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Autor: Logistik Journal Redaktion
Wenn eine Sendung aus einem Nicht-EU-Land an Ihrer Haustür oder Laderampe ankommt, hat sie oft schon eine bürokratische Reise hinter sich. Damit ein Logistikdienstleister wie DHL, FedEx oder UPS die Ware überhaupt durch den Zoll bekommt, benötigt er in vielen Fällen Ihre ausdrückliche Erlaubnis. Ohne eine korrekt ausgefüllte Zollvollmacht bleiben Pakete liegen, Lagerkosten steigen und im schlimmsten Fall droht die Rücksendung an den Absender. Das Wichtigste in Kürze Die Zollvollmacht überträgt die rechtliche Befugnis zur Anmeldung von Waren an einen Spediteur oder Kurierdienst. Unternehmen benötigen zwingend eine EORI-Nummer, während Privatpersonen meist nur ihre Anschrift und Unterschrift leisten müssen. Präzise Warenbeschreibungen…
Der Begriff „Letzte Meile“ bezeichnet den teuersten, ineffizientesten und zugleich wichtigsten Abschnitt der gesamten Logistikkette: den Transport der Ware vom letzten Verteilzentrum bis zur Haustür der Kundschaft. Während der Fernverkehr auf Autobahnen oder Schienen hochgradig optimiert ist, zersplittert der Lieferstrom in den Städten in tausende einzelne Stopps, die durch verstopfte Straßen, Parkplatzmangel und erfolglose Zustellversuche behindert werden. Die Kosten für diesen letzten Schritt machen laut Branchenanalysen bis zu 50 Prozent der gesamten Transportkosten pro Paket aus, was Händler und Logistiker unter enormen Innovationsdruck setzt. Das Wichtigste in Kürze Kostentreiber: Die Zersplitterung der Lieferungen und erfolglose Zustellversuche treiben die Preise auf…
Die Kommissionierung gilt oft als der teuerste und fehleranfälligste Prozess in der Lagerlogistik, da hier der menschliche Faktor und hohe Geschwindigkeitsanforderungen direkt aufeinandertreffen. Wer heute noch rein papierbasiert arbeitet, verschenkt oft Potenzial bei der Liefergeschwindigkeit und riskiert Retouren durch falsche Artikel. Die Wahl der richtigen Methode ist jedoch keine Frage von „modern gegen altmodisch“, sondern eine strategische Entscheidung, die exakt zu Ihrer Artikelstruktur, der Auftragsgröße und dem verfügbaren Budget passen muss. Das Wichtigste in Kürze Die Grundstrategie unterscheidet zwischen „Mann zur Ware“ (geringe Investition, flexibel) und „Ware zum Mann“ (hohe Effizienz, statisch). Digitale Hilfsmittel wie Scanner, Lichtsignale oder Sprachsteuerung senken…
Wer empfindliche Güter von A nach B transportiert, bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Wirtschaftlichkeit und strenger Compliance. Eine unterbrochene Kühlkette führt nicht nur zu Warenverlusten, sondern schnell zu haftungsrechtlichen Konsequenzen und einem Image-Schaden, der schwer zu reparieren ist. Die Vorschriften für temperaturgeführte Transporte sind komplex, da sie je nach Frachtgut – von Tiefkühlpizza bis hin zu lebenswichtigen Impfstoffen – völlig unterschiedlichen Regelwerken folgen. Das Wichtigste in Kürze Unterscheidung nach Frachtgut: Lebensmittel unterliegen dem ATP-Abkommen und HACCP-Konzepten, während für Pharmazeutika die strengeren GDP-Leitlinien (Good Distribution Practice) gelten. Dokumentationspflicht: Eine lückenlose Temperaturaufzeichnung gemäß Norm DIN EN 12830 ist zwingend erforderlich,…
In vielen Lagerhallen und an Kassenbändern bestimmt noch immer das rhythmische Piepen des Barcode-Scanners den Takt. Jedes Produkt muss einzeln gegriffen, ausgerichtet und optisch erfasst werden. Sobald Prozesse jedoch schneller werden müssen oder die Sichtverbindung fehlt, wird der günstige Strichcode zum Flaschenhals. Hier übernimmt die Radio-Frequency Identification (RFID), die Gegenstände nicht per Lichtstrahl, sondern über Funkwellen identifiziert. Der Wechsel ist allerdings kein bloßes technisches Update, sondern ein fundamentaler Eingriff in logistische Abläufe, der genau kalkuliert sein will. Das Wichtigste in Kürze RFID ermöglicht die Pulk-Erfassung (Bulk Reading) hunderter Objekte gleichzeitig, ohne dass Sichtkontakt zum Lesegerät nötig ist. Physikalische Störfaktoren wie…
