Vom Feld frisch auf den Tisch: Zwischen 120 und 360 Minuten vergehen zwischen der Ernte auf dem Feld und der Verpackung der schockgefrosteten Ware im Rekener Iglo-Werk. Was als »Blatt-Spinat«, »Rahm-Spinat«, »Junger Spinat«, »Blatt-Spinat mit Feta« oder in fünf weiteren Sorten in den Tiefkühltruhen der Supermärkte liegt, stammt zu 90 Prozent aus dem nordrhein-westfälischen Reken. Hier wird der Spinat angebaut und unmittelbar nach der Ernte verarbeitet. Damit Iglo genau die Ware erhält, die den Vorgaben entspricht, hat der Lebensmittelhersteller mit 110 Landwirten besondere Anbauverträge geschlossen. Da das Iglo-Werk, wo der Spinat verarbeitet wird, unmittelbar in Reken liegt, dauert der Weg für das Gemüse vom Feld bis zum Werk oft gerade einmal 15 Minuten.

Der Kunde schaut zu

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Die Ernte erfolgt mit besonderen Spinatmähern, die über eine geschlossene Fahrerkabine mit Klimaanlage und einem Noax-Industrie-PC verfügen. Den Computer benötigt der Lebensmittelverarbeiter, um die Erntedaten bereits auf dem Feld zu erfassen und über Funk an das Werk zu übertragen. Auf diese Weise ist Iglo nicht nur in der Lage nachzuweisen, dass wirklich nur eine kurze Zeit zwischen Ernte und Verpackung vergangen ist, sondern kann auch weitere wichtige Angaben erfassen. Dazu gehören die Feldnummer (jedes Feld lässt sich auf diese Weise genau identifizieren), die Anfangszeit der Ernte, die Abschlusszeit der Ernte oder die erwartete Erntemenge. Diese Informationen nutzt nicht nur Iglo, sie werden zum Teil auch dem Kunden im Supermarkt bereitgestellt.

Auf den Verkaufsverpackungen ist ein Code aufgedruckt: Sobald der Kunde diesen Code im Internet eingibt, kann er genau sehen, woher das Gemüse aus dieser Packung stammt.

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Das Erntefahrzeug gehört ebenfalls zum Nachhaltigkeitskonzept. Die Maschine ist so konstruiert, dass sie den Boden so wenig wie möglich verdichtet. Sobald der »Spinatbunker« im Erntefahrzeug gefüllt ist, wird er in einen Transportcontainer umgefüllt. Jeder Container ist mit einem Transponder versehen, auf den die Daten vom IPC übertragen werden. Auf diese Weise ist die Rückverfolgung sichergestellt. Sobald die Spinatblätter im Werk angekommen sind, wird von jedem Container eine Probe gezogen und diese im Labor untersucht.

IT statt Papier: Keine Fehler beim Übertrag

Durch die genaue Datenerfassung auf dem Feld können diese Ergebnisse jeder einzelnen Anbaufläche zugeordnet werden. Die Software für diese Aufgaben wurde von Iglo selbst entwickelt und ist somit auf die Bedürfnisse in der Ernte zugeschnitten. Bevor Iglo die Erntedatenerfassung per Computer einführte, musste der Erntemaschinenfahrer diese Angaben händisch auf einem Blatt Papier festhalten. Im Werk wurden die Angaben in den PC eingegeben. Dass es dabei auch zu Fehlern kam, versteht sich fast von selbst.

Voller Einsatz rund um die Uhr in der Erntesaison

Ein Mitarbeiter der IT-Abteilung recherchierte damals, was der Markt an leistungsfähigen Industrie-PCs für den Einsatz in landwirtschaftlichen Fahrzeugen zu bieten hatte; die Noax-Fahrzeugterminals liefen dann ein Jahr lang parallel zu den Vorgängergeräten. Dabei wollten die Verantwortlichen vor allem erfahren, wie sich die Industrie-PCs während der Erntesaison, also in der Zeit von April bis November, verhalten würden. In dieser Zeit sind die Erntemaschinen 24 Stunden am Tag von Montag bis Samstag im Betrieb.

Die Hardware im Detail

− Industrie-PC Compact C12

− Noax All-in-one-Motherboard

− Eingabe: robuster Touchscreen

− Helles, kontrastreiches TFT-Display

− Schutznorm IP65

− komplett geschlossen

− ohne Außenlüfter

− Mobilfunk-Set mit GPS

Die Fahrer gaben als erstes positives Feedback zu den neuen IPCs: »Kein Vergleich zu vorher!« Trotz des einsatzintensiven 24/6-Betriebs gab es keine Probleme. Seit 2013 sind die Industrie-PCs von Noax auf den Erntefahrzeugen montiert und haben nach Angaben des Herstellers in den Erntesaisons für den Iglo-Spinat bisher keine nennenswerten Probleme bereitet.