Schwere Ladung im Hamburger Hafen

Zwei 500 Tonnen schwere Fähren für Kenia in Hamburg verladen

19. Mai 2010

Nach 16-monatiger Bauzeit auf der Schiffs- und Yachtwerft Dresden sind zwei Fähren für den Personen und Fahrzeugtransport der Kenya Ferry Services Ltd. via Hamburg nach Kenia verladen worden. Dazu hatte zunächst ein Schubschiff die „MV Likoni“ und die „MV Kwale“ von Dresden über die Elbe nach Hamburg gebracht. Um die mehr als 40 Brücken und andere Gefahrstellen auf dem Weg nach Hamburg auf der Elbe sicher passieren zu können, waren die Steuerhäuser aus Sicherheitsgründen aber zuvor abgebaut worden.

Im Hamburger Hafen hat dann die „Beluga Singapore“, ein Spezialschiff der Reederei Beluga Shipping mit einer Tragfähigkeit von 19.100 Tonnen, die beiden rund 500 Tonnen schweren Fähren mittels eigener Bordkräne übernommen.

Die Verladung erfolgte am Rhenus Midgard Terminal am Dradenauhafen, der neben zwei RoRo-Rampen (Roll-on/Rolloff) auch über zwei LoLo-Liegeplätze (Lift-on/Lift-off) für Ladevorgänge mit bordeigenen oder landseitigen Hebezeugen verfügt. Die Projektabwicklung übernahm die Rhenus Midgard GmbH & Co. KG – ein Spezialist unter anderem für den Umschlag von Kraftfahrzeugen und rollender Ladung.

Die zwei Fähren „MV Likoni“ und „MV Kwale“ werden ihren Einsatzort in der kenianischen

Metropole Mombasa zur Überquerung der Hafeneinfahrt haben.

Darüber hinaus gewährleisten sie den steigenden Transitverkehr mit den Nachbarländern, insbesondere

mit Tansania. Zurzeit sind sechs Fähren der Kenya Ferry Services in Mombasa im Einsatz.

Mehr als 170.000 Passagiere und 3.000 Fahrzeuge können so täglich befördert werden. Die beiden Neubauten mit einer Länge von 75, einer Breite von 16,28 und einem maximalen Tiefgang von 1,90 Metern werden zwei der ältesten eingesetzten Fähren ersetzen.

Die Ladekapazität einer Fähre beträgt 60 Fahrzeuge bzw. 1.550 Passagiere. Das Deck des Schiffskörpers ist zugleich das Fahrbahndeck für die PKW, die über hydraulisch absenkbare Rampen an und von Bord gelangen können.