Verkehrsfluss optimieren

Siemens und die Duisburger Hafen AG (Duisport) unterzeichneten im Beisein von NRW-Verkehrsminister Michael Groschek einen Kooperationsvertrag zur strategischen Zusammenarbeit.

13. Mai 2015

Ziel der Kooperation zwischen Siemens und der Duisburger Hafen AG (Duisport) ist die gemeinsame Entwicklung von innovativen Konzepten zur Verkehrsflussoptimierung in multimodalen Verkehrsknotenpunkten. Eine wichtige Basis dafür ist die intelligente Lkw-Zulaufsteuerung „Integrated Truck Guidance“ (ITG) von Siemens, um vorhandene Infrastrukturen effizienter zu nutzen. Ein erstes Ziel ist die intelligente Zulaufsteuerung als Pilotprojekt schrittweise im Duisburger Hafen einzuführen. Dabei wird das System die Lkw-Daten erfassen, diese Informationen anonymisieren, sie mit regionalen Echtzeit-Verkehrsdaten wie etwa Reisezeiten, Verkehrslagen sowie -störungen bündeln und diese an mobile Endgeräte sowie LED-Verkehrsinfo-Schilder spielen. Ankommende Lkw-Fahrer erhalten so bereits alle wichtigen Verkehrsinformationen, um koordiniert und schnell zum nächsten freien Ladeplatz oder Terminal zu gelangen.

In einem weiteren Schritt soll das Duisburger Pilotprojekt zusammen mit den ansässigen Kunden auf andere Verkehrsträger wie Bahn und Binnenschiff ausgeweitet werden. Die Integrated Truck Guidance liefert nach Meinung aller Beteiligter eine sehr gute Grundlage zur Optimierung und Harmonisierung multimodaler Verkehrsträger für den Hub der Zukunft. Zudem wird die Integration von IT-Systemen vorangetrieben, um die frühzeitige Kommunikation zwischen verschiedenen Stakeholdern zu gewährleisten und den Verkehrsfluss generell, sowohl ins Hinterland als auch in Richtung Seehäfen, zu verbessern. „Wo, wenn nicht hier im Duisburger Hafen, wäre eine moderne Steuerung des Verkehrs sinnvoll, um die intermodale Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsträger zu beschleunigen. Wann, wenn nicht jetzt an der Schwelle zum automatisierten Fahren wäre der richtige Zeitpunkt dafür. Wer, wenn nicht die Marktführer in Logistik und Verkehrssteuerung, wären die geeignetsten Akteure für dieses Vorhaben. Glück auf für Ihr Projekt“, sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek.

„Die strategische Kooperation mit Siemens eröffnet uns die Möglichkeit die Effizienz der Verkehrsflüsse an Logistikknotenpunkten zu optimieren. Dadurch werden nicht nur zukünftige Engpässe vorausschauend beseitigt, sondern auch neue Kapazitäten geschaffen. Mit unserem vereinten technischen und logistischen Know-How werden wir so die Effizienz jedes Logistik-Knotenpunkts weltweit nachhaltig steigern können“, betont Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. „Die neue Kooperation zwischen Duisport und Siemens zeigt eindrucksvoll, wie modernste Automatisierung und Digitalisierung zu mehr Effizienz in Mobilität und Logistik beitragen können“, betont Dr. Jochen Eickholt, CEO Division Mobility von Siemens. Bereits seit 2012 arbeiten Siemens und Duisport auf dem Gebiet der Verkehrsfluss-Optimierung zusammen. Der neuen Kooperation vorausgegangen war die gemeinsame Erstellung eines integrierten Logistik- und Infrastrukturkonzepts für den „Sao Paulo–Santos Logistikkorridor“, der die Hafenstadt Santos mit der Hochebene Serra do Mar sowie der Megacity São Paulo verbindet.