Vielfalt beim Verladen

Auch die Lösungen für die Rampe werden immer spezifischer - und damit komplexer

Wie an jeder Schnittstelle muß auch beim Übergang vom Lager zum Lkw mit Anpassungsproblemen gerechnet werden. Diese zu minimieren, ist das Ziel der Hersteller von Verladetechnik. Sie bieten deshalb spezifische Lösungen für unterschiedliche Gegebenheiten an. Die Vielfalt der Systeme erfordert schließlich vor allem eines: eine kompetente Beratung vor der Investition.

25. Juli 2001

Der Systemgedanke streckt sich heute vom Lagerbereich über die Kommissionierung der Ware bis zur Distribution aus. Er rückt deshalb heute mehr denn auch in den Vordergrund aller Aktivitäten an der Laderampe. Für das komplette System der Verladerampe mit ihren vielfältigen Aufgaben steht inzwischen der Begriff & uot;Docking& uot;. Die gesamte Schnittstelle & uot;Lager - Lkw& uot; müsse ökonomischen Gesichtspunkten ausgerichtet werden, betont etwa Marktführer hafa. Dabei seien die Komponenten Überladebrücke, Torabdichtung und Tor nicht als Einzelmodule zu sehen. Als wesentliche Einflußfaktoren für eine Investitionsentscheidung hebt hafa neben Form, Abmessungen und S Menge der Güter die klimatischen Bedingungen hervor. Auch die zeitliche Verteilung der Güter, die ein-esetzten Umschlagmittel sowie die unterschiedlichen abzufertigenden Fahrzeuge müssen natürlich berücksichtigt werden. Aufgrund der komplexen Bedingungen ist hier der Verladespezialist gefragt. Hafa unterhält deshalb ein flächendeckendes Vertriebs- und Servicenetz in Deutschland. So soll überall eine optimale Betreuung des Kunden gewährleistet werden. Verladetechnik sei schließlich weit mehr als nur das Bindeglied zwischen inner- und außerbetrieblichem Transport, meinen die Experten. Gut isoliert Ein Beispiel für eine entsprechende Lösung ist die Iso-Verladestelle von hafa. Bei temperaturgeführten Lagertypen hat sich die konventionelle Bauweise von Verladestellen als energieverschwendende Kälte- und Wärmebrücke erwiesen. Mit dem neuen ISO-Dock von hafa, einer einbaufertigen Kompaktlösung mit unterer Paneelabdichtung, konnte eine wesentliche Senkung der Bau- und Montagekosten gegenüber den bisherigen ISO-Systemen erreicht werden. Ein alternatives Verladesystem, das Load House, wird bereits seit Jahren in den skandinavischen Ländern eingesetzt und könnte nun auch hierzulande regen Absatz finden. Das autarke System, ausgestattet mit einer Überladebrücke und einer Torabdichtung, wird direkt vor dem Gebäude plaziert. Modular aufgebaut läßt es verschiedene Anstellwinkel zu. Da sich die Verladestelle komplett außerhalb des Gebäudes befindet, wird eine thermische Trennung zwischen beiden Einheiten erzielt. Eine interessante Variante auch für Lager, die nachträglich mit Verladetechnik ausgerüstet werden sollen. Im Komplettpaket von hafa ist neben der Überladebrücke und der Torabdichtung auch das isolierte Sektionaltor enthalten. Es zeichnet sich durch besondere Isoliereigenschaften sowie eine hohe Stabilität aus und verhindert Reibungsverluste bei Planung, Montage und Service. Feuergeschützte Sectional-Tore Unter den Industrietoren nimmt die Bauart des Sektional-Tores nicht zuletzt dank der vielfältigen Ausführungsvarianten eine prominente Position ein. Hörmann, Steinhagen, bietet etwa in Ergänzung zu den bekannten Versionen nun auch Feuerschutztore in Sektional- Bauweise an. Dadurch wird ein vollständiger Einsatz dieser Bauart sowohl in Industrie-, Handels- und Gewerbe-Objekten, aber auch in Tiefgaragen ermöglicht. Die neue T30-Brandschutzausführung ist mit Normal-, Vertikal-, höhergeführtem und Niedrigsturz-Beschlag lieferbar. Sie kann universell eingesetzt und auch bei einer Nutzungsänderung von Objekten problemlos nachgerüstet werden. Der neue Tortyp besteht aus 62 Millimeter dicken, jeweils zirka 600 Millimeter hohen doppelwandigen Stahllamellen, deren Brandschutzkern rundum Wartungsarme Turbo-Tore Efaflex, Bruckberg, richtet dagegen besonderes Augenmerk auf die Zuverlässigkeit seiner Schnellauftore, die unter anderem bei DaimlerChrysler, Audi, BMW, Ford oder Opel eingesetzt werden. Auch haben sie sich im praktischen Einsatz als sehr wartungsarm erwiesen, betont der Hersteller. So seien in relativ kurzer Zeit mehr als zirka 200.000 Bewegungen pro Toranlage von den Betreibern registriert worden. Durch die Ausstattung mit klarsichtigen Lamellen ist immer für adäquate Lichtverhältnisse gesorgt. Die Toranlagen haben eine Laufgeschwindigkeit von bis zu drei Metern in der Sekunde und wirken schalldämmend. Erhöhte Fahrzeugauslastung Auch wenn es um weit kleinere Systeme als die Verladestelle mit 40 Rampen geht, gibt es wirtschaftliche und flexible Lösungen. Das Be- und Entladen kann beispielsweise durch die Ausstattung mit einer RRK-Faltrampe von Altec, Singen, beschleunigt und vereinfacht werden. Die am Lkw montierte Aluminium-Rampe wurde für eine Ein-Mann-Bedienung entwickelt. Der Kraftaufwand beim Auf- und Zufalten ist durch den Einsatz von Gasdruckdämpfern sehr gering. Die Fahrfläche ist rutschfest ausgebildet und gelocht, damit Wasser oder Schnee schnell ablaufen können. Während der Fahrt steht die Rampe in senkrechter Position und wird durch entsprechende Verschlußsicherungen gehalten. Integrierte Gummipuffer verhindern Klappergeräusche. Die Rampen werden mit einem kompletten Einbausatz, inklusive Gegenplatten für die Fahrzeugunterseite, geliefert. Mögliche Anwender sind Gebäudereinigungsfirmen, Bäckereien oder Garten- und Landschaftsbauer.

Erschienen in Ausgabe: 06/2001