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Autor: Logistik Journal Redaktion
Wer heute ein Lagerverwaltungssystem (LVS) oder international Warehouse Management System (WMS) auswählt, steht oft vor einem klassischen Zielkonflikt: Auf der einen Seite locken hochkomplexe Suiten, die jeden denkbaren Sonderprozess abdecken können, aber in der Einführung Jahre dauern und das Budget sprengen. Auf der anderen Seite stehen schlanke Cloud-Lösungen, die schnell live sind, aber bei spezifischen Branchenanforderungen – etwa Chargenrückverfolgung oder Gefahrguthandling – an ihre Grenzen stoßen. Die Entscheidung für eine Software ist daher nie nur eine technische Frage, sondern eine strategische Weichenstellung für Ihre Lieferfähigkeit in den nächsten zehn Jahren. Das Wichtigste in Kürze Ein WMS darf nicht isoliert betrachtet…
Die Transport- und Logistikbranche steht vor der größten Transformationsaufgabe ihrer Geschichte. Der europäische „Green Deal“ und nationale Klimaschutzgesetze zwingen Hersteller von Schienenfahrzeugen, Nutzfahrzeugen und Containern dazu, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen drastisch zu senken. Während bei Antrieben (Wasserstoff, Batterie) oft technologische Grenzen erreicht werden, rückt ein anderer Hebel in den Fokus der Ingenieure: der Leichtbau. Lange Zeit waren Stahl und Aluminium die unangefochtenen Werkstoffe im Fahrzeugbau. Doch sie stoßen an physikalische und ökonomische Grenzen. Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) entwickelt sich von einem Nischenmaterial für Verkleidungen zu einem strukturellen Werkstoff, der Metall in immer mehr Bereichen verdrängt. Die Gründe hierfür liegen nicht…
Die Auswahl eines geeigneten Warehouse-Management-Systems ist zu einer strategischen Weichenstellung für logistikintensive Unternehmen geworden. Steigende Auftragsvolumina, kürzere Lieferfristen und eine wachsende Variantentiefe führen dazu, dass ein WMS präzise, skalierbare und integrative Prozesse gewährleistet. Besonders Unternehmen im Maschinenbau profitieren von einer Lösung, die komplexe Materialflüsse und hohe technische Anforderungen konsistent abbildet. Ein professionell ausgewähltes WMS bildet nicht nur Lagerbestände ab, sondern steuert operative Abläufe wie Kommissionierung, Nachschub, Chargenverwaltung und Versandprozesse. Zusätzlich erhöht ein gut integriertes System die Transparenz über die gesamte Supply Chain und unterstützt datengetriebene Entscheidungen. Der folgende Artikel analysiert die wichtigsten Kriterien, die bei der Auswahl eines WMS berücksichtigt…
Die Logistikbranche kämpft seit Jahren mit einem massiven Imageproblem und einem noch gravierenderen Fachkräftemangel. Der Mangel an Berufskraftfahrern, Lagerlogistikern und Disponenten ist für viele Speditionen zur Wachstumsbremse Nummer eins geworden. Klassische Stellenanzeigen auf Jobportalen oder in Lokalzeitungen erzielen kaum noch Resonanz, da sie in der Masse untergehen und oft nur aktiv Suchende erreichen. In diesem angespannten Marktumfeld hat sich Instagram zu einem unerwartet mächtigen Werkzeug entwickelt. Was früher als Plattform für Lifestyle und Mode galt, ist heute ein harter Business-Kanal für das Employer Branding. Für Logistikunternehmen bietet die Plattform eine einzigartige Chance: Sie ist visuell, schnelllebig und erreicht genau die…
Jahrzehntelang folgte das Supply Chain Management einem klaren Dogma: Bestände sind Verschwendung. Inspiriert vom Toyota-Produktionssystem und Lean-Management-Methoden, trimmten Unternehmen ihre Lieferketten auf maximale Effizienz. Das Ziel war „Just-in-Time“ (JIT) oder sogar „Just-in-Sequence“. Das Lager wurde auf die Straße verlagert, Kapitalbindung wurde minimiert. Dieses Modell funktionierte hervorragend in einer stabilen, globalisierten Welt mit offenen Grenzen und verlässlichen Transportwegen. Die Ereignisse der frühen 2020er Jahre – von der Pandemie über die Blockade des Suezkanals bis hin zu geopolitischen Konflikten und Energiekrisen – haben die Fragilität dieses Systems jedoch schonungslos offengelegt. Wenn eine einzige fehlende Komponente im Wert von wenigen Euro die Produktion…
