Volles Programm

Veranstaltungen

Attraktive Aussteller und ein interessantes Begleitprogramm -erwarten auch in diesem Jahr die Besucher der Logimat in Stuttgart. Rund 350 Unternehmen präsentieren eine Vielzahl an Produkten und Dienstleistungen.

22. März 2006

Ein umfangreiches Programm aus Informationen, Produkten und Fachgesprächen verspricht die diesjährige Logimat, internationale Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss, die vom 28. bis 30. März in Stuttgart stattfindet. Einen Rekord kann der Veranstalter schon jetzt melden: Mit mehr als 350 gemeldeten Ausstellern ist die Messe größer als je zuvor. Auf rund 19.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche in acht Messehallen präsentieren die Firmen ihr Angebot einem internationalen Fachpublikum. Der Veranstalter erwartet mehr als 8.000 Fachbesucher. Rekordniveau hat in diesem Jahr auch die Internationalität: Rund 12 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland. Insgesamt sind auf der Fachmesse in Stuttgart Teilnehmer aus 13 Ländern vertreten.

Hohe Lösungskompetenz

Mehr als ein Fünftel der Aussteller präsentieren Produkte und Lösungen aus der Förder- und Lagertechnik sowie Lager- und Betriebseinrichtungen. Neben vielen mittelständischen Unternehmen sind darunter auch international tätige Hersteller von Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) und Flurförderzeugen. So zeigt beispielsweise der amerikanische Hersteller Crown (Halle 8, Stand 104) den neuen Scherenhub-Niederhubkommissionierer GPC 2040 S mit elektronischer Servolenkung. Die deichselgeführten Geräte heben bis zu zwei Paletten auf eine Höhe bis zu 850 Millimeter und erleichtern damit vor allem die Kommissionierung langer und schwerer Güter.

Eine geglückte Kombination aus Hubwagen und Deichselstapler zeigt der schwedische Staplerhersteller Atlet (Halle 12, Stand 302). Das Modell Doppio PSD bewegt zwei Paletten gleichzeitig und arbeitet damit besonders effektiv in engen Bereichen.

Das Haus Jungheinrich (Halle 12, Stand 108) präsentiert sich auf der Logimat als produzierender Logistikdienstleister. Zwar zählt die Herstellung von Flurförderzeugen nach wie vor zu den Kernkompetenzen von Jungheinrich, das Leistungsspektrum des Hamburger Unternehmens reicht jedoch weit darüber hinaus.

Innovative Technik auch am Stand von Linde (Halle 12, Stand 200). Unter anderem wird das Konzept des Schubstaplers erläutert. Die Modellreihe R14X bis R17X ist mit speziellen Antennen, einem großen Bildschirm am Fahrerarbeitsplatz und einer Software zur Datenübertragung ausgerüstet und ermöglicht auf diese Weise die Warenein- und -auslagerung mit Hilfe von RFID-Funketiketten.

Ein Schwerpunkt am Stand von Still (Halle 12, Stand 100) ist das Materialfluss-Management-System (MMS) aus Lagerverwaltungssystem, Staplerleitsystem und den dazugehörigen Endgeräten. So zeigen die Hamburger Intralogistiker z. B. den Elektrostapler RX 20 mit MMS-fähigem Datenterminal, Scanner und Drucker.

Innovative Technik fürs Lager von heute

Zum Programm von Vanderlande (Halle 7, Stand 312) zählen Regalbediengeräte für den Einsatz im Behälterlager nach dem Prinzip »Ware zum Mann«. Als Flaggschiff der Produktfamilie informieren die Ingenieure von Vanderlande über das System HDS, das pro Stunde den Zugriff auf 900 Behälter ermöglicht.

Mehr Wirtschaftlichkeit in der Intralogistik verspricht auch der Transportgerätespezialist MLR (Halle 7, Stand 104/107). Das Unternehmen aus Ludwigsburg hat eine Baureihe von fahrer-losen Fahrzeugen entwickelt, die sich wahlweise wie ein herkömmlicher Gabelhubwagen nutzen lassen. Zum Umschalten auf Automatikbetrieb genügt es, die Deichsel in die obere Stellung zu bringen und die Starttaste zu betätigen.

