Investition

Vahle schließt Modernisierung ab

Paul Vahle hat in Kamen ein modernes Warenflusssysteme in Betrieb genommen. Damit ist die 2,5 Millionen Euro teure Modernisierung des Lagers abgeschlossen.

03. Juli 2019
Vahle schließt Modernisierung ab
Das Regalbediengerät bedient mit einer Fahrgeschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde insgesamt 7.314 Stellplätze. Die Lagerung erfolgt chaotisch, d.h. unabhängig vom jeweiligen Artikel wird dieser am nächsten frei werdenden Lagerplatz eingelagert. (© Vahle)

Der Systemanbieter für mobile Industrieanwendungen versorgt von dort aus die angeschlossene Produktion mit Einzelteilen. Ab sofort erfolgt die Kommissionierung automatisch über Lagertechnik aus dem Hause Jungheinrich. In den kommenden fünf Jahren investiert Vahle weitere rund 20 Millionen Euro in den Standort Kamen.

„Mit dieser Investition schaffen wir die Grundlage, um sämtliche der Produktion vor- und nachgelagerten Prozesse nachhaltig zu optimieren. Gleichzeitig bekennen wir uns zum Standort Kamen“, sagt Achim Dries, Geschäftsführer der Paul Vahle GmbH & Co. KG. Herzstück des neuen Systems ist ein automatisches Kleinteilelager (AKL) mit 7.314 Stellplätzen. Doppel-tief beziehungsweise vierfach-tief-quer gelagert werden dort Behälter in den Formaten 600 x 400 und 300 x 400 Millimeter, die vom Jungheinrich zufolge leistungsfähigsten Regalbediengerät (RBG) seiner Klasse mit einer Fahrgeschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde bedient werden. Errichtet wurden darüber hinaus ein Breitganglager, Kragarmregale für Langgüter und sogenannte Durchlauf-Regale. Durch die Modernisierung hat sich die Logistikfläche auf rund 3.500 Quadratmeter fast verdoppelt.

„Mit der Inbetriebnahme des AKL ist Vahle das weltweit erste Unternehmen, das das von Jungheinrich 2018 vorgestellte Regalbediengerät STC zum Einsatz bringt“, erklärt Jürgen Wagenknecht, verantwortlicher Projektleiter von Jungheinrich. Es verfügt über speziell auf das Fahrverhalten abgestimmte Energiepuffer, „Super Caps“ genannt. Diese speichern die bei Bremsvorgängen freigesetzte Energie und geben sie beim Beschleunigen an das Antriebssystem zurück. Dries: „Dadurch reduzieren wir den Energiebedarf und insbesondere die erforderliche Anschlussleistung des Regalbediengerätes gegenüber herkömmlichen Systemen um bis zu 25 Prozent“.

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