Ein Trend wird bei Speditionen und in der Industrie immer wichtiger: Statt mit kleinen Staplern den Lkw von beiden Seiten zu bestücken, setzt sich zunehmend die einseitige Be- und Entladung durch. Hierfür sind große, leistungsfähige Stapler notwendig. Moderne Drehstromtechnik sorgt dafür, dass es beim Verladen trotzdem abgasfrei zugehen kann.

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Mit den wartungs- und verschleißfreien Motoren ohne Kohlebürsten hat sich eine Vielzahl neuer Möglichkeiten und Vorteile für den Einsatz von Elektrostaplern eröffnet. Neben den Spitzenwerten beim Beschleunigen, Fahren und Heben verlängert sich die Einsatzzeit des Staplers durch einen optimalen Wirkungsgrad sowie eine effektivere Energierückgewinnung. Zudem erfolgt eine präzise Steuerung und ein verschleißfreies generatorisches Abbremsen mit Rückspeisung der Energie in die Batterie schon bei Zurücknahme des Fahrpedals.

Als einer der Drehstrom-Pioniere setzt Jungheinrich bereits seit drei Staplergenerationen auf die AC-Technik. Über 30.000 Drehstromgeräte des Hamburger Herstellers sind bereits im Markt. Mit dem Elektro-Vierrad-Gabelstapler in den Gewichtsklassen 4000, 4500 und 4950 Kilogramm (EFG 540-550) ist die Jungheinrich-Familie der Elektrostapler jetzt komplett und reicht durchgängig von einer bis fünf Tonnen.

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Jungheinrich sieht den neuen EFG 540-550 als „Universalist schlechthin“, der sich sowohl für Innenals auch für Außeneinsätze eignet. Eine geteilte Kabine sorgt für ausreichend Wetterschutz. Die dank Drehstromtechnik mögliche Kapselung der 80-Volt-Motoren gewährleistet den Betrieb zudem auch unter extremen Bedingungen. Staub, Chemikalien oder Feuchtigkeit haben laut Jungheinrich keine Chance. Die 5er-Reihe besitzt ein stabiles 5-Tonnen-Hubgerüst, welches neben einer guten Sicht auch eine hohe Stabilität sowie die volle Tragfähigkeit bis fünf Meter aufweist.

Die „große Klasse“ von Jungheinrich gewährleistet die Be- und Entladung von Lkw „auf einen Streich“. In der Automobil- und Zulieferindustrie sowie bei Speditionen sorgen lange Gabelzinken dafür, dass bis zu sechs Paletten oder Gitterboxen in einem Arbeitsgang geladen werden können. Die Arbeit von bisher zwei Personen kann nun von nur noch einem Fahrer erledigt werden.

Aber auch für andere Branchen sei der EFG 540-550 prädestiniert, so der Hersteller. In der Getränkeindustrie können Mehrfach- Palettenklammern für eine deutlich höhere Effektivität beim Umschlag eingesetzt werden. Die Papierindustrie profitiert vom einfachen Einsatz der Ballenklammern. Auch andere großvolumige und schwere Lasten, gerade in der Holzindustrie oder im Maschinenbau, werden laut Jungheinrich „sicher und schnell“ bewegt.

Kennzeichnend für den „Turbodiesel“ unter den Elektrostaplern sind nicht nur die, wie die Hamburger betonen, „außerordentlichen Fahr- und Hubgeschwindigkeiten“, sondern auch das Beschleunigungs- und Steigvermögen. Trotz der hohen Umschlagleistungen ergeben sich durch den erzielten Wirkungsgrad längere Einsatzzeiten mit einer Batterieladung. Dies alles soll gemeinsam mit einem reduzierten Wartungsaufwand eine hohe Wirtschaftlichkeit gewährleisten. Nur noch alle 1000 Betriebsstunden oder, aus Sicherheitsgründen, jedes halbe Jahr fällt eine Wartung an.

„Bremse treten“ heißt es bei dem neuen Gerät nur noch im Notfall. Lediglich in Extremsituationen kommt die hydraulische Lamellenbremse ins Spiel. Diese arbeitet verschleiß- und wartungsfrei. Sie bietet zudem durch ihre feuchtigkeitsresistente Kapselung bei jeder Wetterlage ein optimales Bremsverhalten. Das hydrostatische Fahrverhalten des Staplers gewährleistet die vollständige und verschleiß-freie Geschwindigkeitsreduzierung durch elektromotorisches Abbremsen. Nimmt der Fahrer, beispielsweise auf der Rampe den Fuß vom Gas, bleibt das Fahrzeug stehen - ohne dass die Bremse betätigt werden muss. Die Feststellbremse fällt, sobald der EFG zum Stillstand kommt, automatisch ein. Ein Mehr an Sicherheit sowie ein leichteres Handling des Elektrostaplers sind die Folge.

Eine zusätzliche Sicherheit bei Kurvenfahrten wird mit „CurveControl“ erreicht. Durch dieses Sicherheitssystem, erprobt in Fahrversuchen während einer Testreihe des „Laboratoriums Maschinenelemente und Förderwesen“ der Universität der Bundeswehr in Hamburg, verringert sich die Gefahr eines Aufschaukelns oder gar Umkippens des Staplers. Je nach Lenkradeinschlag wird die Geschwindigkeit bei einer Kurvenfahrt automatisch reduziert. Die elektromotorische Abbremsung greift unabhängig von dem gewählten Fahrprogramm ein.