Starkes Stück: Kombistapler

Innovationen Mit einem Elektro-Kommissionier-/Dreiseitengerät bringt Jungheinrich einen Kombi- stapler mit intelligenter Steuerung an den Start.

03. April 2007

Bei dem neuen Stapler vom Typ EKX 513-515 handelt es sich um ein Hochregalgerät mit einer Tragkraft bis 1.500 Kilogramm. Der Stapler erreicht Hubhöhen von mehr als 14 m und steht nach Angaben des Herstellers »dank 80-Volt-Drehstromtechnik für Leistungsfähigkeit im High-End-Bereich des Schmalganglagers«. Das laut Jungheinrich »in dieser Form bisher einmalige, intelligente Staplermanagement« des EKX mit TÜV-zertifiziertem Steuerungs- und CAN-Bus-System bietet eine Vielzahl neuer Sicherheitsmerkmale und hält das Fahrzeug offen für künftige Anforderungen in der Lagerlogistik. Auf individuelle Kundenbedürfnisse abstimmbare Leistungsmodule sorgen für die hohe Flexibilität des Geräts.

Abstimmbare Module

Das Modul »Bodentopologie« passt in Verbindung mit der RFID-Bodensteuerung die Geschwindigkeitsprofile den Bodenverhältnissen im Schmalganglager an. Die Fahrzeugsteuerung erfolgt durch spezielle Transponder für die permanente Wegmessung. Diese Technologie ermöglicht ein hohes Sicherheitsniveau. Die Bodentopologie und die da- raus resultierenden Geschwindigkeitsanpassungen können im Speicher des Fahrzeugs hinterlegt werden. Mittels USB-Stick können die Informationen von einem Masterfahrzeug an jedes andere im Schmalgang eingesetzte Fahrzeug weitergegeben werden. Die RFID-Bodensteuerung sorgt zudem für eine noch höhere Flexibilität des Kombistaplers hinsichtlich seiner Schalt- und Sicherheitsfunktionen. Dies betrifft unter anderem die Gang-Endsicherung, die Hub- und Fahrabschaltungen sowie Geschwindigkeitsreduzierungen in Bereichen mit ungünstiger Bodenqualität oder sensibler Ware. Neben der Geschwindigkeitsanpassung durch RFID - der Jungheinrich-Kombistapler kommt im Idealfall auf Geschwindigkeiten bis 12 km/h - gibt es weitere Optionen, mit denen die Leistung des Geräts gesteigert werden kann. So besitzt das Fahrzeug im Modul »Resttragfähigkeit plus« zwei aktive Stabilisatoren. Diese fahren beim Ein- und Ausstapeln automatisch aus, stabilisieren den Stapler und erhöhen somit die Resttragfähigkeit in großen Höhen. Zudem kann der Kunde aus den verschiedenen Modulen beispielsweise eine höhere Hubleistung von bis zu 0,52 m in der Sekunde wählen.

Als Pionier in der Drehstromtechnik hat Jungheinrich diese Technologie in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt. Das hierbei gewonnene Know-how spiegelt sich in der Antriebs- und Steuertechnik wider, die auch im neuen Kombistapler zum Einsatz kommt. Dank 80-Volt-Drehstromtechnik steht der EKX 513-515 für große Umschlagleistung und dynamische Bewegungsabläufe bei gleichzeitig niedrigerem Energieverbrauch.

Hohe Drehmomente

Hohe Drehmomente sorgen für die effektive Beschleunigung des Geräts, einen schnellen Hub sowie für dynamische Nebenbewegungen. Zudem erlauben sie das gleichzeitige Heben und Senken von Haupt- und Zusatzhub. Das kluge Energiemanagement des EKX führt zu deutlich längeren Einsatzzeiten mit nur einer Batterieladung. Im Normalbetrieb erreicht der Jungheinrich-Kombistapler Einsatzzeiten von bis zu zwei Schichten.

Für mehr Sicherheit und Komfort des Staplerfahrers sorgt ein schalterloses Zweihand-Bedienkonzept. Mittelpunkt des Arbeitsplatzes ist das elektrisch verstellbare Bedienpult als zentrale Steuerungs- und Informationseinheit mit einer Vielzahl innovativer Features.

Innovative Features

Das Bedienpult besitzt ein Farbdisplay sowie eine Folientastatur mit Ziffernblock. Über einen Zugangscode kann der Bediener individuell angepasste Fahrerprogramme abrufen. Schalterlose Sensoren registrieren die Berührung durch den Bediener und geben diese Informationen an den Bordrechner weiter.

Bei der Vorstellung des EKX im bayerischen Moosburg legte Jungheinrich-Technikvorstand Dr. Erich Kirschneck ein klares Bekenntnis seines Hauses zum Produktionsstandort Deutschland ab. So hat in Moosburg eine neue Produktionslinie für Hochregalstapler den Betrieb aufgenommen. Zudem hat Jungheinrich seit 2004 rund 40 Mio. Euro in das Werk Norderstedt investiert. In Moosburg waren es annähernd 30 Millionen. Doch damit nicht genug: Wachstumsraten beim Auftragseingang im zweistelligen Bereich veranlassen den Intralogistiker mit Hauptsitz in Hamburg ein weiteres Werk zu bauen. Ab Ende 2008 sollen an einem Standort in Ostdeutschland Niederhubwagen gefertigt werden. Im Zuge dessen entstehen 140 Arbeitsplätze.

Wesentliche Vorteile

Den Personalbestand in Norderstedt erhöht Jungheinrich um weitere 70 Mitarbeiter. Dr. Erich Kirschneck: »Die Arbeitskräfte in Deutschland sind hoch motiviert und sehr gut ausgebildet. Für den Standort Deutschland spricht auch, dass der Weg zu den meisten Kunden nicht weit ist - ein nicht unerheblicher Faktor bei großen und schweren Produkten. Transportkosten werden reduziert und dem Kunden bleiben Wartezeiten durch lange Transportwege erspart.«

Jungheinrich zählt international zu den führenden Unternehmen in den Bereichen Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik.

Erschienen in Ausgabe: 02/2007