Autor: Logistik Journal Redaktion

Für Berufskraftfahrer ist der Blick auf die monatliche Abrechnung oft eine Herausforderung, da sich das Gesamteinkommen aus vielen variablen Bausteinen zusammensetzt. Anders als in typischen Bürojobs spielen steuerfreie Zulagen, komplexe Zeitmodelle und gesetzlich geregelte Zuschläge eine entscheidende Rolle für das Nettoergebnis. Wer hier den Überblick behält, kann nicht nur Fehler in der Abrechnung schneller identifizieren, sondern auch besser einschätzen, wie kreditwürdig oder rentenwirksam das eigene Gehalt tatsächlich ist. Das Wichtigste in Kürze Spesen sind kein Gehalt: Verpflegungsmehraufwände sind steuerfreie Erstattungen, zählen aber nicht zum rentenversicherungspflichtigen Einkommen und werden von Banken bei Krediten oft ignoriert. Arbeitszeit ist mehr als Lenkzeit: Zur…

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Der klassische Versandkarton steht unter Druck. Steigende Papierpreise, ein wachsendes Umweltbewusstsein der Konsumenten und strengere gesetzliche Vorgaben wie die kommende EU-Verpackungsverordnung (PPWR) zwingen Onlinehändler zum Umdenken. Die Einwegverpackung landet nach einmaligem Gebrauch im Altpapier, was Ressourcen verschwendet und Müllberge vergrößert. Als Alternative etablieren sich zunehmend Pool-Systeme für Mehrwegverpackungen, die Versandtaschen und Boxen nicht als Verbrauchsmaterial, sondern als zirkuläre Dienstleistung betrachten. Das Wichtigste in Kürze Pool-Systeme lagern die Logistik, Reinigung und Bestandsführung von Mehrwegverpackungen an spezialisierte Dienstleister aus. Die Wirtschaftlichkeit steht und fällt mit der Rücklaufquote: Nur wenn Kunden die Verpackung zuverlässig zurücksenden, rechnet sich der höhere Initialaufwand. Händler müssen ihre…

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In der modernen Logistik sind Daten genauso wichtig wie die physische Fracht selbst: Sendungsverfolgungsnummern, Zollpapiere, Lagerbestände und Kundenadressen müssen rund um die Uhr verfügbar sein. Wenn das Transport Management System (TMS) oder die Lagerverwaltung (WMS) ausfällt, stehen Lkws still und Lieferketten reißen ab. Unternehmen stehen dabei vor einer fundamentalen Richtungsentscheidung: Behalten Sie die Datenhoheit auf eigenen Servern (On-Premise) oder vertrauen Sie die Infrastruktur spezialisierten Dienstleistern an (Cloud)? Die Antwort auf die Frage nach der Sicherheit ist heute komplexer als die bloße Standortwahl der Festplatten. Das Wichtigste in Kürze Sicherheitsniveau: Cloud-Anbieter verfügen meist über deutlich höhere Budgets und Expertenteams für Cyber-Security…

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Ein Automatisches Kleinteilelager (AKL) gilt in vielen Unternehmen als der Königsweg zu mehr Effizienz, höherer Raumnutzung und sinkenden Personalkosten. Doch der Schritt von manuellen Regalen zur Vollautomatisierung ist risikobehaftet: Oft sprengen unerwartete Nebenkosten das Budget, oder die gewählte Technologie erweist sich im laufenden Betrieb als zu starr für schwankende Marktanforderungen. Wer hier nur auf den Preis pro Lagerplatz schaut, übersieht oft die kritischen Faktoren, die ein profitables Logistikprojekt von einer finanziellen Belastung unterscheiden. Eine fundierte Planung muss daher weit über die reine Stahlkonstruktion hinausgehen und Prozesse, IT sowie zukünftige Skalierbarkeit gleichermaßen berücksichtigen. Das Wichtigste in Kürze Total Cost of Ownership:…

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Lange Zeit galt die „Eiserne Seidenstraße“ als die perfekte Lösung für Unternehmen, denen Seefracht zu langsam und Luftfracht zu teuer war. Doch seit dem geopolitischen Umbruch durch den Krieg in der Ukraine stehen Logistikentscheider vor einem Dilemma. Die direkte Route führt durch Russland und Belarus – ein politisches und versicherungstechnisches Minenfeld. Gleichzeitig suchen Importeure händeringend nach stabilen Alternativen zur volatilen Seefracht. Die Frage ist nicht mehr nur, wie schnell der Zug ist, sondern ob die Ware überhaupt sicher ankommt und welche Compliance-Hürden zu nehmen sind. Das Wichtigste in Kürze Route entscheidet über Risiko: Der klassische Nordkorridor (via Russland) ist schnell,…

