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Autor: Logistik Journal Redaktion
Wer im E-Commerce erfolgreich sein will, schaut oft zuerst auf den Umsatz und die Conversion Rate. Doch in den Lagerhallen und Finanzabteilungen vieler Onlinehändler zeigt sich ein anderes Bild: Die Retoure ist der stille Margenkiller. In Branchen wie Fashion sind Rücksendequoten von 50 Prozent keine Seltenheit, sondern kalkulierte Realität. Das Problem dabei ist nicht nur der entgangene Umsatz, sondern vor allem die Prozesskosten, die eine Rücksendung verursacht. Ein retournierter Artikel durchläuft oft einen aufwendigeren Weg als ein neu verkaufter: Er muss vereinnahmt, geprüft, aufbereitet und neu eingebucht werden. Wer hier nicht effizient arbeitet, zahlt bei jedem Paket drauf. Das Wichtigste…
Der Fachkräftemangel auf dem Staplersitz und steigende Lohnkosten zwingen Logistikleiter und Geschäftsführer dazu, über Alternativen nachzudenken. Fahrerlose Transportsysteme (FTS) versprechen Abhilfe: Sie arbeiten rund um die Uhr, melden sich nicht krank und verursachen seltener Anfahrschäden. Doch der Blick auf das initiale Investitionsvolumen sorgt oft für Ernüchterung. Wer die Rentabilität einer Automatisierungslösung bewerten will, darf nicht nur den Preis des Fahrzeugs gegen das Jahresgehalt eines Staplerfahrers rechnen. Eine realistische Betrachtung der „Total Cost of Ownership“ (TCO) erfordert eine tiefere Analyse von Infrastruktur, IT-Integration und Prozessanpassungen. Das Wichtigste in Kürze Schichtmodell als Hauptfaktor: Die Amortisation beschleunigt sich drastisch im Zwei- oder Dreischichtbetrieb,…
Wer Waren über Grenzen hinweg bewegt, verlässt sich selten auf Handschlagqualitäten allein. Im internationalen, aber auch im nationalen Handel bilden die Incoterms (International Commercial Terms) das Rückgrat der Vertragsgestaltung. Seit dem 1. Januar 2020 gelten die aktualisierten Regeln der Internationalen Handelskammer (ICC). Für Logistikleiter und Einkäufer sind diese drei Buchstaben weit mehr als juristische Feinheiten: Sie definieren exakt, wer den Frachtraum bucht, wer die Versicherung zahlt und – vielleicht am wichtigsten – an welchem geografischen Punkt das Risiko für Verlust oder Beschädigung vom Verkäufer auf den Käufer übergeht. Ein falscher Term in der Bestellung kann im Schadensfall oder bei der…
Wer heute ein Lagerverwaltungssystem (LVS) oder international Warehouse Management System (WMS) auswählt, steht oft vor einem klassischen Zielkonflikt: Auf der einen Seite locken hochkomplexe Suiten, die jeden denkbaren Sonderprozess abdecken können, aber in der Einführung Jahre dauern und das Budget sprengen. Auf der anderen Seite stehen schlanke Cloud-Lösungen, die schnell live sind, aber bei spezifischen Branchenanforderungen – etwa Chargenrückverfolgung oder Gefahrguthandling – an ihre Grenzen stoßen. Die Entscheidung für eine Software ist daher nie nur eine technische Frage, sondern eine strategische Weichenstellung für Ihre Lieferfähigkeit in den nächsten zehn Jahren. Das Wichtigste in Kürze Ein WMS darf nicht isoliert betrachtet…
Die Transport- und Logistikbranche steht vor der größten Transformationsaufgabe ihrer Geschichte. Der europäische „Green Deal“ und nationale Klimaschutzgesetze zwingen Hersteller von Schienenfahrzeugen, Nutzfahrzeugen und Containern dazu, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen drastisch zu senken. Während bei Antrieben (Wasserstoff, Batterie) oft technologische Grenzen erreicht werden, rückt ein anderer Hebel in den Fokus der Ingenieure: der Leichtbau. Lange Zeit waren Stahl und Aluminium die unangefochtenen Werkstoffe im Fahrzeugbau. Doch sie stoßen an physikalische und ökonomische Grenzen. Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) entwickelt sich von einem Nischenmaterial für Verkleidungen zu einem strukturellen Werkstoff, der Metall in immer mehr Bereichen verdrängt. Die Gründe hierfür liegen nicht…
