Unternehmen investieren in Weiterbildung

Bildungs-Etats werden laut forsa-Umfrage nur selten gekürzt

05. Februar 2009

Für das laufende Jahr 2009 planen Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen keine gravierenden Kürzungen ihrer Weiterbildungsetats. Dies ist das Ergebnis der repräsentativen forsa-Studie unter Arbeitgebern im Auftrag des ILS (Institut für Lernsysteme) und der Europäischen Fernhochschule Hamburg (Euro-FH). Im Gegenteil: In 56 Prozent der Betriebe mit mehr als 150 Mitarbeitern bleibt das Budget für innerbetriebliche Qualifizierungsmaßnahmen unverändert zum Vorjahr, zwölf Prozent planen sogar eine Erhöhung ihres Weiterbildungsetats. Lediglich 10 Prozent der Befragten gaben an, für 2009 Kürzungen im Weiterbildungsetat vorzunehmen. „Die Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter ist die wichtigste Investition in die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens – gerade in Krisenzeiten. Dass mehr als zwei Drittel aller Arbeitgeber zurzeit planen, ihren Weiterbildungsetat genauso hoch anzusetzen wie im Vorjahr oder ihn sogar noch auszubauen, ist ein wichtiges Signal“, betont Ingo Karsten, Geschäftsführer des ILS. „Wir spüren eine Veränderung in Deutschland: Wurde früher in Krisenzeiten schnell an Weiterbildung gespart, ist das Know-how gerade von Fachkräften heute hohes Gut.“ Das ILS, Deutschlands größte Fernschule, erlebt angesichts der Wirtschaftskrise eine gesteigerte Nachfrage nach Fortbildungen per Fernstudium – mit einem Anmeldeplus von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.