Tragfähiges Team

Projekte - Ein Kranbauer in der Schweiz realisiert maßgeschneiderte Anlagen für unterschiedliche Branchen. Dabei verlässt er sich auch auf die innovativen Spezialisten von SWF Krantechnik aus Mannheim.

30. September 2005

Moderne Krananlagen lassen sich nur selten mit Lösungen von der Stange realisieren. Diese Tatsache bestätigten erneut zwei Aufträge für das schweizerische Kranbauunternehmen Gersag. Für das Lackierwerk eines Metallbauunternehmens realisierten die Kranbauer aus Nottwil bei Luzern beispielsweise einen automatischen Spezialkran, der Aluminiumteile durch sieben verschiedene Bäder zur Oberflächenbehandlung sowie durch die Trockentruhe führt. Gesteuert wird die Kranfahrt von einer SPS mit Hilfe eines linearen Absolutmess-Systems. Ein optisches Mess-System misst zudem die Hubposition mit hoher Präzision. Frequenzumrichter ermöglichen eine stufenlose Regelung aller Motoren, um die heiklen Lasten schonend bewegen zu können.

Ein Problem bei einem normalen Industriekran mit Drahtseilen sind die Schwingungen der Last, die üblicherweise durch den Bediener ausgeglichen werden. Bei der automatischen Krananlage lösten die Schweizer diese Aufgabe mit zwei Triplex-Teleskopmasten, die das Lastengehänge führen. Vertikal bewegt wird die Last durch einen Elektroseilzug der Baureihe Nova der Mannheimer Hebezeugspezialisten SWF Krantechnik auf der Oberseite des Krans. Die exakte Bewegung der Teleskopmasten gewährleisten dabei zwei Seilabgänge sowie Umlenkrollen.

Wirtschaftlichkeit war Trumpf

Einen auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmten Spezialkran benötigte auch die Firma Hüsser Holzleimbau aus Bremgarten für den Transport von Holzbauteilen zwischen dem Lager im Erdgeschoss der Produktionshalle und der Schichtholz-Produktion im Obergeschoss in 9,35 Meter Höhe. Die Ausweitung der Produktion stellte das Unternehmen vor die Aufgabe, den Raum im Erdgeschoss und die bestehenden Gebäudestrukturen ohne große Umbauten besser zu nutzen und trotzdem einen wirtschaftlichen Ablauf der Fertigungsprozesse zu ermöglichen. Zudem waren die zwei bestehenden Krane im Obergeschoss chronisch überlastet. Die Kranbauer vom Sempachersee installierten deshalb zum Hochheben der Rohware im Obergeschoss einen dritten Hallenkran. Einen schnellen Transport gewährleistet dabei ein SWF-Elektroseilzug der Baureihe Nova mit einer Hubgeschwindigkeit bis zu 16 Meter pro Minute.

Nach der Produktion gelangt das fertig geleimte Material durch eine Bodenöffnung zurück ins Erdgeschoss, wo es zur nächsten Bearbeitungsstelle transportiert werden soll. Dazu übernehmen zwei Deckenlaufkrane die Halbfabrikate unter der Öffnung in der Decke. Einer der Krane hängt dabei direkt an der Decke, statt wie üblich auf einer Kranbahn auf Schienen zu laufen. Die Aufnahme der Last außerhalb der eigentlichen Kranbahn ermöglicht ein Überhang des Kranes.

Das gesamte Kransystem ermöglicht es jetzt, die Halbfabrikate von der Produktionsebene durch die Bodenöffnung abzusenken und mit dem speziellen Deckenlaufkran im Erdgeschoss wieder aufzunehmen und zur weiteren Bearbeitung abzutransportieren.

Erschienen in Ausgabe: 05/2005