Die Auswahl eines geeigneten Warehouse-Management-Systems ist zu einer strategischen Weichenstellung für logistikintensive Unternehmen geworden. Steigende Auftragsvolumina, kürzere Lieferfristen und eine wachsende Variantentiefe führen dazu, dass ein WMS präzise, skalierbare und integrative Prozesse gewährleistet. Besonders Unternehmen im Maschinenbau profitieren von einer Lösung, die komplexe Materialflüsse und hohe technische Anforderungen konsistent abbildet. Ein professionell ausgewähltes WMS bildet nicht nur Lagerbestände ab, sondern steuert operative Abläufe wie Kommissionierung, Nachschub, Chargenverwaltung und Versandprozesse. Zusätzlich erhöht ein gut integriertes System die Transparenz über die gesamte Supply Chain und unterstützt datengetriebene Entscheidungen. Der folgende Artikel analysiert die wichtigsten Kriterien, die bei der Auswahl eines WMS berücksichtigt…
Die Logistikbranche kämpft seit Jahren mit einem massiven Imageproblem und einem noch gravierenderen Fachkräftemangel. Der Mangel an Berufskraftfahrern, Lagerlogistikern und Disponenten ist für viele Speditionen zur Wachstumsbremse Nummer eins geworden. Klassische Stellenanzeigen auf Jobportalen oder in Lokalzeitungen erzielen kaum noch Resonanz, da sie in der Masse untergehen und oft nur aktiv Suchende erreichen. In diesem angespannten Marktumfeld hat sich Instagram zu einem unerwartet mächtigen Werkzeug entwickelt. Was früher als Plattform für Lifestyle und Mode galt, ist heute ein harter Business-Kanal für das Employer Branding. Für Logistikunternehmen bietet die Plattform eine einzigartige Chance: Sie ist visuell, schnelllebig und erreicht genau die…
Jahrzehntelang folgte das Supply Chain Management einem klaren Dogma: Bestände sind Verschwendung. Inspiriert vom Toyota-Produktionssystem und Lean-Management-Methoden, trimmten Unternehmen ihre Lieferketten auf maximale Effizienz. Das Ziel war „Just-in-Time“ (JIT) oder sogar „Just-in-Sequence“. Das Lager wurde auf die Straße verlagert, Kapitalbindung wurde minimiert. Dieses Modell funktionierte hervorragend in einer stabilen, globalisierten Welt mit offenen Grenzen und verlässlichen Transportwegen. Die Ereignisse der frühen 2020er Jahre – von der Pandemie über die Blockade des Suezkanals bis hin zu geopolitischen Konflikten und Energiekrisen – haben die Fragilität dieses Systems jedoch schonungslos offengelegt. Wenn eine einzige fehlende Komponente im Wert von wenigen Euro die Produktion…
Die Antriebswende im Straßengüterverkehr hat die Phase der PowerPoint-Präsentationen verlassen. Alle großen europäischen OEM-Hersteller – von Daimler Truck über Volvo bis MAN und Scania – haben mittlerweile serienreife batterieelektrische Lkw (BEV) im Portfolio, die 40 Tonnen Gesamtgewicht bewegen und Reichweiten von 300 bis 500 Kilometern realisieren. Die Fahrzeuge sind verfügbar, die Technologie ist erprobt. Doch während die Zugmaschinen auf den Hof rollen, blicken Spediteure und Flottenmanager besorgt auf die andere Seite der Gleichung: die Ladeinfrastruktur. Die Transformation vom Diesel zum Strom scheitert nicht am Fahrzeug, sondern droht am fehlenden Stecker zu verhungern. Die Frage „Ist die Infrastruktur bereit?“ muss derzeit…
Seit dem 1. Januar 2023 ist das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Kraft, zunächst für Unternehmen mit mehr als 3.000, seit 2024 auch für solche mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden. Ziel des Gesetzes ist der Schutz von Menschenrechten und Umweltstandards entlang globaler Lieferketten. Doch was als Regulierung für „die Großen“ begann, hat sich längst zu einer massiven administrativen Herausforderung für den deutschen Mittelstand entwickelt. Nun, da die ersten Berichtszyklen durchlaufen sind und die Prozesse sich eingespielt haben, ist es Zeit für ein Fazit. Hat das Gesetz seine Wirkung entfaltet? Wurde das befürchtete „Bürokratie-Monster“ Realität? Und vor allem: Wie müssen sich kleine und…