In der Logistik entscheiden oft Minuten darüber, ob ein Lkw profitabel rollt oder teure Leerkilometer produziert. Disponenten und selbstfahrende Unternehmer stehen täglich vor der Herausforderung, Frachtraum und Ladung effizient zusammenzubringen. Hier fungieren Frachtenbörsen als digitales Rückgrat der Branche, indem sie Angebot und Nachfrage in Echtzeit matchen. Während Timocom in Europa als Synonym für diesen Marktplatz gilt, haben sich diverse Alternativen etabliert, die je nach Route, Fuhrparkgröße und Digitalisierungsgrad besser geeignet sein können. Das Wichtigste in Kürze Die Wahl der richtigen Börse hängt primär von den bevorzugten Relationen (Länderfokus) und der benötigten Schnittstellen-Tiefe zum eigenen TMS ab. Während Marktführer Timocom durch…
Wer in der Logistik, im Handel oder in der Industrie beruflich vorankommen möchte, kommt am Gabelstapler kaum vorbei. Der sogenannte Flurfördermittelschein ist oft die Eintrittskarte für besser bezahlte Jobs und mehr Verantwortung im Lager. Doch anders als beim PKW-Führerschein kursieren über die Ausbildung zum Staplerfahrer viele Halbwahrheiten, insbesondere was die Dauer, die Kosten und die medizinischen Voraussetzungen betrifft. In diesem Artikel erfahren Sie, wie die Ausbildung nach den berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen tatsächlich abläuft und worauf Sie bei der Wahl des Kursanbieters achten müssen. Das Wichtigste in Kürze Die Ausbildung dauert in der Regel nur 1 bis 3 Tage und kombiniert einen…
Wer seinen Online-Shop skaliert, kommt früher oder später an den Punkt, an dem das eigene Lager im Keller oder die Garage nicht mehr ausreicht. Die Auslagerung an einen Fulfillment-Dienstleister ist oft der nächste logische Schritt, um Zeit für Marketing und Produktentwicklung zu gewinnen, doch die Kostenstruktur dieser Anbieter ist für Einsteiger oft undurchsichtig. Viele Händler begehen den Fehler, nur auf die reinen Paketpreise zu schauen, während die eigentlichen Margenkiller in den Prozessgebühren für Einlagerung, Kommissionierung und Retouren versteckt liegen. Das Wichtigste in Kürze Fulfillment-Kosten setzen sich modular zusammen, wobei die reinen Versandkosten oft nur die Spitze des Eisbergs sind. Die…
Das deutsche Verpackungsgesetz (VerpackG) gilt als bürokratisches Monster, das viele Onlinehändler nachts wachhält. Die Angst vor Abmahnungen ist groß, denn die Regeln sind streng und die Wettbewerber schauen genau hin. Doch wer die Logik hinter dem Gesetz versteht, verliert schnell die Furcht. Es geht im Kern um eine einfache Idee: Wer Verpackungsmaterial in den Umlauf bringt, das letztlich beim privaten Endverbraucher im Müll landet, muss für dessen Entsorgung und Recycling bezahlen. Dieser Prozess ist heute weitgehend digitalisiert und lässt sich auch ohne Rechtsabteilung bewältigen, wenn man die drei zentralen Säulen des Systems kennt. Das Wichtigste in Kürze Keine Freigrenzen: Die…
Ein Lager bei laufendem Betrieb umzubauen oder neue Prozesse einzuführen, gleicht oft einer Operation am offenen Herzen: Jeder Fehler kostet Zeit, Geld und im schlimmsten Fall die Lieferfähigkeit. Der digitale Zwilling bietet hier einen Ausweg, indem er ein virtuelles Abbild der Realität schafft, in dem Szenarien risikofrei durchgespielt werden können. Statt auf Bauchgefühl oder statische Excel-Tabellen zu vertrauen, nutzen Logistikverantwortliche zunehmend dynamische Simulationen, um die Auswirkungen von Änderungen präzise vorherzusagen, bevor auch nur ein einziges Regal verschoben wird. Das Wichtigste in Kürze Digitale Zwillinge simulieren Lagerprozesse dynamisch und zeigen Engpässe auf, bevor sie in der Realität teure Probleme verursachen. Die…