Die Antriebswende im Straßengüterverkehr hat die Phase der PowerPoint-Präsentationen verlassen. Alle großen europäischen OEM-Hersteller – von Daimler Truck über Volvo bis MAN und Scania – haben mittlerweile serienreife batterieelektrische Lkw (BEV) im Portfolio, die 40 Tonnen Gesamtgewicht bewegen und Reichweiten von 300 bis 500 Kilometern realisieren. Die Fahrzeuge sind verfügbar, die Technologie ist erprobt. Doch während die Zugmaschinen auf den Hof rollen, blicken Spediteure und Flottenmanager besorgt auf die andere Seite der Gleichung: die Ladeinfrastruktur. Die Transformation vom Diesel zum Strom scheitert nicht am Fahrzeug, sondern droht am fehlenden Stecker zu verhungern. Die Frage „Ist die Infrastruktur bereit?“ muss derzeit…
Seit dem 1. Januar 2023 ist das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Kraft, zunächst für Unternehmen mit mehr als 3.000, seit 2024 auch für solche mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden. Ziel des Gesetzes ist der Schutz von Menschenrechten und Umweltstandards entlang globaler Lieferketten. Doch was als Regulierung für „die Großen“ begann, hat sich längst zu einer massiven administrativen Herausforderung für den deutschen Mittelstand entwickelt. Nun, da die ersten Berichtszyklen durchlaufen sind und die Prozesse sich eingespielt haben, ist es Zeit für ein Fazit. Hat das Gesetz seine Wirkung entfaltet? Wurde das befürchtete „Bürokratie-Monster“ Realität? Und vor allem: Wie müssen sich kleine und…
Die europäische Zollunion steht vor der größten Reform seit ihrer Gründung im Jahr 1968. Getrieben durch den explosionsartigen Anstieg des E-Commerce, geopolitische Spannungen und ambitionierte Klimaziele, hat die EU-Kommission ein umfassendes Reformpaket auf den Weg gebracht. Das Jahr 2026 markiert dabei eine entscheidende Wegmarke. Es ist das Jahr, in dem Übergangsfristen enden und neue Realitäten in der Außenwirtschaft greifen. Für importierende Unternehmen, Logistikdienstleister und E-Commerce-Händler bedeutet dies: Der Zoll wandelt sich von einer administrativen Hürde zu einem strategischen Steuerungsfaktor. Wer sich nicht rechtzeitig auf die neuen IT-Infrastrukturen und Abgabenmodelle einstellt, riskiert ab 2026 nicht nur Verzögerungen an der Grenze, sondern…
Jahrzehntelang war das „papierlose Büro“ der heilige Gral der Logistikbranche. Speditionen und Verkehrsleiter arbeiteten daran, Frachtbriefe zu digitalisieren, Aktenordner durch DMS-Systeme zu ersetzen und Faxgeräte abzuschaffen. Heute, im Jahr 2025, ist dieser Schritt bei den meisten wettbewerbsfähigen Unternehmen vollzogen. Die Daten sind digital verfügbar. Doch damit ist erst die Basis geschaffen. Das Problem hat sich verschoben: Disponenten ertrinken in Datenfluten. Telematik, Verkehrsmeldungen, Zeitfensterbuchungen und Kunden-Mails prasseln im Sekundentakt ein. Ein Mensch kann diese Informationsdichte nicht mehr in Echtzeit optimal verarbeiten. Der nächste logische Schritt ist daher nicht mehr die Digitalisierung (Datenerfassung), sondern die Automatisierung der Entscheidung durch Künstliche Intelligenz (KI).…
Die Digitalisierung der Logistik hat die Effizienz globaler Lieferketten in den letzten zehn Jahren massiv gesteigert. Echtzeit-Tracking, vernetzte Lagerverwaltungssysteme und die papierlose Abfertigung sind heute Standard. Doch diese digitale Vernetzung hat eine Kehrseite, die in vielen Vorstandsetagen noch immer unterschätzt wird: Die Supply Chain ist nur so stark wie ihr schwächstes digitales Glied. Cyberkriminelle haben erkannt, dass große Industrieunternehmen oft über exzellente Firewalls verfügen, ihre Zulieferer und Logistikdienstleister jedoch häufig schlechter geschützt sind. Über diese „Hintertür“ dringen Angreifer in die Netzwerke der Großkonzerne ein. Cybersecurity ist in der Logistik daher kein reines IT-Thema mehr, sondern eine Frage der operativen Sicherheit…