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Wer Waren aus Drittländern importiert, kennt den kritischen Moment: Der Container trifft im Hafen oder am Flughafen ein, und sofort fordert der Zoll seinen Anteil. Einfuhrzölle und vor allem die Einfuhrumsatzsteuer werden fällig, noch bevor das erste Produkt verkauft ist. Diese Vorfinanzierung belastet die Liquidität vieler Unternehmen erheblich, insbesondere wenn zwischen Import und Weiterverkauf Wochen oder Monate liegen. Das Zolllager bietet hier einen strategischen Ausweg, indem es den Zeitpunkt der Abgabenentstehung vom physischen Grenzübertritt entkoppelt. Es ist mehr als nur eine Lagerhalle; es ist ein fiskalisches Instrument zur Steuerung von Kapitalflüssen. Das Wichtigste in Kürze Die Abgaben (Zoll und Einfuhrumsatzsteuer)…

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Wer im Online-Handel startet, kommt oft erstaunlich weit mit einfachen Mitteln. Das Backend von Shopify oder WooCommerce reicht für die ersten Bestellungen, eine Excel-Tabelle hilft beim Einkauf. Doch sobald das Volumen steigt oder ein zweiter Verkaufskanal wie Amazon oder eBay hinzukommt, wird diese Improvisation zum Risiko. Überverkäufe (Overselling), unklare Lagerbestände und manuelle Rechnungserstellung fressen wertvolle Zeit und gefährden die Kundenzufriedenheit. Spätestens dann stellt sich die Frage nach einer professionellen Warenwirtschaft (WaWi) oder einem ERP-System (Enterprise Resource Planning). Das Wichtigste in Kürze Wachstumsphase entscheidet: Einsteiger brauchen oft nur Tools zur Rechnungsabwicklung, während skalierende Händler zwingend eine zentrale Bestandsführung für alle Kanäle…

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Die Logistikbranche hat sich in den letzten Jahren von einem reinen Transportdienstleister zu einem hochvernetzten Datenmanager entwickelt. Jedes Paket, jeder Container und jede LKW-Route generiert digitale Informationen, die in Echtzeit verarbeitet werden müssen, damit Just-in-Time-Ketten nicht reißen. Diese Digitalisierung macht Unternehmen jedoch extrem verwundbar: Ein einziger Cyberangriff kann automatisierte Hochregallager lahmlegen, Dispositionssoftware verschlüsseln und LKW-Flotten zum Stillstand bringen. Das Wichtigste in Kürze Ransomware als Hauptbedrohung: Logistikunternehmen zahlen oft schneller Lösegeld, da die Kosten eines Stillstands die Forderungen der Erpresser meist übersteigen. Pflichtprogramm NIS-2: Die neue EU-Richtlinie stuft viele Logistiker als „wichtige Einrichtungen“ ein und nimmt die Geschäftsführung persönlich in die…

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Schwankende Treibstoffpreise stellen Logistikdienstleister und verladende Unternehmen gleichermaßen vor große kalkulatorische Unsicherheiten. Da die Margen im Transportsektor oft gering sind, kann bereits ein moderater Anstieg des Dieselpreises die Rentabilität eines Auftrags vernichten, während Fixpreise für den Auftraggeber ein Risiko darstellen, wenn die Rohölnotierungen fallen. Der sogenannte Dieselfloater hat sich als Standardinstrument etabliert, um dieses Volatilitätsrisiko fair zwischen beiden Parteien aufzuteilen und die Frachtraten automatisch an die reale Marktentwicklung anzupassen. Das Wichtigste in Kürze Ein Dieselfloater koppelt die Frachtrate dynamisch an die Entwicklung des Kraftstoffpreises und sorgt für Transparenz bei Kostenschwankungen. Für eine faire Berechnung sind vier Faktoren entscheidend: der Basispreis,…

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Wer lange Güter wie Holzlatten, Stahlprofile oder Kunststoffrohre effizient lagern möchte, stößt bei klassischen Palettenregalen schnell an physikalische und logistische Grenzen. Das Hantieren mit Überlängen in Standardfächern ist nicht nur raubt Platz, sondern erhöht auch das Risiko für Materialschäden und Arbeitsunfälle signifikant. Kragarmregale gelten hier als der Goldstandard in der Lagerlogistik, da sie speziell für sperrige Lasten ohne störende Frontstützen konzipiert sind. Das Wichtigste in Kürze Kragarmregale bieten durch den Verzicht auf vordere Stützen eine durchgehende Lagerfläche, was den Zugriff auf Langgut und Plattenware massiv beschleunigt. Die Auswahl des richtigen Systems hängt primär vom Lastschwerpunkt, der erforderlichen Armlänge und dem…

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