Autor: Logistik Journal Redaktion
Wer für einen Auftrag oder eine vertragliche Verpflichtung eine Bürgschaft benötigt, kann grundsätzlich unterschiedliche Wege wählen. Unternehmen können sich direkt an einen Kautionsversicherer wenden oder einen spezialisierten Bürgschaftsmakler mit dem Vergleich und der Vermittlung beauftragen. Beide Wege können zu einer passenden Kautionsversicherung beziehungsweise einem geeigneten Avalrahmen führen. Sie unterscheiden sich jedoch darin, wie viel Vergleichs- und Abstimmungsarbeit das Unternehmen selbst übernehmen muss. Gerade für Logistik-, Transport- und andere mittelständische Unternehmen kann dieser Unterschied relevant sein. Denn wenn regelmäßig Bürgschaften benötigt werden oder sich der Avalbedarf verändert, geht es nicht mehr nur um die erste Bürgschaft, sondern zunehmend um die Strukturierung…
Ein polnischer Fahrer steht am Werkstor, die Pförtnerin spricht nur Deutsch, der Avis-Code lässt sich nicht erklären, und schon laufen zehn Minuten Standzeit auf, bevor überhaupt eine Rampe zugeteilt ist. Solche Situationen entstehen selten aus mangelndem Willen. Meist fehlt genau in dem Moment eine verlässliche Sprachbrücke, in dem Anmeldung, Statusmeldung oder Verspätungsinfo eindeutig sein müssten. Die Lösung ist nicht die eine perfekte App und auch kein Wundermittel. Wirklich robust wird die Kommunikation mit internationalen LKW-Fahrern erst durch ein System aus vier Schichten: digitale Kommunikation mit Apps, Übersetzung und Telematik; analoge und multimodale Hilfen wie Piktogramme und Standardphrasen; sprachbasierte Lösungen wie…
Bekommt ein Lager ein neues Warehouse-Management-System, drehen sich die Workshops um Lagerplatzlogik, Kommissionierstrategien und die Schnittstelle zum ERP. Die Lizenzen für den Server, auf dem das System läuft, tauchen dagegen oft erst am Ende auf, als Zeile im Angebot des Dienstleisters. Dabei entscheidet gerade der Lageralltag mit Schichtbetrieb, geteilten Handscannern und Terminal-Arbeitsplätzen darüber, wie viele Zugriffslizenzen nötig sind und welcher Typ sich rechnet. Im Dreischichtbetrieb kann das passende Modell die Zahl der Lizenzen gegenüber einer Zählung nach Köpfen um rund 40 Prozent senken. Gezählt wird jeder Zugriff auf den Server Viele Lagerverwaltungssysteme laufen auf einem Windows Server im eigenen Serverraum.…
In Lagern bestimmt die Genauigkeit der Kommissionierung die Lieferqualität und die Kundenzufriedenheit. Schon wenige Fehlgriffe pro Tag summieren sich im Verlauf einer Woche zu zahlreichen Retouren, kostspieligen Nachlieferungen und wachsendem Unmut bei den Abnehmern, die auf verlässliche Lieferungen angewiesen sind. Besonders anfällig sind manuelle Prozesse, da Müdigkeit, Zeitdruck und Routine typische Stolperfallen entstehen lassen. Automatisierte Verfahren setzen genau an diesen Schwachstellen an, indem sie die Mitarbeitenden Schritt für Schritt durch den gesamten Ablauf führen, jede einzelne Entnahme sorgfältig kontrollieren und zugleich jeden Vorgang lückenlos dokumentieren, sodass sich Fehler kaum noch unbemerkt einschleichen können. So sinkt die Fehlerquote deutlich, während der…
Ein Becherdeckel wirkt wie ein kleines, einfaches Verpackungsteil. Dahinter steckt jedoch ein vollständiger Produktionsprozess, bei dem Material, Konstruktion, Formgenauigkeit und die Passform zum Becher genau aufeinander abgestimmt sein müssen. Für Restaurantketten, Getränkehersteller, Tankstellen, Cafés und Distributoren hat das ganz praktische Folgen. Deckel werden in großen Mengen bestellt. Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob ein einzelnes Muster überzeugt, sondern ob jede Charge und jeder Folgeauftrag dieselbe Qualität liefert. Am Anfang steht die Materialwahl Becherdeckel werden vor allem aus drei Materialgruppen hergestellt: Papier bzw. Karton, Faserguss (englisch Molded Fiber) und Kunststoff. Jedes Material erfordert eine eigene Fertigungstechnik. Zum Sortiment von Univest gehören…
