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Autor: Logistik Journal Redaktion
Die Logistik hat sich in den letzten Jahren von einer planbaren Konstante zu einer Disziplin des extremen Krisenmanagements gewandelt. Pandemiebedingte Lieferkettenstörungen, der Boom des E-Commerce mit seinen extremen saisonalen Peaks (wie Black Friday) und geopolitische Unsicherheiten haben eines verdeutlicht: Statische Logistikkonzepte sind ein Risiko. Ein Lager, das auf den Durchschnittsbedarf ausgelegt ist, kollabiert in der Spitzenlast. Ein Lager, das auf die Maximallast ausgelegt ist, verursacht in Normalzeiten immense Leerkosten. Die Antwort der Branche auf dieses Dilemma ist das Konzept des „Atmenden Lagers“. Es beschreibt eine Logistikstrategie, bei der Kapazitäten – sei es Fläche, Personal oder Technik – nicht starr fixiert…
Lange Zeit war die Automatisierung durch Robotik ein Privileg der Automobilindustrie und großer Konzerne. Hohe Investitionskosten, komplexer Programmieraufwand und der enorme Platzbedarf für Schutzzäune machten den Einsatz klassischer Industrieroboter für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) oft unwirtschaftlich. Doch diese Barriere ist gefallen. Mit dem Aufstieg der kollaborierenden Roboter, kurz „Cobots“, hat sich die Fertigungslandschaft fundamental gewandelt. Diese Systeme sind nicht darauf ausgelegt, den Menschen zu ersetzen, sondern ihn direkt am Arbeitsplatz zu unterstützen. In Zeiten des akuten Fachkräftemangels und steigenden Kostendrucks entwickeln sich Cobots vom technologischen Nischenprodukt zur strategischen Überlebensnotwendigkeit für den deutschen Mittelstand. Sie ermöglichen es, die Lücke zwischen…
Noch vor wenigen Jahren prognostizierten Trendforscher, dass die „Instant Gratification“ – das sofortige Bedürfnis nach Belohnung – die Logistik komplett revolutionieren würde. Drohnen, Roboter und Kuriere sollten dafür sorgen, dass jede Bestellung innerhalb von Stunden beim Kunden eintrifft. Same-Day Delivery wurde als der neue Standard für den gesamten E-Commerce gehandelt. Blickt man jedoch auf das Jahr 2026, zeigt sich ein differenzierteres Bild. Die Realität hat den Hype eingeholt. Zwar sind die logistischen Möglichkeiten gewachsen, doch die Erwartungshaltung der Konsumenten hat sich verschoben. Es geht nicht mehr primär um das „schnellste“ Paket, sondern um das „verlässlichste“. In diesem Spannungsfeld zwischen Geschwindigkeit,…
Der Jahreswechsel ist in der Logistikbranche traditionell die Zeit der harten Verhandlungen. Verlader und Spediteure sitzen am Tisch, um Frachtraten und Kontrakte für die kommenden zwölf Monate zu fixieren. Doch selten war die Gemengelage so komplex wie beim Übergang in das neue Geschäftsjahr. Es ist nicht nur ein einzelner Kostenfaktor, der nach oben zeigt, sondern ein kumulativer Effekt aus regulatorischen Eingriffen, demografischem Wandel und makroökonomischer Inflation. Während die Einführung der CO2-Mautkomponente bereits ein massiver Schock war, folgen nun die Zweitrundeneffekte und weitere Anpassungen. Für Transportunternehmen ist die genaue Kenntnis dieser Kostentreiber überlebenswichtig, um margendeckende Preise durchzusetzen. Für die verladende Wirtschaft…
Die Logistikbranche hat in den vergangenen fünf Jahren eine Metamorphose durchlaufen, die in normalen Zeiten Jahrzehnte gedauert hätte. Getrieben durch Pandemie, geopolitische Verwerfungen und die Energiekrise, wandelte sich das Supply Chain Management von einer kostengetriebenen Hintergrundfunktion zu einem strategischen Werttreiber in der Vorstandsetage. Blickt man auf das Jahr 2026, zeichnet sich eine neue Phase ab. Die Zeit des reinen Krisenmanagements („Firefighting“) weicht einer Phase der strategischen Konsolidierung und technologischen Integration. Technologien, die 2024 noch als Hype galten, müssen nun ihren Return on Investment (ROI) beweisen. Gleichzeitig zwingen der demografische Wandel und verschärfte regulatorische Vorgaben Unternehmen dazu, ihre Personal- und Nachhaltigkeitsstrategien…
