Zweck, dabei einzuschlafen, sodass ich im Bett nicht lese. Demzufolge liegt auch kein Buch auf meinem Nachttisch. Dennoch lese ich sehr gern, zurzeit »Welt mit Zukunft – Überleben im 21. Jahrhundert« von Professor Radermacher. Dieses Buch erklärt sehr anschaulich die Ursachen und Hintergründe der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Weil wir schon dabei sind: Haben Sie ein Lieblingsbuch? Und falls ja, warum ist es gerade dieses?

Die Venedig-Krimis von Donna Leon mit Commissario Brunetti, der mittlerweile seinen siebzehnten Fall mit Bravour gelöst hat. Ich liebe diese Bücher nicht nur, weil es sehr gut geschriebene Krimis sind, sondern weil sie in Italien, insbesondere in Venedig spielen.

Erschienen in Ausgabe: 02/2010