Nach zwei Jahren Planungs- und Bauzeit wurde das Projekt mit einem Investitionsvolumen von über 20 Millionen Euro Ende Januar planmäßig in Betrieb genommen. Die Erweiterung am bestehenden Standort optimiert ab sofort die weltweite Ersatzteillogistik für den international führenden Hersteller von Landmaschinen.

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Für Unitechnik war es das bislang größte in Deutschland realisierte Projekt in der 47-jährigen Firmengeschichte: Das neue automatische Hochregallager von Claas bietet auf ca. 11.700 Quadratmetern Platz für 58.000 Paletten und Gitterboxen. Insgesamt lagern etwa 200.000 verschiedene Ersatzteile für Mähdrescher, Traktoren, Feldhäcksler, Futtererntetechnik, Teleskoplader, Radlader und Ballenpressen in Hamm-Uentrop. Das neungassige Lager in Silobauweise ist 30 Meter hoch und bevorratet u. a. Teile wie Filter, Schrauben und Schläuche. Insgesamt wurden 2.200 Tonnen Stahl sowie mehr als 400.000 Schrauben in der Stahlkonstruktion des Hochregallagers verbaut. Neun Regalbediengeräte sowie 350 Meter Elektrohängebahn und Bodenfördertechnik erwecken das Logistiksystem zum Leben.

„Unsere wachsende Produktpalette und damit auch die steigende Anzahl von Ersatzteilen hatte die Erweiterung notwendig gemacht. Mit dem Ergebnis und der Abwicklung durch die Unitechnik Systems GmbH sind wir sehr zufrieden. Es spricht für die Projektleitung, dass wir den Bau planmäßig abschließen konnten“, erläutert Dietmar Düsing, Leiter Logistik und Mitglied der Geschäftsführung der Claas Service and Parts GmbH.

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Über das zentrale Ersatzteillager wickelt Claas sowohl Aufträge ab, die schnellstmöglich am Mähdrescher auf dem Feld benötigt werden, als auch Nachschublieferungen für Läger von Claas-Vertriebsgesellschaften und Importeuren. Um den hohen Anforderungen der Landwirtschaft gerecht zu werden, wird im Lager sieben Tage in der Woche im Dreischichtbetrieb gearbeitet. Zu den saisonalen Spitzenzeiten gehört unter anderem der Erntebetrieb im Spätsommer und Herbst.

Eine Herausforderung in der Landmaschinenersatzteillogistik ist die hohe Teilevielfalt und Varianz: Viele Maschinen werden in kleinen Stückzahlen auf Kundenwunsch gefertigt. Verbaut sind zunehmend elektronische Komponenten, aber auch große und sperrige Fertigprodukte. Die Erweiterung bietet nicht nur zusätzlichen Lagerraum, sondern ermöglicht auch eine umfassende Restrukturierung der Lagerprozesse. Um dem steigenden Auftragsvolumen auch in Zukunft gerecht zu werden, hat Claas bereits bei der Planung Erweiterungsmöglichkeiten vorgesehen.