Wer bei internationalen Händlern wie AliExpress, Shein oder Temu bestellt, findet auf dem Versandlabel oder im Tracking oft den Hinweis: „Not Return Not Seller“. Dieser Satz sorgt oft für Verwirrung. Er ist jedoch kein Rückgabeverbot für den Kunden, sondern eine strikte Arbeitsanweisung an den Postdienstleister. Wir erklären kurz und knapp, was dahintersteckt und welche Konsequenzen das für Ihre Bestellung hat. Das Wichtigste in Kürze Die Bedeutung im Detail Der Vermerk löst ein logistisches Problem des günstigen Online-Handels aus Fernost: Konsequenz 1: Adressfehler sind fatal Da es keinen klassischen „Return to Sender“-Prozess gibt, haben Sie bei der Zustellung oft nur einen…
Wer regelmäßig online bestellt oder Pakete verschickt, kennt den nervösen Blick in die Sendungsverfolgung. Besonders bei internationalen Sendungen (oft via DHL oder DHL eCommerce) taucht früher oder später der Status auf: „The shipment has been processed in the parcel center of origin“ (auf Deutsch etwa: „Die Sendung wurde im Start-Paketzentrum bearbeitet“). Oft bleibt der Statusbalken genau an dieser Stelle stehen – manchmal für Stunden, manchmal für Tage. Viele Empfänger werden unruhig: Hängt das Paket fest? Ist es verloren gegangen? Oder liegt es beim Zoll? In diesem Artikel erklären wir, was genau in diesem Moment mit deinem Paket passiert und warum…
In der internationalen Logistik, insbesondere bei komplexen Lieferketten, taucht auf Frachtbriefen (Bill of Lading, Air Waybill) oder Handelsrechnungen oft der Vermerk „Shipper only, not Seller“ auf. Dieser Status ist keine Nebensächlichkeit, sondern eine juristisch und zollrechtlich wichtige Klarstellung. Er trennt den physischen Versender der Ware vom kaufmännischen Verkäufer. Dies ist besonders bei Dreiecksgeschäften (Cross Trades) und im Drop-Shipping relevant, um Eigentumsverhältnisse und Zollwerte korrekt darzustellen. Das Wichtigste in Kürze Das Szenario: Wer ist wer? Um den Begriff zu verstehen, muss man die Transaktion in zwei Ebenen teilen: Beispiel: Ein deutscher Händler (Seller) verkauft eine Maschine an einen Kunden in den…
Der deutsche Supplement-Hersteller ESN (Elite Sports Nutrients) dominiert den Markt für Fitnessnahrung. Ob Whey Protein, Creatin oder Booster – die Marke ist in fast jedem Gym präsent. Doch wie sieht es mit der Logistik aus? Gerade im Direktvertrieb (D2C) über den eigenen Online-Shop erwarten Kunden schnelle Lieferungen, um ihren Trainingsplan nicht unterbrechen zu müssen. Wie lange dauert der Versand im Normalfall, und warum kommt es bei „Restocks“ und Rabattaktionen regelmäßig zu Verzögerungen? Wir haben die Logistikprozesse analysiert. Das Wichtigste in Kürze Der Standardprozess: Schnell und zuverlässig ESN produziert und lagert einen Großteil der Produkte in Deutschland (Elmshorn). Diese lokale Nähe…
Im hochautomatisierten Kosmos der Paketlogistik ist Sperrgut der „Sand im Getriebe“. Während Standardpakete mit rasender Geschwindigkeit über Förderbänder fliegen, müssen unförmige, runde oder übergroße Sendungen (wie Skier, Autoreifen oder große Kartons) gesondert behandelt werden. Für Versender und Empfänger stellt sich die Frage: Wie viel Zeit kostet diese Sonderbehandlung? Die „Next-Day“-Erwartungshaltung wird bei Sperrgut oft enttäuscht. Wir analysieren, warum das so ist und mit welchen Laufzeiten realistisch geplant werden muss. Das Wichtigste in Kürze Warum Sperrgut länger dauert: Der logistische Prozess Um die Verzögerung zu verstehen, muss man in das Paketzentrum schauen. Ein Standardpaket läuft vollautomatisch durch Scanner und Rutschen. Sperrgut…