Kompetenz im Anlagenbau bietet die Langhammer Maschinenbau GmbH aus Eisenberg (Halle 6, Stand Nr. 202). Eine Musteranwendung auf dem Messestand demonstriert, wie sich auch unter beengten Platzverhältnissen innovative Lösungen für unterschiedliche Transportaufgaben realisieren lassen.

Intelligente Produkte für den reibungslosen Materialfluss präsentiert SI Schäfer (Halle 7, Stand 430). Das renommierte, international tätige Unternehmen zeigt unter anderem Mehrwegbehälter, Bereitstellregale, bühnentragende Fachbodenregale, eine Verschieberegalanlage sowie die dazugehörige Fördertechnik. Eine -Weltneuheit ist dabei ein automatisiertes Verschieberegal mit einem lasergesteuerten Regalfahrzeug.

Die Lagersystemsparte von Dambach (Halle 14, Stand 207) zeigt auf der Logimat ihr gesamtes Leistungsspektrum. Einer der Schwerpunkte ist ein neuer Mehrwegestapler speziell für den Einsatz in beengten Platzverhältnissen.

Zum breiten Angebotsspektrum der Stöcklin-Gruppe (Halle 7, Stand 416) zählen unter anderem Planung und Errichtung von schlüsselfertigen Förder- und Lagersystemen im Kleinteile- und Palettenbereich. Auf dem Gebiet der Kleinteilelagerung hat das Unternehmen das bewährte Hochleistungsgerät »Boxer« um ein Lastaufnahmemittel ergänzt, mit dem sich Kartonboxen mit einem Ladegewicht bis 35 kg handhaben lassen.

Ein neues Intralogistikkonzept für kleine bis mittlere Lager- und Umschlagsvolumina zeigt der Stuttgarter Systemanbieter Viastore (Halle 7, Stand 308). Das Baukastensystem aus Regaltechnik, Regalbediengeräten, Fördersystemen und Software ermöglicht die schnelle Konfiguration eines schlüsselfertigen Automatiklagers für den wirtschaftlichen Einstieg in die effiziente Lagerlogistik.

Integrierte Gesamtlösungen für Intralogistik und inner-betrieblichen Materialfluss zeigt Gebhardt Fördertechnik (Halle 7, Stand 304). Dabei unterstreicht das Sinsheimer Unternehmen vor allem seine Kompetenz als Generalunternehmer für Beratung, Planung und Projektmanagement.

Zentrales Exponat von Trapo (Halle 6, Stand 207) ist eine beispielhafte Förderanlage aus Gurt-, Rollen-, Modulband- und Senkrechtförderer, Rollenfördererkurven, Linienverteiler und Palettier-Roboter, welche die Vielfalt des Produktprogramms des Unternehmens vor Augen führen soll.

RFID in Praxis & Theorie

Wie derzeit überall in der Logistik wird natürlich auch auf der Logimat die Radio Frequency Identification diskutiert. Einsatzmöglichkeiten und Praxis der RFID-Techno-logie stehen beispielsweise im Mittelpunkt des Messeauftritts von Ehrhardt + Partner (Halle 14, Stand 111). Die Lagerlogistikspezialisten aus Boppard-Buchholz zeigen dabei erstmals auf einer Messe das Verfahren der Pulk-Erfassung, bei dem in weniger als einer Minute mehrere hundert Transponder ausgelesen und verarbeitet werden. Eine Deutschland-Premiere bietet der Messestand von Printronix (Halle 12, Stand 304). Der US-amerikanische Hersteller von Drucklösungen präsentiert einen neuen Thermodrucker für RFID-Etiketten, der speziell für die weltweiten Spezifizierungen EPC Generation 2 entwickelt wurde.

Im Mittelpunkt des Messeauftritts von Datenerfassungsgerätespezialist Hand Held Products (Halle 11, Stand 107) steht die neue Bilderkennungssoftware Adaptus 5.0, welche die Leistung und den Funktionsumfang der Scanner und mobilen Computer des US-Unternehmens deutlich erweitert.

