Wachstum auf dem Schirm

Expansion Mit der Übernahme von Åkerströms Trux baut LXE seine weltweite Marktführerschaft im Stapler-PC-Segment weiter aus. Vor allem aber rüstet das Unternehmen sich für eine Expansion in Europa.

19. Mai 2008

LXE liefert, was der Markt nachfragt. Das ist Unternehmensphilosophie. Weil besonders in Europa der Bedarf an robusten Fahrzeugcomputern mit Windows- XP-Betriebssystem wächst, war eine entsprechende Ausweitung des Portfolios beschlossene Sache. Einzige offene Frage: Wie lässt sich dies möglichst zeitnah bewerkstelligen? »Ein möglicher Ansatz ist, solche Systeme einfach auf regulärer PC-Hardware aufzubauen und mehr oder weniger robust zu machen. Das ist allerdings nicht unser Verständnis von einem echten Stapler-PC, der alle Anforderungen der Logistik erfüllt«, betont Diplom-Ingenieur Wolfgang Walter, Country Manager von LXE Deutschland. Da eine Eigenentwicklung – vom Konzept über den Prototyp bis hin zum fertigen Seriengerät – gute 24 Monate benötigt, hat sich LXE für eine Variante entschieden, die nicht nur neue Technologien liefert, sondern starkes Firmenwachstum gleich dazu: Seit Februar 2008 hält das Unternehmen die Mehrheit am schwedischen Fahrzeugcomputerhersteller Åkerströms Trux. Die Übernahme eines Wettbewerbers, übrigens eine Premiere in der LXE-Firmengeschichte, ist weit mehr als der Zukauf von etablierten Stapler-PC-Systemen – sie läutet einen sorgfältig abgesteckten Expansionskurs ein, mit dem sich LXE vor allem Anteile am stark wachsenden europäischen Markt sichern will.

Schlüssiges Konzept

»Wir haben keinen Wettbewerber übernommen, um die Zahl der Konkurrenten schrumpfen zu lassen. Wir wachsen, indem wir mit Åkerströms zusammenwachsen – zu einem der wichtigsten Anbieter in Europa«, sagt Country Manager Walter. Wachsen ist dabei übrigens nicht als langwieriger Prozess zu verstehen – ganz im Gegenteil. Bereits 14 Tage nach der Übernahme war Åkerströms Trux vollständig in LXE Scandinavia aufgegangen, waren die Fahrzeugcomputer Trux 700 und Trux 800 im Sortiment von LXE gelistet und weltweit verfügbar. Auch das ein Teil des Konzepts: »Wir vereinen die hochqualitativen Technologien, den ausgezeichneten Service und das umfassende Know-how der Schweden mit der globalen Präsenz und Größe unseres Unternehmens, das an mehr als 100 Standorten weltweit vertreten ist und mehr als 7.000 Kunden betreut«, betont Wolfgang Walter.

Dass sich Åkerströms Trux ohne Nahtstellen an LXE Scandinavia und letztlich den Gesamtkonzern anfügen kann, ist möglich, weil beide Unternehmen gleich hohe Qualitätsansprüche haben. Zum einen an die Robustheit der Geräte, die Hitze und Kälte, Regen und Schnee, Schmutz und Staub trotzen müssen. Zum anderen an die Leistungsfähigkeit von Kundendienst und Reparaturservice: »Der Kunde in China bekommt bei uns die gleiche Servicequalität wie der Kunde in Deutschland. Wir führen Reparaturen in vorgegebener Zeit aus und stellen Ersatzgeräte innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung – unabhängig vom Firmenstandort«, erläutert Walter. Das ist nur möglich, wenn Servicekräfte und Entwicklungsingenieure Hand in Hand arbeiten; sie müssen sich direkt über Fehlerursachen austauschen und die Produkte vom ersten Entwurf an kennen. »Genau aus diesem Grund«, so Country Manager Walter, »setzen wir nicht auf günstiges Lohn-Engineering, sondern entwickeln mit eigenen Kräften bei uns im Haus.«

Kunden bekommen nun noch mehr

Für die Kunden von Åkerströms, zu denen auch multinationale Automobilkonzerne gehören, ist die Übernahme ihres bisherigen Systempartners durch LXE kein Einschnitt. Wolfgang Walter: »Die Kunden können weiter ihre Stapler-PCs Trux 700 und Trux 800 bestellen und alle ergänzenden Dienstleistungen in Anspruch nehmen, bekommen jetzt aber auch andere Hardware wie Hand-Computer und Funkantennen geliefert, was gerade im Hinblick auf Supportverträge und Pflegbarkeit der Systeme für mehr Effizienz und Einsparungen sorgt.« Weil Åkerströms Trux ausschließlich Fahrzeugcomputer im Portfolio hatte, waren die Kunden bislang auch auf Lösungen anderer Hersteller angewiesen. Mit LXE können sie nun auf die Dienste eines Full-System-Suppliers zurückgreifen. Weil beide Firmen auf offene Standards setzen, sind keine technologischen Änderungen nötig, damit Åkerströms-Trux-Computer mit LXE-Stapler-PCs zusammenwirken. Künftig wird lediglich die Funkkarte beim 10”-XP-Rechner Trux 700 und beim 12”-XP-Rechner Trux 800 getauscht, um den Support zu erleichtern. Alle Merkmale aber, welche die fahrzeugbasierten Terminals aus Schweden so stark gemacht haben, bleiben erhalten: die hochwertige Konstruktion, die starke Hardware, die offene Architektur und das ergonomische Produktdesign – alles Kennzeichen auch für die anderen LXE-Computer im Staplercockpit, wie Wolfgang Walter unterstreicht: „Maximale Leistung bei maximaler Robustheit, auch das ist Teil unserer Firmenphilosophie.« www.lxe.com

Erschienen in Ausgabe: 03/2008