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Autor: Logistik Journal Redaktion
Wer Waren oder Material auf deutschen Straßen transportiert, bewegt sich in einem strengen physikalischen und rechtlichen Rahmen. Wenn bei einer Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver die Ladung verrutscht, drohen nicht nur Sachschäden und Bußgelder, sondern im schlimmsten Fall schwere Unfälle. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) fordert in § 22 lediglich, dass die Ladung so verstaut sein muss, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen oder herabfallen kann. Wie das technisch genau zu bewerkstelligen ist, lässt das Gesetz offen – und genau hier greift die VDI-Richtlinie 2700. Das Wichtigste in Kürze Die VDI 2700 gilt vor Gericht und bei Kontrollen…
In der modernen Logistik gilt Lagerfläche als einer der teuersten Faktoren, weshalb Unternehmen ständig nach Wegen suchen, Bestände zu minimieren und Durchlaufzeiten zu beschleunigen. Cross-Docking (zu Deutsch etwa „Kreuzverkupplung“) ist hierbei ein zentraler Hebel: Anstatt Ware anzunehmen, einzulagern, zu kommissionieren und später wieder zu versenden, wird sie quasi direkt von der Laderampe des Wareneingangs auf die Rampe des Warenausgangs weitergeleitet. Dieses Verfahren verwandelt das klassische Lagerhaus in einen reinen Umschlagplatz, was Prozesse beschleunigt, aber auch deutlich höhere Anforderungen an die Planungssicherheit stellt. Das Wichtigste in Kürze Minimale Lagerhaltung: Beim Cross-Docking entfallen Einlagerung und Kommissionierung weitgehend, da Waren direkt vom Wareneingang…
In vielen Dispositionsbüros herrscht noch immer das organisierte Chaos: Telefone klingeln, Excel-Tabellen werden hektisch aktualisiert und Disponenten verlassen sich oft auf ihr langjähriges Bauchgefühl, um komplexe Touren zusammenzustellen. Doch der Druck durch steigende Kosten, Fahrermangel und enge Zeitfenster wächst stetig, wodurch rein manuelle Planungen an ihre Grenzen stoßen. Hier übernimmt zunehmend Künstliche Intelligenz (KI) das Steuer, nicht um den Menschen zu ersetzen, sondern um die mathematische Komplexität der Logistik beherrschbar zu machen. Das Wichtigste in Kürze Effizienzsprung: Algorithmen berechnen in Sekunden Millionen von Touren-Kombinationen, die ein Mensch manuell nicht erfassen kann, und reduzieren so Leerkilometer und Kraftstoffverbrauch. Echtzeit-Anpassung: Moderne Systeme…
Ein volles Lager bindet Kapital, ein leeres Lager vergrault Kunden. Zwischen diesen beiden Extremen bewegen sich Händler und Produzenten täglich auf einem schmalen Grat. Während Ladenhüter (Slow Mover) wertvolle Liquidität und Lagerfläche blockieren, führen verpasste Bestellzeitpunkte zu „Out-of-Stock“-Situationen, die oft nicht nur den sofortigen Umsatz kosten, sondern auch die langfristige Kundenbindung beschädigen. Professionelles Bestandsmanagement ist daher weit mehr als das bloße Zählen von Artikeln; es ist ein entscheidender Hebel für die Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Das Wichtigste in Kürze Liquidität schützen: Eine optimierte Bestandsführung reduziert totes Kapital, indem sie Überbestände bei Produkten mit geringer Umschlagshäufigkeit systematisch abbaut. Verfügbarkeit sichern:…
Der Straßengüterverkehr steht vor seiner größten Zäsur seit der Erfindung des Dieselmotors. Logistikunternehmen und Flottenbetreiber müssen dekarbonisieren, doch die technologische Antwort ist keineswegs eindeutig. Während batterieelektrische LKW (BEV) bereits in Serie gehen und auf der Kurz- und Mittelstrecke überzeugen, gilt der Wasserstoff-LKW oft als der eigentliche Hoffnungsträger für die echte Langstrecke. Die Versprechen der Hersteller klingen verlockend: Tankzeiten wie beim Diesel, hohe Reichweiten und kaum Nutzlastverlust. Doch die physikalische und ökonomische Realität ist komplexer. Das Wichtigste in Kürze Reichweite vs. Effizienz: Wasserstoff-LKW punkten bei extremen Langstrecken und hohen Lasten, verlieren aber im direkten Energie-Effizienz-Vergleich deutlich gegen Batterie-LKW. Infrastruktur als Hürde:…
