Autor: Logistik Journal Redaktion

Viele Online-Händler tappen bei der Preisfindung in eine klassische Falle: Sie setzen die Versandkosten mit dem Preis gleich, den sie an ihren Logistikdienstleister überweisen. Doch wer lediglich das Porto von DHL, UPS oder DPD an den Kunden weitergibt oder als Kostenfaktor verbucht, ignoriert massive versteckte Ausgaben, die direkt an der Marge zehren. Eine profitable Kalkulation erfordert den Blick auf den gesamten Fulfillment-Prozess, vom Lagerregal bis zur Haustür des Kunden und im schlimmsten Fall wieder zurück. Das Wichtigste in Kürze Gesamtkosten betrachten: Neben dem reinen Porto müssen Verpackungsmaterial, Personalkosten für das Packen (Pick & Pack) und Lizenzgebühren eingerechnet werden. Retouren vorab…

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Jeder kennt das Bild: Ein Lieferwagen parkt in zweiter Reihe, blockiert den Radweg und zwingt den nachfolgenden Verkehr zu gefährlichen Ausweichmanövern, während der Fahrer unter Zeitdruck Pakete auslädt. Dieses Szenario ist das sichtbare Symptom einer Logistik, die mit den Anforderungen des modernen E-Commerce und verdichteter Innenstädte kaum noch Schritt halten kann. City Hubs, oft auch als Mikro-Depots oder Urban Consolidation Centers bezeichnet, treten an, um diesen Kollaps zu verhindern, indem sie den Warenstrom intelligent brechen, bevor er die Haustür erreicht. Das Wichtigste in Kürze City Hubs dienen als Umschlagpunkte in Stadtzentren, an denen Sendungen von großen Lkw auf kleine, emissionsarme…

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Für viele Unternehmen ist das Ende des Geschäftsjahres untrennbar mit einem Stressfaktor verbunden: der Inventur. Lagerhallen werden geschlossen, Mitarbeiter machen Überstunden am Wochenende, und der laufende Betrieb kommt zum Erliegen, um jeden einzelnen Artikel zu zählen. Doch dieser klassische Kraftakt ist längst nicht mehr alternativlos. Das Handelsgesetzbuch (HGB) erlaubt Verfahren, die den Zählaufwand entzerren und den Betriebsstillstand vermeiden. Die Frage, ob die klassische Stichtagsinventur oder die permanente Inventur effizienter ist, hängt dabei weniger von der Menge der Artikel ab, sondern von Ihrer internen Organisation und Software-Landschaft. Das Wichtigste in Kürze Die permanente Inventur vermeidet teure Betriebsstillstände, indem sie die Zählung…

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Die Logistik steht unter dauerhaftem Druck: Volle Autobahnen, steigende Mautgebühren und ein massiver Mangel an Fahrpersonal zwingen Unternehmen zum Umdenken. Der reine Lkw-Transport ist auf der Langstrecke oft nicht mehr die wirtschaftlichste oder zuverlässigste Option, während die Bahn allein nicht flexibel genug ist, um jedes Werkstor zu erreichen. Die Lösung liegt in der intelligenten Verknüpfung beider Welten: dem intermodalen Verkehr, der die Stärken der Straße mit der Effizienz der Schiene verbindet und so Transportketten resilienter macht. Das Wichtigste in Kürze Beim intermodalen Verkehr wechselt nur die Ladeeinheit (Container, Auflieger) den Träger, nicht aber die Ware selbst. Die Kombination lohnt sich…

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Die moderne Logistik bewegt nicht nur physische Waren von A nach B, sondern transportiert parallel dazu riesige Datenmengen durch komplexe Netzwerke. Wenn ein Paket versendet, ein Container verladen oder ein Lagerbestand aktualisiert wird, müssen Informationen zwischen Versendern, Spediteuren und Empfängern fließen. Hier entscheiden die gewählten Schnittstellen darüber, ob Prozesse automatisiert und fehlerfrei ablaufen oder ob manuelle Eingriffe die Lieferkette verlangsamen. Die beiden dominanten Technologien in diesem Bereich sind der klassische elektronische Datenaustausch (EDI) und die modernen Application Programming Interfaces (API), wobei beide Ansätze ihre spezifische Daseinsberechtigung haben. Das Wichtigste in Kürze EDI (Electronic Data Interchange) ist der bewährte Standard für…

