Datenvernichtung

Smarte Datentonne

Der Logistik-Dienstleister Rhenus und die Telekom kooperieren bei der „smarten Datentonne“. Diese Behälter erkennen ihre Füllstände und koordinieren ihre eigene Leerung.

13. Juni 2019
Smarte Datentonne
Rhenus testet derzeit bereits 1.000 der intelligenten Behälter. Ab Ende 2019 sollen 100.000 Geräte an den Start gehen. (© Deutsche Telekom)

Die intelligente Tonne ist die erste gemeinsame digitale Lösung vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, Rhenus und der Telekom. Entwickelt wurde sie im gemeinsamen Enterprise Lab in Dortmund. Das Maschinen- und Sensorennetz (NarrowBand IoT, kurz NB-IoT) der Telekom überträgt dabei die Messwerte in die Software-Plattform Cloud of Things.

Wirtschaftlichere Planung 

Zum Einsatz kommen die Behälter zunächst bei der Rhenus-Aktenvernichtung. Rhenus muss sensible Daten von Unternehmen und Personen fachgerecht entsorgen. Dabei helfen vernetzte Sensoren an den Behältern. Sie übertragen die aktuellen Fülldaten in die Telekom IoT-Plattform „Cloud of Things“. Wird eine kritische Füllhöhe erreicht, erhält der zuständige Disponent einen Alarm. So kann Rhenus die Abholungen effizienter planen. Das Unternehmen vermeidet unnötige Fahrten und spart Kraftstoff. Gleichzeitig leistet es einen großen Beitrag für die Umwelt.

Sensordaten sorgen für punktgenaue Abholung

„Rhenus kann mit den Sensordaten punktgenau Abholungen und Entsorgungen planen“, sagt Rami Avidan, verantwortlich für das Internet der Dinge Geschäft (Internet of Things, kurz IoT) bei T-Systems. „Unsere IoT-Plattform Cloud of Things stellt dafür die Daten nutzerfreundlich bereit. Prozesse lassen sich so leichter abbilden und steuern. Unternehmen können vorausschauend Kosten reduzieren.“ Rhenus setzt auf das Maschinen- und Sensorennetz NB-IoT der Telekom. Das 5G-kompatible Funknetz gilt als Wegbereiter für das Internet der Dinge. Es überzeugt durch geringe Kosten. Der Sensor sendet fünf bis acht Jahre mit der eingebauten Batterie. NB-IoT durchdringt Gebäude und Keller zuverlässig tief.

Aus dem Logistiklabor für die Praxis

Im Dortmunder Logistiklabor entwickelten Rhenus und das Fraunhofer IML Prototypen für Behälter. Bedingung war eine preiswerte und langlebige Technik, um die Tonnen zu erfassen und zu steuern. Der dort entwickelte Füllstandmesser hält starker Belastung stand. Die Mess-Sensorik liegt in der Metalltonne. Die Übertragung der Daten erfolgt außerhalb. „Die Digitalisierung ist heute fester Bestandteil unserer Logistikprozesse. Nur mit innovativen Lösungen, wie wir sie hier gemeinsam mit unseren Partnern Fraunhofer IML und Telekom entwickelt haben, können wir die Potenziale der Logistik 4.0 nutzen. Der neu entwickelte Füllstandmesser leistet hierbei einen passenden Beitrag, da er die Geschäftsabläufe im Sinne unserer Kunden optimiert“, so Dr. Stephan Peters, Vorstandsmitglied der Rhenus-Gruppe.

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