Als Stärkung seiner Logistiksparte sieht der Siemens-Konzern die beschlossene Eingliederung der Siemens Dematic AG. Die aus dem Zusammenschluß des von Mannesmann Atecs übernommenen Fördertechnik- Weltmarktführers Mannesmann Dematic mit dem damaligen Siemens-Bereich PL hervorgegangene AG verliert damit ihre bisherige rechtliche Eigenständigkeit. Aus Siemens Dematic wird der neue Bereich „Logistics and Assembly Systems“ (L&A). Der Begriff „Dematic“ soll jedoch als Produktname in der Logistikautomatisierung weitergeführt werden.

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Johann Löttner, Vorstandsvorsitzender der Siemens Dematic AG betonte gegenüber der Presse, daß die Logistikautomatisierung ein strategischer Bestandteil des Industriegeschäfts von Siemens sei. Die Verschmelzung erlaube es, „unsere Stärke als Weltmarktführer auf diesem Sektor noch umfassender unseren Kunden“ anzubieten. In „weit größerem Umfang als bisher“ stünden dabei die Möglichkeiten offen, die Siemens auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik anbiete. „Dadurch sind wir in der Lage, die bestehenden Synergien über den gesamten Siemens-Verbund hinweg auszuschöpfen und Innovationen in integrierte Gesamtlösungen einzubinden.“ Auch die weltweite Präsenz des Konzerns könne besser genutzt werden, erklärte der Mitte des vergangenen Jahres berufene Dematic-Chef.

Spekulationen, die Integration stehe im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Situation der Siemens-Tochter, wies Löttner zurück. Dematic hatte im letzten Quartal als einziger Siemens-Bereich noch rote Zahlen geschrieben.