Die Logimat in Stuttgart Mitte März ist mit zahlreichen Bestmarken zu Ende gegangen. Mit 55.300 Fachbesuchern an den drei Messetagen besuchten rund zehn Prozent mehr Intralogistiker die Messe als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2015 fällt die Steigerung noch deutlicher aus: 35.105 Besucher kamen vor drei Jahren nach Stuttgart, heute sind es mehr als fünfzig Prozent mehr. In diesem Jahr zeigten 1.564 Aussteller (ein Plus von 13 Prozent) ihre Produkte und Dienstleistungen auf der Logimat.

Mit konkreten Vorhaben im Gepäck

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Zu den wichtigsten Trends und Themen, die Besucher und Aussteller umtrieben, gehörten auch in diesem Jahr die Digitalisierung, die Verzahnung von Industrie und Logistik und der Einsatz neuer Technologien. In zahlreichen begleitenden Foren diskutierten Experten aus Wissenschaft und Praxis, wie die Branche mit diesen Herausforderungen umgehen soll. Doch auf der Logimat werden auch Geschäfte gemacht: Fast alle Unternehmen zeigten sich im Gespräch mit »logistik journal« nicht nur mit der Quantität der Besucher zufrieden, sondern auch mit der Qualität. An den Messeständen herrschte viel Betrieb, viele Kunden traten dabei mit konkreten Anfragen an die Aussteller heran.

Das belegen auch Zahlen, die das Marktforschungsinstitut Wissler & Partner im Umfeld der Logimat erhoben hat: Demnach hatten 41,1 Prozent der Besucher konkrete Investitionsvorhaben im Gepäck. Mehr als fünf Prozent der Fachbesucher erteilten auf der Messe einen Zuschlag, 17,4 Prozent wollten ihre Aufträge unmittelbar nach der Messe vergeben. Peter Kazander, Geschäftsführer des Veranstalters Euroexpo, sagt: »Die Logimat ist eine hochspezialisierte Informationsplattform und Arbeitsmesse. Hier werden Geschäfte angebahnt und abgeschlossen.« Das unterstreicht Jan Sünneker, Geschäftsleitung Vertrieb bei Georg Utz: »Der erste Tag war schon gut, aber der zweite Messetag lässt sich nur noch mit ›sehr gut‹ bezeichnen. Viele Neukundenkontakte und konkrete Anfragen für Optimierungsprojekte mit Einbindung von RFID, die durchweg sehr individuelle, kundenspezifische Lösungen erfordern.«

Ruchty statt Kazander

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Jeder fünfte Besucher kam aus dem Ausland – elf Prozent aus Asien und Amerika. »Wir konstatieren ein hohes Maß ausländischer Besucher und entsprechende Anfragen aus dem Ausland«, bestätigt auch Claudia Signorelli, Leitung Marketing bei Toyota Material Handling Deutschland. Übrigens: Nächstes Jahr findet die Logimat schon vom 19. bis 21. Februar statt. Peter Kazander wird dann nur noch in der zweiten Reihe tätig sein. Als neues Gesicht der Intralogistikmesse übernimmt Michael Ruchty die Projektleitung.