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Im internationalen Warenverkehr sind Zeit und Planungssicherheit oft die härtesten Währungen. Wer Güter über Grenzen bewegt, kennt die Nadelöhre: Zollkontrollen, unklare Wartezeiten und bürokratische Hürden, die Lieferketten ins Stocken bringen können. Genau hier setzt der Status des „Authorized Economic Operator“ (AEO) an. Er ist kein einfaches Zertifikat für die Wand, sondern ein strategisches Werkzeug, das Unternehmen zu privilegierten Partnern der Zollbehörden macht. Doch der Weg dorthin ist mit strengen Auflagen gepflastert, und nicht für jeden Importeur oder Exporteur rechnet sich der Aufwand gleichermaßen. Eine nüchterne Betrachtung hilft zu entscheiden, ob der „VIP-Status“ beim Zoll für Ihr Geschäftskonstrukt notwendig ist. Das…

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Der Druck auf die Logistik wächst stetig: Kürzere Lieferzeiten, steigende Personalkosten und ein akuter Mangel an Staplerfahrern zwingen Unternehmen zum Handeln. In vielen Lagerhallen übernehmen deshalb fahrerlose Transportsysteme (FTS) – international oft Automated Guided Vehicles (AGV) genannt – die Regie beim innerbetrieblichen Materialfluss. Doch die Anschaffung ist teuer und die Technik komplex. Nicht für jedes Lager ist die Automatisierung der rettende Anker, oft scheitert sie an schlechter Planung oder falscher Erwartungshaltung. Das Wichtigste in Kürze FTS lohnen sich vor allem bei standardisierten, wiederkehrenden Routen und im Mehrschichtbetrieb, da hier Personalkosten massiv eingespart werden. Die Unterscheidung zwischen spurgeführten Systemen und freien…

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Der Druck auf den Online-Handel wächst: Kunden erwarten heute nicht nur eine schnelle Lieferung, sondern zunehmend auch ein „Unboxing-Erlebnis“ ohne Plastikberge und schlechtes Gewissen. Doch der Markt für nachhaltige Verpackungsmaterialien ist unübersichtlich geworden, und Begriffe wie „biobasiert“ oder „kompostierbar“ werden oft synonym verwendet, obwohl sie völlig unterschiedliche Eigenschaften beschreiben. Wer als Händler auf Bio-Materialien umstellen möchte, muss verstehen, welche Rohstoffe wirklich ökologisch sinnvoll sind und wo die Tücken in der Praxis liegen. Das Wichtigste in Kürze Unterscheidung ist Pflicht: „Biobasiert“ bedeutet aus nachwachsenden Rohstoffen, „biologisch abbaubar“ beschreibt das Verhalten bei der Entsorgung – beides trifft nicht automatisch zusammen. Entsorgungs-Realität beachten:…

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Die Wahl zwischen Seefracht und Luftfracht ist weit mehr als eine einfache Entscheidung zwischen „schnell und teuer“ oder „langsam und günstig“. In der modernen Logistik entscheidet dieser Konflikt oft über die Marge eines Produkts, die Liquidität des Unternehmens und die Zuverlässigkeit der Lieferkette. Während der Container auf dem Schiff das Rückgrat des globalen Handels für Massengüter bildet, dient das Flugzeug als strategischer Hebel für eilige, wertvolle oder verderbliche Waren. Um die wirtschaftlich sinnvollste Option zu finden, müssen Logistikverantwortliche jedoch tiefer blicken als nur auf die reinen Frachtraten pro Kilogramm. Das Wichtigste in Kürze Luftfracht lohnt sich meist bei Waren mit…

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Die Zeiten günstiger Lagerhallen und großzügiger Logistikflächen sind vorbei. Wer heute Platz für Warenumschlag oder Distribution sucht, sieht sich einer doppelten Herausforderung gegenüber: Einerseits klettern die Mieten in den etablierten Hotspots auf historische Höchststände, andererseits ist das Angebot an modernen Flächen so knapp wie nie zuvor. Für Unternehmen bedeutet dies, dass die Standortsuche nicht mehr nur eine Frage des Preises ist, sondern zunehmend eine Frage der bloßen Verfügbarkeit wird. Das Wichtigste in Kürze Die Spitzenmieten in Logistik-Top-Standorten steigen weiter, getrieben durch Flächenmangel, hohe Baukosten und strenge ESG-Vorgaben. Verfügbare Areale finden sich kaum noch in den Metropolen, sondern zunehmend in B-…

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