Künstliche Intelligenz

Sommer der Künstlichen Intelligenz

Die Bundesforschungsministerin Karliczek erhielt am Kompetenzzentrum ML2R Einblicke in die Anwendungen des Maschinellen Lernens.

17. Juli 2019
2019.07.09  Dortmund Bundesbildungsministerin Anja Karliczek besucht ML2R    Foto Schaper
V. l.: Prof. Dr. Stefan Wrobel (Fraunhofer IAIS), Bundesministerin Anja Karliczek, Prof. Dr. Michael ten Hompel (Fraunhofer IML), Prof. Dr. Ursula Gather (TU Dortmund) und Prof. Dr. Katharina Morik (TU Dortmund). (© Oliver Schaper/TU Dortmund)

Das BMBF hat das Jahr 2019 zum »Wissenschaftsjahr Künstliche Intelligenz« erklärt. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek reiste nach Dortmund und besuchte dort das Kompetenzzentrum Maschinelles Lernen Rhein-Ruhr (ML2R), um sich über aktuelle Projekte und die Zukunftspläne des Zentrums zu informieren. Das ML2R ist einer von vier bundesweiten Knotenpunkten für ML-Spitzenforschung, Nachwuchsförderung und Transfer, initiiert und gefördert durch das BMBF.

Begrüßt wurde Anja Karliczek von den beiden Sprechern des ML2R, Prof. Dr. Katharina Morik und Prof. Dr. Stefan Wrobel, die das Kompetenzzentrum vorstellten. »Unser Ziel ist es, die Forschung zum Maschinellen Lernen aus NRW auf ein weltweit führendes Niveau zu bringen und Deutschland damit für die digitale Zukunft optimal aufzustellen«, sagte Prof. Morik, Professorin an der TU Dortmund. Das ML2R verbindet grundlagenorientierte mit anwendungsnaher Forschung und konzentriert sich auf drei Forschungsschwerpunkte: Maschinelles Lernen, das sich am Menschen orientiert, ML mit beschränkten Ressourcen und ML-Technologien, die komplexes Wissen einbinden können.

Wie diese Forschungsschwerpunkte ihren Weg in wirtschafts- und gesellschaftsrelevante Anwendungen finden, zeigten die ML2R-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler anhand von sechs konkreten Projekten. Den Auftakt machte die kleine Roboterdame »Roberta«, die demonstrierte, wie Anwendungen der Künstlichen Intelligenz funktionieren und ganz einfach selbst programmiert werden können. »Mit unserer ‚Roberta-Initiative‘ zeigen wir am Fraunhofer IAIS bereits seit über 15 Jahren, wie einfach es ist, Technik nicht nur zu nutzen, sondern selbst zu gestalten – schon mehr als 450.000 Kinder und Jugendliche haben wir mit ‚Roberta‘ für Technik begeistert und ans Programmieren herangeführt«, betonte Prof. Wrobel, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS in Sankt Augustin und Professor an der Universität Bonn. »Im Kontext des ML2R zeigen wir, wie auch komplexe Themen wie KI und Maschinelles Lernen spielerisch begreifbar werden.«

Wie beim Maschinellen Lernen Energie gespart werden kann, erläuterten die Forscher vom ML2R-Standort Dortmund am Beispiel der Hardware »EQO«. KI-Systeme benötigen oft große Rechenanlagen, um schnell zu lernen – neueste Erkenntnisse ermöglichen sogar das Lernen auf »Quantencomputern«, um Probleme zu lösen, die für klassische Computer »zu schwer« sind.

Auch die Erdwissenschaft profitiert vom Maschinellen Lernen, was gerade in Zeiten des Klimawandels besonders wichtig ist. Daten aus Satelliten können uns helfen, die Vegetation unseres Planeten besser zu verstehen und dem weltweiten Nahrungsmangel entgegenzuwirken.