„Die Anschaffung eines Staplers fängt mit der sauberen Analyse der Anforderungen an.“ Bruno Haller, Mitglied der Geschäftsleitung von Stöcklin Logistik, weiß, wovon er spricht. Der Schweizer Staplerhersteller ist bekannt für seine präzise Sortimentsabstimmung, die durch enge Zusammenarbeit mit den Kunden entstanden ist und ständig optimiert wird. Alleine das Standardsortiment, das auf die Lagerbewirtschaftung ausgerichtet ist, zählt über 35 Typen, und jedes einzelne Gerät hat seine individuellen, auf den Einsatz abgestimmten Stärken. Selbstverständlich läßt der modulare Aufbau der Geräte auch Kombinationen und Spezialanfertigungen zu. Zudem profitiert der Kunde von kurzen Lieferzeiten.

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Ziel: langfristiger Nutzen

„Vor der Anschaffung sollte der Käufer ganz genau wissen, was seine Investition genau leisten muß. Nur so wird sich der Kauf auch langfristig lohnen,“ betont Bruno Haller. Um die Bedürfnisse des Kunden möglichst genau definieren zu können, hat Stöcklin einen umfangreichen Katalog von Fragen zusammengestellt. Sie beziehen sich jeweils auf bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel auf „Die Umgebung“: Ex-Schutz notwendig? Extreme Kälte oder Wärme? Hygienische Vorschriften?

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Oder die Fragen nehmen Bezug auf „Die Bodenbeschaffenheit“: Einsatz im Außenbereich auf Teer? Oder innen auf glattem Boden? Nur ebene Strecken oder auch Steigungen? Einsatz auf Rampe? Mitnahme im Lkw? Unebenheiten? Initialhub nötig?

Ein anderer Bereich des Fragenkatalogs betrifft „Das Lager“: Höhe der Regale? Breite der Lagergassen? Zudem geht Stöcklin ein auf „Die Distanzen“ (durchschnittliche Distanzen zwischen Güteraufnahme und -abgabe?), auf „Die Einsatzdauer“ (durchschnittliche Einsatzdauer? Zeit zum Aufladen der Batterien? Schichtbetrieb?) und auf „Die Güter“ (Gewicht und Lastschwerpunkt der Güter? Abmessungen der Paletten respektive der Güter? Empfindlichkeit hinsichtlich Hygiene oder Erschütterung?).

Es lebe der Unterschied

Beim Vergleich der zwei auf den ersten Blick ähnlichen Stöcklin-Baugruppen ED und EH wird schnell ersichtlich, wie unterschiedlich sie sind, und für welche speziellen Anwendungen sie sich eignen. Der EDS respektive EDI (mit Initialhub) ist ein preisgünstiges Gerät für den Lagerbetrieb mit kurzen Distanzen. Er eignet sich für den ganztägigen, einschichtigen

Einsatz mit maximalen Hubhöhen bis 4436 mm. Das geringe Eigengewicht ist beim Einsatz über mehrere Stockwerke von Vorteil, da andere Geräte vielfach die Tragkraft der Aufzüge überschreiten. Die seitlich angeordnete Deichsel kann bei hoher Fracht zu einer besseren Übersicht verhelfen, vorwiegend trägt sie jedoch zum günstigen Preis des Gerätes bei.

Der EHS respektive EHI (mit Initialhub) ist ein besonders robustes und leistungsfähiges Gerät für den Einsatz im ein- bis mehrschichtigen Betrieb. Die Batterie verfügt über eine hohe Kapazität und kann über den seitlichen Batterieauszug zwischen den Schichten gewechselt werden. Mit der optionalen Mitfahrplattform eignet sich der EH auch für mittellange Strecken. Die mittig angeordnete Deichsel bringt Vorteile bei der Blocklagerung und bei der Beladung von Lkw. Die optionale elektrische Lenkung wirkt sich in Verbindung mit der Mitfahrplattform und bei der Bedienung durch weniger kräftiges Personal positiv aus. Der EH verfügt über eine maximale Hubhöhe von 5236 mm und kann auch in der Variante Ex-Schutz-Zone I und II nach Atex-Norm geliefert werden.

Drehstrom AC-Antrieb

Wie alle Stöcklin-Stapler verfügen beide Geräte über einen Drehstrom AC-Antrieb, wobei der EH mit 2.2 kW besonders kraftvoll dimensioniert ist und über eine fein dosierbare Proportional-Hubhydraulik verfügt. Die Abmessungen sind auf Minimalwerte getrimmt. Der Initialhub bringt Vorteile bei Unebenheiten und bei der Doppelstockbeladung von Lkw. Der EHI ist zudem mit einem Geländeausgleich ausgerüstet, der auch bei unebenen Böden die Last parallel zum Boden behält. Beide Geräte sind auch in Spezialausführungen (zum Beispiel für den Kühl- oder Tiefkühleinsatz) lieferbar.

Aber nicht nur die Bedürnisse des späteren Nutzers sind bei der Auswahl des Arbeitsgeräts von erheblicher Bedeutung. Auch das Serviceangebot und die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten sollten verglichen werden. Bei Letzteren sind unter anderem Fragen der Liquidität und der steuerlichen Auswirkungen zu beachten.