Ein Onlineshop lebt zu einem großen Teil von dem, was hinter den Kulissen passiert. Sobald Bestellungen eingehen, muss der Bestand stimmen, müssen Aufträge schnell bearbeitet werden und Pakete pünktlich beim Kunden ankommen. Je stärker ein Shop wächst, desto wichtiger werden diese Prozesse. Die Logistik hinter dem Onlineshop sollte deshalb gut organisiert sein, denn sonst drohen falsche Bestände, verzögerte Sendungen, unzufriedene Kunden oder ein Retourenprozess, der unnötig viel Zeit kostet.
Die Bestandsverwaltung bildet die Grundlage
Ein aktueller Bestand ist entscheidend für den Überblick im Onlineshop. Kunden müssen sich darauf verlassen können, dass ein Produkt, das als verfügbar angezeigt wird, auch wirklich geliefert werden kann. Zu einer guten Bestandsverwaltung gehört unter anderem zu wissen, welche Produkte sich schnell verkaufen, welche Artikel langsam drehen und wann neue Ware bestellt werden muss. Bei Saisonartikeln oder Kampagnen kann die Nachfrage plötzlich steigen. Ohne gute Planung besteht dann das Risiko, dass beliebte Produkte zu schnell ausverkauft sind oder dass zu viel Ware übrig bleibt. Ein Warenwirtschaftssystem, das an den Shop angebunden ist, hilft dabei, das besser im Blick zu behalten.
Bestellungen kommissionieren und versenden
Nach einer Bestellung beginnt die praktische Arbeit. Das richtige Produkt muss gefunden, kontrolliert, verpackt und mit dem passenden Versandlabel versehen werden. Bei einer kleinen Zahl von Bestellungen lässt sich das noch gut manuell organisieren. Sobald das Volumen steigt, wird die Einrichtung des Lagers wichtiger. Die Lage der Produkte, die Laufwege und die Art der Kommissionierung wirken sich dann direkt auf die Geschwindigkeit aus. Auch die Zusammenarbeit mit Versanddienstleistern spielt eine Rolle. Verschiedene Dienstleister arbeiten mit unterschiedlichen Tarifen, Cut-off-Zeiten und Zustelloptionen. Beim internationalen Verkauf kommen weitere Punkte hinzu, etwa Zoll, Einfuhrbestimmungen und längere Durchlaufzeiten.
Logistik an einen Fulfillment-Partner auslagern
Nicht jeder Onlineshop möchte ein eigenes Lager betreiben. Bei Wachstum kann es attraktiv sein, Lagerung und Auftragsabwicklung auszulagern. Ein Anbieter wie Salesupply Fulfillment kann Aufgaben wie Lagerung, Kommissionierung, Versand und Retourenbearbeitung übernehmen. Das kann vor allem dann interessant sein, wenn das Bestellvolumen steigt oder wenn Sie in mehreren Ländern aktiv werden möchten. Der Vorteil liegt vor allem in der Skalierung und in bestehenden Prozessen. Ein Fulfillment-Partner verfügt in der Regel bereits über Lagerfläche, Systeme und operative Mitarbeiter. Außerdem bringt er das Wissen und die Erfahrung mit, die diesen Prozess deutlich effizienter machen können.
Retouren kosten ebenfalls Zeit und Platz
Retourenlogistik ist ein fester Bestandteil des E-Commerce. Zurückgesendete Produkte müssen angenommen, geprüft und erneut bearbeitet werden. Manche Artikel können direkt zurück in den Bestand. Andere Produkte müssen neu verpackt werden oder lassen sich nicht mehr als neu verkaufen. Deshalb ist ein klarer Retourenprozess wichtig. Je schneller eine Retoure beurteilt wird, desto schneller steht fest, was damit geschehen kann. Auch für den Kunden ist es angenehm, wenn der Status einer Retoure nachvollziehbar bleibt.
Daten helfen dabei, Prozesse zu verbessern
Viele logistische Probleme werden erst sichtbar, wenn man Zahlen miteinander vergleicht. Denken Sie an Retourenquoten pro Produkt, durchschnittliche Bearbeitungszeiten, Lagerumschlag oder Unterschiede zwischen Versanddienstleistern. Solche Daten zeigen, wo Verzögerungen oder unnötige Kosten entstehen. Ein Produkt, das auffällig oft zurückgeschickt wird, kann zum Beispiel auf unklare Produktinformationen hinweisen. Dauerhafte Verzögerungen bei einem bestimmten Dienstleister können ein Grund sein, die Versandstrategie noch einmal zu überdenken. Mit Hilfe von Daten erhalten Sie also mehr Einblick in mögliche Schwachstellen Ihrer Logistik und damit konkrete Ansatzpunkte, um Ihren Onlineshop besser zu organisieren.