Wenn eine Sendung aus einem Nicht-EU-Land an Ihrer Haustür oder Laderampe ankommt, hat sie oft schon eine bürokratische Reise hinter sich. Damit ein Logistikdienstleister wie DHL, FedEx oder UPS die Ware überhaupt durch den Zoll bekommt, benötigt er in vielen Fällen Ihre ausdrückliche Erlaubnis. Ohne eine korrekt ausgefüllte Zollvollmacht bleiben Pakete liegen, Lagerkosten steigen und im schlimmsten Fall droht die Rücksendung an den Absender. Das Wichtigste in Kürze Die Zollvollmacht überträgt die rechtliche Befugnis zur Anmeldung von Waren an einen Spediteur oder Kurierdienst. Unternehmen benötigen zwingend eine EORI-Nummer, während Privatpersonen meist nur ihre Anschrift und Unterschrift leisten müssen. Präzise Warenbeschreibungen…
Der Begriff „Letzte Meile“ bezeichnet den teuersten, ineffizientesten und zugleich wichtigsten Abschnitt der gesamten Logistikkette: den Transport der Ware vom letzten Verteilzentrum bis zur Haustür der Kundschaft. Während der Fernverkehr auf Autobahnen oder Schienen hochgradig optimiert ist, zersplittert der Lieferstrom in den Städten in tausende einzelne Stopps, die durch verstopfte Straßen, Parkplatzmangel und erfolglose Zustellversuche behindert werden. Die Kosten für diesen letzten Schritt machen oft mehr als 50 Prozent der gesamten Versandkosten aus, was Händler und Logistiker unter enormen Innovationsdruck setzt. Das Wichtigste in Kürze Kostentreiber: Die Zersplitterung der Lieferungen und erfolglose Zustellversuche treiben die Preise auf der letzten Meile…
Die Kommissionierung gilt oft als der teuerste und fehleranfälligste Prozess in der Lagerlogistik, da hier der menschliche Faktor und hohe Geschwindigkeitsanforderungen direkt aufeinandertreffen. Wer heute noch rein papierbasiert arbeitet, verschenkt oft Potenzial bei der Liefergeschwindigkeit und riskiert Retouren durch falsche Artikel. Die Wahl der richtigen Methode ist jedoch keine Frage von „modern gegen altmodisch“, sondern eine strategische Entscheidung, die exakt zu Ihrer Artikelstruktur, der Auftragsgröße und dem verfügbaren Budget passen muss. Das Wichtigste in Kürze Die Grundstrategie unterscheidet zwischen „Mann zur Ware“ (geringe Investition, flexibel) und „Ware zum Mann“ (hohe Effizienz, statisch). Digitale Hilfsmittel wie Scanner, Lichtsignale oder Sprachsteuerung senken…
Wer empfindliche Güter von A nach B transportiert, bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Wirtschaftlichkeit und strenger Compliance. Eine unterbrochene Kühlkette führt nicht nur zu Warenverlusten, sondern schnell zu haftungsrechtlichen Konsequenzen und einem Image-Schaden, der schwer zu reparieren ist. Die Vorschriften für temperaturgeführte Transporte sind komplex, da sie je nach Frachtgut – von Tiefkühlpizza bis hin zu lebenswichtigen Impfstoffen – völlig unterschiedlichen Regelwerken folgen. Das Wichtigste in Kürze Unterscheidung nach Frachtgut: Lebensmittel unterliegen dem ATP-Abkommen und HACCP-Konzepten, während für Pharmazeutika die strengeren GDP-Leitlinien (Good Distribution Practice) gelten. Dokumentationspflicht: Eine lückenlose Temperaturaufzeichnung gemäß Norm DIN EN 12830 ist zwingend erforderlich,…
In vielen Lagerhallen und an Kassenbändern bestimmt noch immer das rhythmische Piepen des Barcode-Scanners den Takt. Jedes Produkt muss einzeln gegriffen, ausgerichtet und optisch erfasst werden. Sobald Prozesse jedoch schneller werden müssen oder die Sichtverbindung fehlt, wird der günstige Strichcode zum Flaschenhals. Hier übernimmt die Radio-Frequency Identification (RFID), die Gegenstände nicht per Lichtstrahl, sondern über Funkwellen identifiziert. Der Wechsel ist allerdings kein bloßes technisches Update, sondern ein fundamentaler Eingriff in logistische Abläufe, der genau kalkuliert sein will. Das Wichtigste in Kürze RFID ermöglicht die Pulk-Erfassung (Bulk Reading) hunderter Objekte gleichzeitig, ohne dass Sichtkontakt zum Lesegerät nötig ist. Physikalische Störfaktoren wie…