Sicherheit

Seifert Logistics testet Linde Safety Guard

Pilotprojekt am Automotive-Standort Leipzig: Die Seifert Logistics Group hat in Zusammenarbeit mit Schöler Fördertechnik den Linde Safety Guard getestet.

04. Juli 2019
Seifert Logistics testet Linde Safety Guard
Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen. (© Schöler Fördertechnik)

Zum Schutz von Personen, Gabelstaplern und Lagerausstattung: Vor kurzem hat Schöler Fördertechnik ein sechswöchiges Pilotprojekt bei der Seifert Logistics Group beendet, in dem das Unternehmen das Assistenzsystem Linde Safety Guard getestet hat. Die Seifert Logistics Group ist ein international agierendes Familienunternehmen mit mehr als 575.000 Quadratmetern Lagerfläche, das auf Transport- und Logistikdienstleistungen spezialisiert ist. Im Rahmen des Tests wurden mithilfe von Günsel Fördertechnik und Fahrzeugbau zwei Flurförderzeuge und 50 Mitarbeiter mit der Sicherheitstechnik ausgestattet. Am Standort in Leipzig betreibt die Seifert Logistics Group ein Logistikzentrum für einen Automotive-Kunden. „Das Thema Sicherheit hat bei uns oberste Priorität“, erklärt Marc Styrnal, Geschäftsbereichsleiter Automotive/Operativ.

Mit dem Linde Safety Guard – entwickelt vom durch Linde gekauften Start-up Comnovo – lassen sich laut Hersteller auch unübersichtliche Lagerbereiche mittels Funktechnik überwachen und so das Risiko von Unfällen reduzieren. „Die Lösung bietet Sicherheit bei der Umsetzung von arbeitsrechtlichen Vorschriften und erfüllt alle Anforderungen an den Schutz von Logistikbereichen“, erklärt David Purschke, Leiter Digital Solutions bei Schöler Fördertechnik. Das dreiteilige System besteht aus einem Personenwarngerät (Portable Unit), jeweils einem Sender für Gabelstapler (Truck Unit) und zur Wandmontage an Gefahrenpunkten (Keeper Static) sowie einem Spiegel zur Kreuzungsüberwachung. Die Elemente können einzeln oder in Kombination verwendet werden. Außerdem lässt sich die Truck Unit auch in Lagerfahrzeugen nachrüsten. 

Mittels Ultra-Breitband-Technologie vermessen die Warnsysteme ihre Umgebung und können Hindernisse oder Personen auf bis zu zehn Zentimeter genau lokalisieren. Durch die hohe Frequenz des Funksystems von mindestens vier GHz können Logistikbereiche nach Unternehmensangaben auch durch Rolltore oder Wände hindurch überwacht werden. Zudem gibt es keine toten Winkel. Personen warnen die Portable Unit und die Truck Unit mittels optischer, haptischer und akustischer Signale vor herannahenden Fahrzeugen oder Gefahrenstellen. Darüber hinaus können Anwender unübersichtliche Stellen, wie Tordurchfahrten oder Kreuzungspunkte, mit dem Keeper Static als Gefahrenbereiche markieren und überwachen. Die Geräte warnen bei Bedarf mit High-Power-LEDs, Vibration oder einer dimmbaren Sirene und drosseln die Geschwindigkeit von Fahrzeugen. Wie Schöler Fördertechnik vermeldet, war Seifert Logistics mit dem Pilotprojekt sehr zufrieden und prüft den weiteren Einsatz des Systems.

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