Neueste Datenfunk-Hardware mit optimierten Leistungsmerkmalen zeigt das Willicher Logistik-Systemhaus Zetes IND (Halle 10, Stand 314). Ein Highlight ist das Datenfunk-Fahrzeugterminal Quadrino mit WLAN-Anschluss und der Möglichkeit zu Pick-by-Voice-Anwendungen via Bluetooth-Headset.

Ein Highlight der Schneider-Kennzeichnung GmbH (Halle 11, Stand 304) sind die Thermotransferdrucker der SX-Serie. Die Drucker sind jetzt mit RFID-Funktionalität ausgestattet und können Reader und Antennen für unterschiedliche Standards im VHF- und UHF-Bereich nutzen.

Software hilft Kosten senken

Mehr als 40 Prozent der Logimat-Aussteller offerieren Software für Lagersysteme und zur Steuerung des Materialflusses. Schwerpunkte des Messeprogramms der Inconso AG aus Bad Nauheim (Halle 11, Stand 209) sind Lagerverwaltungssysteme und Lösungen zum Supply Chain Management sowie die Beratung bei der Einführung einer SAP-basierten oder einer eigenständigen Logistiklösung.

Transportdisposition, Be-stands-optimierung und Absatzplanung sind die Schwerpunkte des Aachener Systemhauses Inform (Halle 11, Stand 305). Eine Besonderheit der Lösungen des Unternehmens sind mathematische Optimierungsalgorithmen, die Planungs- und Dispositionsentscheidungen in Echtzeit ermöglichen.

Die Siemens-Tochter Dematic (Halle 14, Stand 110) zeigt unter anderem das Modul Quick Tag Line, mit dem sich RFID-Tags nicht nur auf Paletten, sondern auch auf einzelne Kartons kostenoptimiert aufbringen lassen.

Das Pforzheimer Softwarehaus Logcontrol (Halle 6, Stand 210) präsentiert unter anderem eine Lösung zur Analyse der Abgangsstrukturen für die Optimierung des Lagerbestands anhand der beobachteten Verkäufe.

Konzepte zur Modernisierung von Automatiklagern präsentiert das Ulmer Logistikberatungsunternehmen IWL (Halle 10, Stand 302). Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem eine umfangreiche Studie über das internationale Angebot an Lagerverwaltungssystemen.

Eine Reihe von Softwarelösungen zur Optimierung der Logistikkosten präsentiert Logiplan (Halle 10, Stand 318). Die Hamburger zeigen unter anderem ein komplexes Dispositionstool zur Planung und Steuerung von Transporten.

Eine universell einsetzbare Lagerlogistik-Software zeigt Lunzer + Partner. Das Softwarehaus aus Alzenau in Unterfranken hat sämtliche Einzelmodule seiner Produktreihe Logstar jetzt komplett in Java programmiert, so dass sich die Lösung unabhängig von der verwendeten Hardware und Datenbank in bestehende ERP- und Warenwirtschaftssysteme integrieren lässt.

Logimat 2006

Daten und Fakten

Datum: 28.?30. März 2006

Veranstaltungsort: Messegelände auf dem Stuttgarter Killesberg

Öffnungszeiten: 9?17 Uhr

Ausstellungsfläche: 19.500 Quadratmeter

Aussteller: ca. 350

Preise: Tageskarte inkl. Katalog und Teilnahme an Fachforen und Sonder-Events: 28 Euro

Dauerkarte: 35 Euro.

Schüler und Studenten: 14 bzw. 17,50 Euro.

Messekatalog im Einzelverkauf: 10 Euro

Veranstalter: Euroexpo, München

Das Rahmenprogramm

Alles über die aktuellen Trends

Zusätzliche Attraktivität gewinnt die Logimat durch ihre vielen Fachforen und Sonderschauen. Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft informieren über Trends in der innerbetrieblichen Logistik. Das Themenspektrum reicht von Beispielen für effiziente Produktions-, Kunden- oder Beschaffungslogistik über den Einsatz von RFID in der Automobilindustrie und die Chancen von E-Commerce bis hin zu innovativen Lösungen bei Mehrweg-Transportverpackungen. Auch die Modernisierung von Intralogistiksystemen wird in Stuttgart diskutiert.

Erschienen in Ausgabe: 02/2006