Seit dem 12. August 2026 gilt die EU-Verpackungsverordnung PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Für viele Verlader hat sich damit die Rolle in der Lieferkette verschoben. Wer Waren verpackt und unter eigenem Namen verschickt, steht jetzt selbst für die Konformität jeder einzelnen Verpackung gerade. Ohne saubere Daten vom Verpackungslieferanten klappt das nicht. Die gute Nachricht: Die Verordnung gibt dir einen klaren Anspruch auf genau diese Daten. Welche Unterlagen das sind und wie du sie einforderst, erfährst du hier. Das Wichtigste in Kürze Was hat sich mit der PPWR am 12. August 2026 geändert? Die PPWR, offiziell…
Deutschlands Verkehrsinfrastruktur altert schneller, als sie erneuert wird. Besonders die Brücken an Bundesfernstraßen stehen unter Druck, denn ein erheblicher Teil dieser Bauwerke stammt aus den 1960er- und 1970er-Jahren und wurde nie für das heutige Verkehrsaufkommen ausgelegt Die Autobahn GmbH des Bundes, die seit 2021 das Management der Bundesautobahnen verantwortet, hat die Sanierung und den Ersatzneubau Tausender Brücken zu einer ihrer zentralen Aufgaben erklärt. Für die Logistikbranche hat dieses Mammutprogramm weitreichende Folgen. Jede Brückenbaustelle an einer Bundesstraße oder Autobahn erzeugt Umleitungen, Engpässe und veränderte Zufahrtswege. Die Herausforderung liegt nicht nur im Bauen selbst, sondern in der Organisation rund um die Baustelle:…
Eine leistungsfähige Logistikimmobilie entsteht nicht durch den Kauf einer Standardhalle nach Katalogmaß. Wenn Unternehmen eine neue Lagerhalle planen, sollte der interne Warenfluss die Architektur bestimmen – und nicht ein starres Raster den Arbeitsalltag diktieren. Eine Logistikanlage arbeitet nur dann wirtschaftlich, wenn ihre Grundstruktur exakt auf die individuellen operativen Anforderungen zugeschnitten ist. Werden Laufwege, Regalsysteme und potenzielle Erweiterungsflächen von der ersten Skizze an berücksichtigt, lassen sich ungenutzte Flächenanteile, kostspielige nachträgliche Umbauten sowie betriebliche Engpässe effektiv vermeiden. Ein bedarfsorientiertes Konzept stellt sicher, dass sich das Gebäude nahtlos in die bestehende Wertschöpfungskette einfügt. Durch diesen rein funktionsgetriebenen Ansatz entsteht eine absolut zukunftssichere Infrastruktur,…
Das GS1-Transportetikett kennt genau eine Pflichtangabe. Die Allgemeinen GS1 Spezifikationen legen fest: Der SSCC ist das einzige obligatorische Element für alle GS1-Transportetiketten. Welche weiteren Datenbezeichner hinzukommen, kann laut GS1 Germany je nach Informationsbedarf der Warenempfänger und nach Absprache zwischen den Partnern in der Lieferkette variieren. Darin liegt das Risiko: Die Pflicht ist schnell erfüllt, aber was zusätzlich auf das Etikett soll und wie es gedruckt und angebracht wird, muss jedes Unternehmen selbst richtig machen. Was der SSCC leistet Der SSCC (Serial Shipping Container Code) ist eine unverwechselbare Seriennummer für jede Transporteinheit. Das Unternehmen, das die Transporteinheit bildet, erzeugt den SSCC.…
In der modernen Logistik spielen verknüpfte Daten und automatisierte Abläufe eine entscheidende Rolle für reibungslose Lieferketten. Durch die Digitalisierung steigen die Anforderungen an Geschwindigkeit, Transparenz und Effizienz kontinuierlich. Die Automatisierung von Workflows ermöglicht Unternehmen, komplexe Datenströme gezielter zu steuern und integrative Lösungen umzusetzen. Die Verknüpfung von Lieferketten-Daten ist zum zentralen Erfolgsfaktor in der Logistik geworden. Datenflüsse automatisieren bietet die Möglichkeit, Transporte, Lagerverwaltung und Disposition effizienter zu gestalten, Abläufe zu beschleunigen und Fehlerpotentiale bei manuellen Prozessen zu reduzieren. Unternehmen stehen angesichts rasanter Taktungen und komplexer Informationsflüsse vor der Aufgabe, stabile und integrierte Datenstrukturen zu etablieren. Ein klares Verständnis der bestehenden Herausforderungen…