Siemens veräußert Geschäft mit Gepäckabfertigung, Brief- und Paketsortierung

Siemens plant das Geschäft mit Brief-, Paket- und Gepäcksortieranlagen zu veräußern. Das Unternehmen ist zwar einer der führenden Anbieter bei Postautomatisierungs-, Paket- und Gepäckabfertigungssystemen mit einer globalen Präsenz und einer weltweit installierten Basis.

29. November 2012

Allerdings gibt es aufgrund des hohen Mechanikanteils und der Fokussierung auf Systemintegration nur wenige Synergien mit anderen Siemens-Divisionen. „Trotz anhaltend günstiger Marktbedingungen, großer Innovationskraft und guter Ergebnisse der Siemens-Logistikaktivitäten sind wir davon überzeugt, dass eine andere Eigentümerstruktur das Potenzial dieses Geschäfts besser ausschöpfen kann“, sagte Jörg Ernst, CEO der Siemens-Geschäftseinheit Logistics und Airport Solutions. Das Siemens-Logistikgeschäft mit einer mittleren einstelligen Ergebnismarge, einem Umsatz von rund 900 Millionen Euro und rund 3.600 Mitarbeitern agiert an Märkten mit günstigen Bedingungen und einer guten Wachstumsdynamik, insbesondere im Bereich der Paketsortierung und der Gepäckabfertigung. Internationale Leuchtturmprojekte bedienen gezielt spezifische Kundenanforderungen und stellen die große Innovationskraft des Geschäftsbereichs unter Beweis. Siemens sucht zurzeit nach dem bestgeeigneten, neuen Eigentümer, der investieren will und Synergieeffekte für ein nachhaltiges Wachstum schaffen kann. Das Siemens-Geschäft mit Brief-, Paket- und Gepäcksortieranlagen ist in der Geschäftseinheit „Logistics and Airport Solutions“ mit Sitz in Konstanz gebündelt. Es beinhaltet ein umfassendes Portfolio für die Bereiche Brief- und Paketlogistik und deren Automation, Flughafenlogistik mit Gepäckbeförderung, Luftfracht-Handling und IT-Lösungen sowie übergreifende Customer Services, die die Kunden bei der Optimierung im täglichen Betrieb unterstützen.